Was Bedeutet Duales Ausbildungssystem

Wie sieht das duale Ausbildungssystem aus?

Sprung zu Was ist das duale Ausbildungssystem? Doppelte Schulung - kurz erläutert In Deutschland wird die Ausbildung überwiegend im Rahmen des dualen Systems betrieben. Dies bedeutet, dass Sie die erforderlichen Fähigkeiten und das Wissen sowohl in einem Lehrbetrieb als auch in einer berufsbildenden Schule erwerben. Beide Ausbildungsbetriebe - der Lehrbetrieb und die Berufsfachschule - kooperieren intensiv mit dem Bestreben, Sie für Ihre weitere Berufslaufbahn bestmöglich aufzustellen.

Praktische Berufsausbildung erfolgt im Unternehmen. An der Berufsfachschule werden Theorie und Allgemeinbildung erlernt. Unter dem Wettbewerbsdruck sind Unternehmen rasch in der Position, sich dem technologischen und ökonomischen Umbruch zu stellen. Deshalb lernen Sie im Unternehmen sehr rasch neue Anlagen, Produktionsprozesse etc. kennen. An berufsbildenden Schulen wird in der Regel ein bis zwei Tage pro Tag unterrichtet.

Auszubildende in einem Beruf werden so weit wie möglich in Fachkurse eingeteilt.

Doppelte Berufsausbildung in Europa: Ein Export-Hit "made in Germany

Schreckliche Prophezeiungen hatten bereits die doppelte Berufsausbildung miterlebt, in der die Lehrlinge an ein bis zwei Tagen die Berufsausbildung absolvieren und während der restlichen Wochen im Unternehmen ihre Praxisausbildung durchlaufen. Jetzt feiert sie ein glänzendes Debüt - in ganz Europa. Bianca aus Portugal lobt ihre doppelte Berufsausbildung zur Hotelfachfrau.

In den 80er Jahren, so Jörg Heinrich, Leiter der Berufsausbildung bei der DPIHK, forderten die Unternehmen die IHK auf, junge Menschen praxisorientierter zu unterrichten. Heute entspricht die doppelte Berufsausbildung, zum Beispiel zum Kfz-Kaufmann, Industriekauffrau oder Mechatronikerin, dem Abitur in Portugal. Aber es gibt einen Haken: "DUAL hat in Portugal immer noch ein Inselleben, denn nur 850 Absolventinnen und Absolventen haben diesen Studiengang jedes Jahr abgeschlossen", so Steffen G. Bayer vom DWHK.

"Durch die seit 2008 wütende Finanzmarktkrise ist die Jugenderwerbslosigkeit in Europa auf durchschnittlich 23% gestiegen. Politischer Berater Jürgen Männicke befürchtete vor dem Bundestagsausschuss zu Recht, dass in Staaten mit hoher Jugenderwerbslosigkeit "verheerende soziale Spannungen" entstehen könnten.

Ein qualifizierter Ausbildungsberuf würde dem gesellschaftlichen Friede eines Staates nützen. Doch wie sieht die doppelte Berufsbildung in Europa aus? Klassische Herkunftsländer in Europa sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Dänemark und die Niederlande; nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) haben diese Staaten die doppelte Berufsbildung in größerem Maßstab umgesetzt.

60 % aller Lehrlinge erlernen in Deutschland das duale Ausbildungssystem. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar gibt es in Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Malta, Portugal, Slowenien, Ungarn und England isolierte Ansatzpunkte für die duale Berufsbildung. "Doch das Vollzeitschulmodell hat keine Chance, weil es nicht am Arbeitsmarkt ausgebildet wird", sagt Steffen Bayer vom DIHK.

"Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte auf der Tagung "Deutsche Betriebe - Wegbereiter der doppelten Berufsbildung im Ausland" im Frühling 2013: Das Ausbildungssystem ist ein Garantie für gut qualifizierte Facharbeiter und niedrige Jugenderwerbslosigkeit. Inzwischen hat auch die OECD verstanden und rät den USA, "nach Deutschland und in die Schweiz zu schauen", denn eine doppelte Bildung würde große Vorzüge haben.

Aufgrund der Nachfragesituation hat das Bundesministerium für Bildung bereits mehr als 40 Regierungsabkommen geschlossen - von Algerien bis Griechenland, Spanien, Portugal und den USA. Die EU unterstützt auch die doppelte berufliche Bildung. "Lehr- und Praktikumsplätze können als Ausgangspunkt auf dem europäischen Jugendmarkt fungieren und so dazu verhelfen, die exorbitante Arbeitslosigkeit der Jugendlichen in Europa in den Griff", so László Andor, EU-Kommissar für Arbeit, soziale Angelegenheiten und Eingliederung.

Etwa 50 bis 60 Prozent der PraktikantInnen werden nach der Berufsausbildung von den Unternehmen eingestellt. Weil die Ausbildungszeit eine "Testphase für Arbeitgeber" war, ermöglichten die Studienabschlüsse eine wesentlich präzisere Vorhersage, wie leistungsfähig die Hochschulabsolventen sind. Andererseits müssen laut Seibert eine ganze Anzahl von Bedingungen erfüllt sein, um eine doppelte Berufsausbildung zu ermöglichen:

Recht, Berufs- und Ausbildungsordnung und gut angebundene Kanzleien. Beispielsweise müßten die Rechtsvorschriften die Ausbildungsinhalte regulieren und bundesweit vereinheitlichen, und die Berufs- und Ausbildungsordnung müßte beispielsweise die Ausbildungsinhalte festlegen. Die Industrie- und Handelskammer ist notwendig, um das Bildungsniveau zu gewährleisten und staatliche Untersuchungen zu veranstalten. Aber das alles zu bauen erfordert viel Zeit - und viel Zeit.

"Ich bezweifele, dass alle europäischen Staaten in naher Zukunft das doppelte Steuersystem in Deutschland einführen werden. Wer ums überleben kämpft, kann kaum motiviert werden, auch wenn es eine vernünftige Geldanlage wäre. Seat hat als erstes deutsches Handelsunternehmen in Spanien das Dualsystem implementiert.

Grundvoraussetzung dafür war eine staatliche Reform des Arbeitsmarktes, die es den Betrieben ermöglichen würde, die Auszubildenden viel enger in ihre Tätigkeit im Konzern miteinzubeziehen.

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