Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland

Fortbildungseinrichtungen in Deutschland

Die Weiterbildungsanbieter in Deutschland zeigen einen leichten Aufwärtstrend. Veröffentlichung - Ausbildung, Wissenschaft, Kultur in Deutschland - Umfrage zu Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland

In der Befragung sollte untersucht werden, ob die für die Erstellung umfassender Statistiken im Bereich der Weiterbildung erforderlichen Informationen überhaupt oder in angemessener Weise und in der angestrebten Struktur an allen Weiterbildungseinrichtungen vorhanden sind und ob damit ein Überblick über die bestehende Bildungslandschaft und deren gegenwärtige Entwicklungen durch die Aufzeichnung des vorhandenen Weiterbildungsangebotes und der unterschiedlichen Trägerstrukturen möglich ist.

F3 Schulungsanbieter: Struktur, Umfeld und Tendenzen im Blickpunkt von wbmonitor GmbH

Umrisse der Bildungslandschaft: Erkenntnisse aus der Projektanbieterforschung Diese Grundlage ermöglicht es erstmals, die Angebotsdichte in allen BundeslÃ?ndern â" als Anzahl der Anbietenden je 100. 000 Bewohner im Alter ab dem Jahr 19 bis 64 Jahren das Diagramm B3-1 zu vertreten.

Die Befragung umfasste auch die ökonomische/budgetäre Situation der Anlagen und die zu erwartende weitere 12-monatige Kursentwicklung und der Klimaindex wurde aus beiden Daten â " in Anlehnung an den ifo Geschäftsklimaindex für die Wirtschaft250 â" errechnet. Mit insgesamt 26 Prozentpunkten im Monat Dez. 2007 ist das Umfeld im Weiterbildungsbereich recht positiv und übertrifft den vom ifo ermittelten Vorjahreswert von 18 Zählern.

Für die Bestimmung des Börsenumsatzes als Maß für die Größe der Bieter wurde die Anzahl der informierten Arbeitsstunden abgefragt. Etwa 2% der Provider meldeten mehr als 60000 Arbeitsstunden pro Jahr. Fortbildung ist ein strukturiertes Bildungsprogramm für gebildete oder versierte Menschen. Wenn sie auf eine professionelle Nutzung abzielt, zählt sie zur Berufsausbildung, ansonsten zur allgemeinen Fortbildung.

In den seit 2007 durchgeführten Online-Befragungen, zu denen die im wbmonitor gelisteten Bildungsanbieter aufgefordert werden, werden den Teilnehmern jährlich Standard-Fragen (Kursangebot, organisatorische Rahmenbedingungen, Zukunftsperspektiven) zur Strukturierung und Ableitung des Klimaindexes des wbmonitor etc. zur Ermittlung des Status und der Perspektiven der Bildungslandschaft vorgelegt.

Zusätzlich wird ein wechselndes Schwerpunktthema zu laufenden Weiterentwicklungen in der Fortbildung erörtert. Die prozentualen Unterschiede zwischen positiver und negativer Beurteilung der derzeitigen wirtschaftlichen/budgetären Situation der Anlagen und der zu erwartenden Veränderungen sind in Grafik B3-5 dargestellt, die nach den von den Anbietern im vergangenen Jahr durchgeführten Weisungsstunden gewogen werden.

Dabei berücksichtigt die Packungsdichte rund 17.000 Anbietern; für rund 6.000 Anbietern konnten klimatische Werte errechnet werden; von der VHS wurde nur ein sehr kleiner Teil gefragt. Im Mai/Juni 2008 nahmen mehr als 10% aller verfügbaren Provider in Deutschland an der jährlichen wbmonitor-Umfrage mit rund 1.900 Anlagen teil, davon erstmals knapp die Hälfte.

So wurden dieses Mal etwas mehr Privat- und Kleinanbieter erzielt Diagramm B3-2 und Übersicht B3-1. Es gibt mehr Fachanbieter damit â" knapp ein Drittel sieht ihren Fokus in der betrieblichen Fortbildung (Vorjahr: gut ein Fünftel) â" und neuere Mechanismen â" mehr als die Hälfte bietet erst seit 1990 oder später Fortbildung an (Vorjahr: unter zwei Fünftel).

Zur Jahresmitte 2008 ist die Stimmungslage der teilnehmenden Betriebe mit einem Situationswert von 47 Punkte (Vorjahr: 35) äußerst erfreulich, und auch die Erwartungshaltung ist gegenüber dem Vorjahreswert (25) mit rund 38 Punkte noch einmal signifikant gestiegen. Damit liegt der wbmonitor-Klimaindex für 2008 bei 42 Zählern (!) (Vorjahr: 30).

Der Weiterbildungssektor weicht damit erstmals seit 3 Jahren, in denen vergleichende Werte erhoben wurden, klar vom gesamten Dienstleistungssektor ab, der nach Angaben des Instituts im Mai 2008 einen Klima-Index von 19 erreichte (vgl. dazu auch die Studie 2008, S. 57 f.) 251.

Mögliche Gründe für die hohe Tendenz vieler Fortbildungsanbieter sind: Verschobene Qualifikationsanforderungen aus den vergangenen Jahren, neue Anforderungen in den Investitionsphasen, Fortbildung von Neueinstellungen und höhere Liquidität der Abnehmer angesichts der verbesserten Konjunktur. Es handelt sich wie im vergangenen Jahr vor allem um privatwirtschaftliche, gewerbliche, unternehmensnahe Dienstleister, die sich überwiegend über Unternehmen und/oder unabhängig von öffentlichen Stellen refinanzieren, deren Klimaschutzwerte weit über dem Durchschnitt liegen und mehr als 50 Prozentpunkte ausmachen.

Deutlich unter dem Durchschnitt liegend mit klimatischen Werten unter 30 Punkte geht es um Mechanismen, für die Berufsfortbildung nur eine untergeordnete Aufgabe ist, und solche, die keine operativen Kunden haben, aber zumindest zu einem Quartal oder mehr von der nationalen Förderung oder zu einem Quartal bis zur Hälfte von ihrem Träger abhängig sind. Die Frage, wie Weiterbildungsanbieter die Kompetenz der fÃ?r sie tÃ?tigen Mitarbeiter - ihr wichtigster Weg zur Kundenakquise, so das Fazit der wbmonitor-Umfrage 2003 - nachhaltig und gezielt verbessern können, stand im Mittelpunkt der Umfragereihe von 2008.

Es kann eine wichtige Aufgabe sein, dass Investments in das Human Capital dieser Unternehmensgruppe dem eigenen Mechanismus in vollem Umfang zugute kommen und nicht â" wie etwa bei Gebührenkräften â" zusätzlich oder vor allem auch anderen Anbieter. Aus den Daten geht hervor, dass die Weiterbildungsaktivitäten der Industrie im Vergleich zu anderen deutschen Betrieben höher sind (Statistisches Bundesamt 2007c, S. 16).

Eine weitere Besonderheit der Fortbildung ist, dass viele Weiterbildungsanbieter keine festen Lehrer haben â" in der Befragung 2008 waren es rund zwei Fünftel. Jene Anbietenden, die Honorarkräfte in der Belehrung nutzen (über 90%), fördern aber auch ihre Fortbildung durch die Mehrheit. Wenigstens 2 von 3 Veranstaltern machen ihren Dozenten Fachveröffentlichungen zugänglich, mehr als die Hälfte führt eigene Lehrveranstaltungen durch, die Beteiligung an Vorlesungen wird von zwei Fünfteln unterstützt, für die doppelte Anzahl von Mitwirkenden.

Aus der Übernahme der Kosten und Belastung der Weiterbildung als Arbeitsleistung ergibt sich dann überwiegend nur der feste Gewinn. Weiterhin ging es um die Fragestellung, für welche Ausbildungsinhalte die Betreiber Fortbildungsbedarf bei ihren Kollegen erkennen, nicht nur bei Festangestellten, sondern auch bei den Honorarkräften und ehrenamtlich. Hohen Fortbildungsbedarf sieht man auch in den Bereichen Ausbildungsmarketing und hinsichtlich der aktuellen Auszubildendenmodelle.

Das Ergebnis ist im Kontext aktueller institutioneller Anforderungen zu sehen, nach denen beispielsweise die Zusammenarbeit auch als strategisches Reagieren auf veränderte Randbedingungen und zunehmend knappe Mittel zu sehen ist. Weil der Teil der Weiterbildungsbeiträge am Bruttoinlandprodukt ebenso rückläufig ist wie die Teilnahme der öffentlichen Hand selbst ( "Deutsches Erwachsenenbildungsinstitut 2008a", S. 90 ff.).

Weiterhin sehen knapp die Hälfte der Anbieter für ihre Mitarbeiter/innen Fortbildungsbedarf im Bereich Lehre und Methodenlehre (erfolgreiche Lehre). Diese Erkenntnis mag jedoch Ã?berraschen, dass die Lehre ein echtes Kernbereich der Fortbildung darstellt, fÃ?r das man denken sollte, dass das Fachpersonal bereits ausgebildet sein muss. Nahezu ebenso viele Anbieter erkennen auch beim Themenbereich Beratung/Coaching großen Fortbildungsbedarf ihrer Mitarbeiter/innen.

Angesichts der aktuellen Erfordernisse wie der Professionalität in der Fortbildung und dem Aufbau von neuen Unterrichtskompetenzen, z.B. im Hinblick auf selbstlernende Zentren oder multimedialen Unterricht, sind diese Resultate verständlich und werden durch andere Befragungen gestützt (Gieseke/Reich 2006 )254. Schließlich bietet die Studie 2008 erstmalig umfangreiche Erfahrungswerte, die für die Auswahl von Führungskräften entscheidend sind.

Demnach ist eine Verbindung von sozialer und persönlicher Kompetenz, Teamarbeit, Kreativität und Durchsetzungsvermögen unerlässlich, wobei mehr als drei Quartale durch Managementfähigkeiten und Rhetorik ergänzt werden müssen. Zur Kompetenz gehören auch Akquisitionsstärke und Verhandlungs-sicherheit, die von 75% oder mehr der Gefragten als bedeutend angesehen werden und die zu einem Baustein "Kommunikation und Organisation" zusammenzufassen sind.

Wie der zweite Baustein sind für 50% bis 75% der Anbietenden Erfahrung und Kontakt wichtig, wie die Fähigkeit zur mehrjährigen Netzwerk- oder Lehrtätigkeit. Ein dritter Baustein sind technische Referenzen und besondere Erfahrungswerte, die für die Bedürfnisse der verschiedenen Institutionen und damit für weniger als die Hälfte aller Provider überhaupt von Bedeutung sind.

Der bereits in der Befragung 2007 erkennbare positive Entwicklungstrend in Bezug auf verschiedene strukturelle Merkmale der Anlagen hat sich verstärkt. Für 2008 werden für alle Mitarbeitergruppen mehr Ankünfte als Abgänge erwartet: Knapp ein Viertel aller Anbietenden geht davon aus, dass die Anzahl der Gebührenkräfte ansteigen wird - ein Rückgang von nur etwa 5%. Deutlich wird der Anstieg bei der Veränderung der Gesamteinkommen in 2007: Mit 36,3 Prozent der Anbietern stiegen sie gegenüber 2006, mit 47,0 Prozent blieben sie gleich, mit 16,7 Prozent sanken sie.

Abbildung B3-5: Situation und erwartete Werte in der Studie 2008 des Wbmonitors âWie bewerten Sie die wirtschaftliche und budgetäre Situation Ihrer Institution?

Mehr zum Thema