Umschulung mit 40 Arbeitsamt

Fortbildung mit 40 Arbeitsämtern

Die Betroffenen sollten sich so schnell wie möglich an die örtliche Arbeitsagentur wenden. Der 40-Jährige Tomaz Hohkraut erlernt gerade einen völlig neuen Beruf. 2010 im Alter von fast 40 Jahren sehr erfolgreich abgeschlossen. Weil du sagst, du hast keinen Job, wenn du 40 bist.

Im Alter von 51 Jahren in einen neuen Berufsstand eintreten

Die Borgholzerin Brigitte Kollmer-Eckensberger (51) ist ihrer fachlichen Neuausrichtung fest verpflichtet. Der Bürokaufmann macht nach rund 20 Jahren Pause eine Umschulung zur Heimpflege. Dass es für eine Lehre fast nie zu spät ist, ist für Jobst Hilker von der Bielefelder Agentur für Arbeit ein gutes Beispiel: Die viermalige Frau Brigitte Kollmer-Eckensberger.

Hilker berät auch Menschen über 40, die dies wünschen, die sich geeignet fühlen und eine Chance haben, den Sprung in eine neue Berufswelt zu machen, insbesondere dann, wenn der Fachkräftemangel gute Zukunftsperspektiven bietet, wie Alten- und Krankepflege, Maschinen- und Anlagenbau oder einige Berufe. Brigitte Kollmer-Eckensberger ist durch einen kleinen Zusammentreffen in die Seniorenpflege gekommen.

"Ich wollte nach der familiären Phase wieder rein, aber bei einem Vorstellungsgespräch bei der Agentur für Arbeit wurde mir rasch klar, dass das Geschäft nicht mehr das Passende für mich ist", sagt der 51-Jährige. Danach kam sie auf eine Anstellung im Bundes-Freiwilligendienst in einer Kindertagesstätte des Verbandes zu Hause in Halle. Viermonatig verbrachte die 51-Jährige auch in den Bereichen Kurzzeitbetreuung, Ambulanz und Heimgemeinschaft zu Hause - und startete schliesslich am 01. Oktober ihre 3-jährige Berufsausbildung zur Krankenpflege.

Dabei hat sie ihren Blickwinkel erheblich vergrößert und erlebt die herausfordernde Tätigkeit als Anreicherung. Theoretische Phasen im Spezialseminar für Geriatrie der Arbeitserwohlfahrt in Bielefeld alternieren mit Praxisphasen in Heimeinrichtungen im Umkreis. Das Training wird vom Arbeitsamt mitfinanziert. "Menschen über 40, die eine neue Lehre machen, sind sehr engagiert und leidenschaftlich", so Hilker.

Bei Brigitte Kollmer-Eckensberger handelt es sich nicht um einen isolierten Fall.

"Und jetzt habe ich es endlich geschafft."

Angefangen als Lagerist, mehrere Jahre lang ohne Arbeit - und heute ein erfolgreicher Manager: Ein Diplombiologe spricht über sein Berufsleben. Jahrgang 1970, ließ mich meiner Passion für die Naturwissenschaften nachgehen und studierte seit 1992 in Deutschland. Im Jahr 1998 habe ich mein Abitur gemacht und bin irgendwohin gegangen, um mir etwas Gutes zu erkaufen.

So konnte ich mich, in meinem Falle als Zimmermann, vom Arbeitsamt finanzieren lassen. "Begeistert habe ich vergeblich nach einem bedeutsamen Arbeitsplatz in unterschiedlichen Berufsbereichen gesucht", habe ich in diesem Metier einige teilweise sehr harte und auch strapaziöse Jahre Berufspraxis gesammelt, bis mein Papa verstarb (zu dieser Zeit konnte ich meine Mama schon nur auf dem Kirchhof besichtigen und war bis heute mit 2 Kindern und zu Hause).

Begeistert habe ich vergeblich nach einer aussagekräftigen Tätigkeit als Biologin, Hochschulabsolventin oder ähnlichem in unterschiedlichen Fachbereichen gesucht. bis mir/uns das Bargeld ausgegangen ist und ich ein Versandhaus angeheuert habe, in dem ich beinahe 2 Jahre lang im Warenlager gearbeitet habe - "als Akademikerin! "Nach Ablauf des Zeitvertrags hat das Arbeitsamt eine Fachausbildung finanziert, die mein Biologiestudium sehr gut ergänzt hat, worauf ich gleich eine Stelle in leitender Funktion gefunden habe.

Unglücklicherweise nutzte mein Vorgesetzter damals nicht nur mein Know-how und die Integrationsvereinbarung des Arbeitsamtes, sondern schloss mit Hilfe seines sehr starken ADHS-Syndroms innerhalb kurzer Zeit fast sein Geschäft. Überwiegend Freizeitmanagement, selbständiges Arbeiten, ein Tag pro Tag im Home Office, viel Arbeit im Freien. "Danach war ich über zwei Jahre arbeitslos."

Die Situation war natürlich nicht einfach: Mitten in den 40ern arbeitete ein Universitätsabsolvent mit nur eineinhalb Jahren Berufspraxis, mehrere Berufsgruppen, hier und da, nichts ganz, nichts halb und inzwischen sogar getrennt (weil ich zu oft erwerbslos war - was für eine Ironie....). "Und dann ging alles sehr schnell: Die Bewerbung vom Montag, der Aufruf vom Donnerstag", habe ich mich einmal auf eine nahezu bedeutungslose Stellenanzeige im Qualitätsmanagementbereich bewerben, die ich zunächst für eine Fälschung gehalten habe.

Und dann ging alles sehr schnell: Bewerbung am Montagabend, Donnerstagsanruf, am gleichen Tag zweistündiges entspanntes Bewerbungsgespräch und die anschließende Montagsarbeit. Immer noch in der ersten Woche gab´s der unbefristete Anstellungsvertrag. Seit nur 3 Monaten bin ich nun weit weg von der Natur in leitender Position mit viel Selbstverantwortung. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für saubere Arbeiten, die mir wirklich Freude machen.

Vorhersage: Ein fast krisenfester Beruf bis zur Pensionierung. Häufig wird ein eierbedeckendes Wollschwein gewünscht, das es auf dem Markt nicht gibt. Gib nicht auf, es gibt einen Beruf für jeden, der gerne arbeitet! Sie waren mir über Jahre hinweg ein loyaler Wegbegleiter, der mir durch den Angebotsdschungel geholfen hat und jede einzelne Arbeitsstelle wie auf einem silbernen Teller wunderschön aufbereitet hat.

Besonders, da ich feststellen konnte, dass ich mit meinen Schwierigkeiten als Akademikerin und Arbeitslose nicht allein war. Dort werden wöchentlich mehrere hundert Jobs erstellt.

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