Umschulung Jobcenter

Jobcenter Umschulung

Stellensuchende können von der ARGE oder dem Jobcenter unterstützt werden. Jeder, der sich für eine Umschulung im Job Center bewirbt, sollte bereits eine Erstausbildung absolviert haben. ez-toc-section" id="Umschulung_und_die_Herausforderung_des_lebenslangen_Lernens">Umschulung, Fortbildung und die Herausforderungen des lebensbegleitenden Lernens

Dass sich immer mehr Menschen im Alter wieder am Markt ausrichten und einen zweiten Karriereweg gehen müssen, ist für sie eine große Herausforderung, aber auch eine Chance, ihre eigenen Kompetenzen zu entwickeln, neue Begabungen zu finden und neue Berufserfahrungen zu machen, die auch als eine Art persönlicher Reichtum erfahrbar sind.

Der Grund für eine solche Fortbildung oder Umschulung ist vielfältig: In vielen Bereichen spielt die Gesundheit oder Psychologie eine wichtige Rolle, die eine Fortsetzung der Arbeit im Ursprungsberuf (z.B. in der Bauwirtschaft, aber auch im Pflegebereich) verunmöglicht, aber oft ist die geänderte konjunkturelle Situation und der bis vor wenigen Jahren noch verhältnismäßig gesunde Arbeitsplatzmangel in manchen Bereichen das eigentliche Thema.

Politiker haben darauf geantwortet, dass das lebenslange Lernen an Bedeutung gewonnen hat, dass Flexibilisierung vom Individuum verlangt wird und dass der Weiterbildungs- und Umschulungsbedarf steigt, und neue Wege zur Förderung von Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen für Beschäftigte oder Arbeitsuchende über die ARGE oder das Jobcenter ebnet.

Sind Sie an der Umschulung oder Fortbildung interessiert und wollen staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen, ist es zunächst einmal notwendig, dass Sie sich rechtzeitig mit der ARGE oder der Arbeitsagentur in Verbindung setzen und sich dort individuell informieren, in jedem Fall aber vor der Beteiligung an der von Ihnen gewünschten Massnahme oder Umschulung.

In der Regel ist eine nachträgliche Kostenerstattung nicht möglich. Ihre Betreuerin oder Ihr Betreuer prüft dann bei Ihrem Beratungsgespräch, ob die Fördervoraussetzungen im Sinne des "Bildungsbonus" oder des so genannten "Bildungsgutscheins" erfüllt sind. Es wird den Mitarbeitern dringend geraten, ihre bisherige Tätigkeit nicht vor dieser Untersuchung und der Übernahme der Arbeitskosten durch das Konsortium oder die Arbeitsagentur zu beenden.

Zur Kostenübernahme Ihrer gewünschten Fortbildungsmaßnahme muss Ihr Consultant zunächst einmal ein gewisses Qualifizierungsdefizit auf Ihrerseits erkennen, das durch die Fortbildungsmaßnahme genau beseitigt werden kann und dass Sie auch Ihre Chance auf (Wieder-)Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt signifikant erhöhen können.

D. h. die Aufnahmekapazität des Arbeitsmarkts in dem von Ihnen gesuchten Sektor muss überprüft, Ihre individuelle Tauglichkeit für diesen Sektor ermittelt und die Chance abwägt werden, dass Sie nach der Umschulung oder Weiterbildungsmassnahme tatsächlich einen neuen Job erhalten oder in Ihrem aktuellen Umfeld dauerhaft bestehen werden.

Ob der von Ihnen in Betracht gezogene Wechsel im Hinblick auf die Entwicklung des Arbeitsmarkts sinnvoll ist oder ob es diesbezüglich andere Wege gibt, sollten Sie sich vorher mit Ihrem Betreuer in Verbindung setzen. In einem oder mehreren Einzelgesprächen mit Ihrem Fachberater, der auch Ihre individuellen Eignungsanforderungen sorgfältig prüft, wird entschieden, ob eine Beförderung angesichts dieser Gegebenheiten möglich ist.

Besuchen Sie deshalb das Job Center vorzeitig. Falls ein beruflicher Umstieg aufgrund von körperlichen oder psychischen Problemen erforderlich geworden sein sollte, kann das Konsortium zusätzliche medizinische oder psychische Prüfungen einleiten. "Ein sogenannter "Prämiengutschein" kann zur Unterstützung von Erwerbstätigen und Wiedereinsteigern (z.B. nach Erwerbslosigkeit, aber auch von Müttern und Vätern nach Elternzeit) verwendet werden, deren steuerpflichtiges jährliches Einkommen weniger als 20.000 EUR für Einzelpersonen und 40.000 EUR für gemeinschaftlich veranlagte Personen beträgt.

Sie erhalten alle zwei Jahre Fördermittel für Fortbildungsmaßnahmen bis maximal 500 EUR. Doch nicht nur solche kurzfristig und vergleichsweise kostengünstigen Massnahmen für Berufstätige und Wiedereinsteiger können unterstützt werden, sondern auch die Ausgaben für langfristige und kostspielige Umschulung, die eine grundl. Umorientierung auf dem Arbeitmarkt ermöglicht, können von der ARGE oder der Arbeitsagentur unter gewissen Bedingungen getragen werden.

Die Arbeitslosen und Arbeitssuchenden haben zunächst das Recht auf berufliche Fortbildung nach SGB III und SGB II. Sie können einen so genannten "Bildungsgutschein" einlösen. Voraussetzung für den Erhalt eines Bildungsgutscheins ist eine bereits absolvierte Ausbildung oder eine mind. dreijährige Praxis. Stellt sich heraus, dass Sie einen Rechtsanspruch auf Unterstützung der von Ihnen geforderten Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahme haben, bekommen Sie einen so genannten "Bildungsgutschein", der eine gewisse Geltungsdauer hat, räumlich und/oder zeitweise befristet sein kann und mit dem Sie der Einrichtung Ihrer Wunschfortbildungsmaßnahme vorlegen können.

Mit dem Ausbildungsgutschein wird nicht nur sichergestellt, dass Sie die Ausgaben nach den vorgegebenen Maßstäben decken, sondern auch - und das ist besonders bedeutsam, da Teilzeitarbeit, vor allem bei einer Vollzeit-Umschulung, nur eingeschränkt möglich ist - dass für die Laufzeit Ihrer Weiterbildungsmassnahme weiterhin Arbeitslosengeld gezahlt wird. Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Weiterbildungsinstitution auf die Akkreditierung als anerkannte, d.h. vom Staat anerkannte, sachkundige und versierte Einrichtung, denn nur dann können die anfallenden Ausgaben vom Konsortium oder der Arbeitsagentur getragen werden.

Im Zweifelsfall kontaktieren Sie die Institution Ihrer Wahl oder die ARGE selbst. Offizieller Ansprechpartner der ARGE im Netz ist das Kursnetportal für die Erstausbildung. Mit wenigen Mausklicks erhalten Sie alle in Ihrer Nähe befindlichen Stellenangebote, für die eine Unterstützung mit einem Bildungsscheck auf einen Klick möglich ist.

Markieren Sie dazu in der Eingabemaske auf der Startseite das Feld "Nur Angebot mit Bildungsgutschein", nachdem Sie die Industrie und den Wunschort der Veranstaltung angegeben haben. Nähere Informationen dazu enthält auch der Weiterbildungsleitfaden der ARGE. BIBB stellt Interessenten eine umfassende Liste zur Weiterbildungsqualität zur Verfügung.

Erkundigen Sie sich bei der ARGE und im Netz über Ihren Wunschberuf. Erkundigen Sie sich in der von Ihnen gewählten Fortbildungsmaßnahme über Curricula und Lehrinhalte. Verabreden Sie sich mit Ihrem Fachberater bei der ARGE oder im Jobcenter. Ihre Sachbearbeiterin analysiert mit Ihnen die Arbeitsmarktsituation und Ihre individuelle Berufseignung und stellt Ihnen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, einen Ausweis aus.

Hinweis: Der Ausbildungsgutschein ist in der Regel nur für 3 Wochen einlösbar. Den Schulungsgutschein am Ort Ihrer Wahl einlösen. Gerade wenn Sie einen grundsätzlichen beruflichen Wechsel planen und dafür eine langfristige Umschulung mit dem Bildungsscheck finanziert haben wollen, ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, dass Sie sich frühzeitig auf die Beratung mit Ihrem Berater vorzubereiten.

Denken Sie darüber nach, warum Sie denken, dass Sie in dieser Industrie Erfolg haben können, welche Kompetenzen Sie bereits während der Umschulung haben und weiterentwickeln können und auf welche Kenntnisse und Berufserfahrung Sie aufbauen können. Eine erste Anlaufstelle für weitere Infos bieten hier das Berufsnetz der ARGE. Umso sachkundiger Sie mit Ihrem Consultant aus dem Konsortium oder der Arbeitsagentur ins Gespräch kommen, umso besser ist die Chance, dass die gewünschten Umschulungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen genehmigt werden.

Interessierte, die bereits Erfahrung im gewählten Gebiet gesammelt haben, z.B. durch Firmenpraktika, haben einen weiteren großen Vorzug. Auch hier können Sie professionelle Ansprechpartner finden, die sich bei einer nachträglichen Stellensuche lohnen. Hierbei ist es oft hilfreich, mit den anderen Teilnehmern, die im gleichen Schiff saßen, Arbeits- und Lernteams zu gründen und Consulting-Angebote der Arbeitsgruppe und der entsprechenden Weiterbildungsinstitution anzunehmen.

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