Wichtige Gesetze für Auszubildende

Wesentliche Gesetze für Auszubildende

über die Aufgaben von Auszubildenden und Ausbildern. Der BBiG ist die wichtigste Rechtsgrundlage für Auszubildende. Er regelt die Rechte und Pflichten der Ausbilder und Auszubildenden. Die wichtigsten Punkte werden erläutert. Wenn Sie volljährig sind, gilt nach dem Arbeitsrecht:.

Ferienanspruch während der Ausbildungszeit

Die Auszubildenden haben wie jeder Mitarbeiter ein Anrecht auf Ferien. Bei Jugendlichen ist die Urlaubsdauer nach Alter abgestuft. Nach § 19 Abs. 2 des Gesetzes ist der Jahresurlaub: Für das Jahr, in dem der junge Mensch 18 Jahre wird, bekommt er noch Ferien nach dem Jugendschutzgesetz. Erwachsenen wird gemäß Bundesfeiertagsgesetz Beurlaubung gewährt.

Ist der Auszubildende zu Jahresbeginn bereits 18 Jahre jung, hat er ein Anrecht auf wenigstens 24 Arbeitstage Ausfall. Der Ferienanspruch pro Jahr ist im Ausbildungsvertrag festzulegen. Die gesetzlichen Mindesturlaubszeiten sind sowohl im Jugendschutzgesetz als auch im Urlaubsgesetz in Arbeitstagen festgelegt. Arbeitstage sind alle Tage außer Sonn- und Feiertagen, auch samstags.

Zur Vermeidung von Mehrdeutigkeiten bei der Urlaubsvergabe sollten die Tage sofort in Tage umgewandelt werden, sofern der Auszubildende nur an fünf Tagen pro Kalenderwoche angestellt ist. Brüche von Ferientagen, die wenigstens einen halben Tag ausmachen, werden auf ganze Ferientage aufgerundet. Dabei sind die Bedürfnisse der Praktikanten zu berücksichtigen, sofern nicht dringliche Betriebsangelegenheiten oder die primären Ferienwünsche anderer Mitarbeiter im Wege sind.

Ferien müssen kohärent gewährt werden. Ist dies nicht möglich, muss ein Ferienteil wenigstens zwölf aufeinander folgende Arbeitstage haben. Für den Falle, dass ein Ausbildungsvertrag nicht zum Jahreswechsel, sondern im Verlauf eines Schuljahres ausläuft, ist eine wichtige, aber in der Regel oft nicht bekannte Eigenart gesetzlich vorgesehen. Wenn eine Ausbildung nach dem Stichtag des aktuellen Ausbildungsjahres beendet wird, hat der Auszubildende weiterhin das Recht auf volle Freistellung!

Beispiel: Ein erwachsener Praktikant, der seine Abschlussprüfung am 16. Juni ablegt und damit das Unternehmen verlässt, hat trotzdem ein Anrecht auf wenigstens 24 Tage (für eine Sechs-Tage-Woche) bzw. 20 Tage (für eine Fünf-Tage-Woche) Ausfall. Wenn er bis zum Ende seiner Lehre voll beurlaubt ist, hat er keinen weiteren Beurlaubungsanspruch in diesem Jahr, auch wenn sein Arbeitgeber wechselt.

Eine andere rechtliche Situation ergibt sich, wenn der Auszubildende das Unternehmen bis einschliesslich 31. Dezember 2009 verlässt. Der Auszubildende hat für jeden vollendeten Beschäftigungsmonat des aktuellen Jahres 1/12 des Jahresurlaubs. Beispiel: Ein Praktikant geht am Samstag, den 8. März. Demzufolge hat er nur 3/12 der 24 Tage bzw. 20 Tage des Urlaubs.

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