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Berufsrehabilitationseinrichtungen sind die Basis für die Verwirklichung des Rechts auf Teilnahme am Erwerbsleben nach SGB IX, insbesondere in den §§ 35 ff. Berufsförderungsagenturen werden in einer nicht gewinnorientierten Unternehmensform in Form einer öffentlichen oder privaten Förderung betrieben. Die Berufsförderungseinrichtungen kooperieren intensiv mit Rehabilitationseinrichtungen wie der Deutschen Renten- und Berufsgenossenschaft sowie mit Sozialdienstleistern.

Für die Rehabilitation stehen ärztliche, soziopädagogische und seelische Dienste zur Verfügung. Die 28 Berufsförderungsgremien des vom Bundesarbeitsministerium erstellten Netzwerkplans sind im Bund der Berufsförderungsorganisationen e. V. zusammengeschlossen. In der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufe gibt es weitere 6 staatliche Berufsförderungsagenturen in der privaten Förderung. Der Ausbildungszeitraum in einem neuen Ausbildungsberuf wird auf zwei Jahre (vier Semester) reduziert.

Darüber hinaus werden eine Vielzahl von integrationsorientierten Qualifikationen mit individuellen Laufzeiten, Zielsetzungen, Wegen und Ausbildungsstandorten geboten. Idealerweise können Rehabilitanten auf das Wissen ihres bisherigen Berufes zurÃ?ckgreifen. Die Berufsausbildung im BFW folgt nicht dem Prinzip des doppelten Systems (Trennung von Betrieb und Berufsschule). Die Rehabilitanten schließen ihre Ausbildungen ausschliesslich am BFW oder an assoziierten Institutionen ab, wobei die Merkmale der normalen berufsbildenden Schulen mit denen von Ausbildungswerkstätten und anderen Übungseinrichtungen verbunden sind.

Das Training ist für Erwachsene nach handlungsorientiertem Konzept geeignet. Darüber hinaus machen Rehabilitanten in der Regel ein drei- bis fünffaches Betriebspraktikum in der Umgebung des eigenen Wohnortes, um einen praktischen Bezug zu ihrer Berufsausbildung zu erhalten und eventuell bereits ihren künftigen Arbeitsgeber kennenzulernen. Nach dem Neunten SGB IX muss ein Leistungsanspruch für die Teilnahme am Erwerbsleben gegeben sein.

Dadurch ist es möglich, die Ausbildungsdauer für einen ausgewachsenen Lehrerberuf auf zwei Jahre zu verkürzen, zum einen, weil auf einige allgemeine Bildungsinhalte verzichtet werden kann, und zum anderen, weil von ausgewachsenen Teilnehmenden ein höheres Maß an Verständnis und persönlicher Arbeit zu erwarten ist. Der Teilnehmende einer Rehabilitationsmaßnahme muss für den neuen Berufsstand physisch und geistig fit sein.

Nach der Genehmigung werden die Aufwendungen der Massnahme von den Rentenversicherungsträgern, den Berufsverbänden, der Bundesanstalt für Arbeit oder der Krankenkasse erstattet. Rehabilitierende bekommen während ihrer Ausbildungszeit am BFW je nach Geldgeber ein Aufgeld. Um den Ausbildungserfolg der beiden Jahre zu gewährleisten, bietet die Berufe Förderungswerke ebenfalls an. Dies alles wird durch die Lehre von technischen Inhalten durch Schulungen, aber auch durch die Rehabilitationsfachdienste während der Schulung, vor allem durch den Seelsorgedienst, erreicht.

Die Arbeitspsychologische Dienststelle der Agentur für Arbeit begleitet die Unternehmensgruppe mit Ausbildungseinheiten und Einzelmaßnahmen (z.B. psychotherapeutische). In Einzelgesprächen mit den Rehabilitanten werden die gewünschten Zielsetzungen immer wieder überprüft. Durch einen Paradigmenwechsel in der Gesellschaftspolitik und die angespannte Finanzlage bei den Leistungserbringern (gesetzliche Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaft, Arbeitsagentur) gehen die Zulassungen für Rehabilitanten in Vollausbildungsberufen beim BFW zurück.

Bereits seit etwa 2006 gibt es eine Neigung zur beruflichen Rehabilitierung der Teilnehmenden mit dem Anspruch auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt durch gekürzte Massnahmen von drei bis 18 Monate Laufzeit (modulare Massnahmen). Der Aufwand für eine professionelle Rehabilitationsmaßnahme in einem BFW ist beträchtlich und wird von dem entsprechenden Leistungserbringer übernommen, gegen den der Rehabilitierende Ansprüche erworben hat (Beispiel: bei einem Betriebsunfall die Berufsgenossenschaft).

Von den Rehabilitanten wird daher ein hoher Grad an Leistungsbereitschaft und eigenständiger Zusammenarbeit verlangt. Der BFW berichtet den Leistungserbringern regelmäßig über den jeweiligen Lernerfolg und die Erfolgsaussichten (Individual Support and Integration Plan, IFIP). In extremen Fällen haben Leistungserbringer die Option, die Rehabilitationsmaßnahme einzustellen, wenn keine Erfolgsaussichten bestehen (z.B. wegen mangelnder Kooperation, mangelnder geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, langwieriger Erkrankung oder sonstiger Langzeitabwesenheiten).

Dieser wird von den Rehabilitanten regelmässig in geheimen Wahlen wiedergewählt.

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