Umschulung bei Berufsunfähigkeit

die Umschulung bei Berufsunfähigkeit

Für viele Mitarbeiter besteht die Gefahr, dass sie ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Mit einer Berufsunfähigkeit wollen sich viele nicht zufrieden geben. Jahrelang habe ich als Friseur gearbeitet, aber ich konnte die Chemikalien nicht ausstehen.

Berufsunfähigkeitspension und Umschulung

Bis zum 31. Dezember 2000 hatten Versicherungsnehmer, die ihren Berufsstand aus Gesundheitsgründen nicht mehr wahrnehmen können, Anrecht auf eine BU-Rente. Auf Grund einer am 01.01.2001 in Kraft getretenen Rentenreform haben nur die vor dem 02.01.1961 geborenen Personen einen so genannten beruflichen Schutz.

Kann der frühere Berufsstand aus Gesundheitsgründen für einen Zeitraum von sechs Arbeitsstunden pro Tag nicht mehr wahrgenommen werden, kann eine Teilinvalidenrente gezahlt werden. Ausgeschlossen ist jedoch der Bezug einer Erwerbsunfähigkeitsrente, wenn die Person für einen anderen Berufsstand umschult wurde. Der Sozialgerichtshof Sachsen-Anhalt hatte über einen Sachverhalt zu befinden, in dem einem Versicherungsnehmer eine Erwerbsunfähigkeitsrente durch den Rentenversicherungsträger verweigert wurde.

Der Kläger praktizierte ihren Berufsstand als Telekommunikationsmechanikerin, bis sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu in der Lage war. So wurde sie bereits Ende der 90er Jahre zur Kauffrau für Bürokommunikation umschult . Sie war jedoch nicht als Büroangestellte tätig. Das beanspruchte Invalidengeld wurde von der Pensionskasse zurückgewiesen. Der Pensionsfonds begründet seine Weigerung damit, dass die klagende Partei in ihrem umschulenden Berufsstand als Büroangestellte prinzipiell noch eine versicherbare Beschäftigung ausübt.

Wegen der Weigerung der Rentenzahlung beschwerte sich die Ehefrau, so dass das Sozialgericht des Landes Sachsen-Anhalt über den Sachverhalt zu befinden hatte. Der Kläger kann nach dem Urteil des Landessozialgerichts nicht mehr als Büroangestellter arbeiten. Der Grund dafür ist, dass die Klage eine Geisteskrankheit hat, die es ihr aufgrund ihrer niedrigen geistigen Widerstandsfähigkeit nicht erlaubt, im Ausbildungsberuf zu arbeiten.

Eine der Folgen der psychischen Krankheit ist, dass der Kläger nicht mehr in der Lage ist, selbst mit simplen psychischen Nachfragen umzugehen. Dem Kläger wurde daher mit Beschluss vom 18. Juni 2009 (Az. L 3 R 158/06) der Rechtsanspruch auf eine Berufsunfähigkeitspension zuerkannt. Berufsunfähigkeit tritt nach den Rechtsvorschriften ein, wenn die Erwerbstätigkeit von Versicherungsnehmern der gesetzlichen Pensionsversicherung im Verhältnis zu Versicherungsnehmern mit gleichwertiger oder gleichwertiger Qualifikation weniger als sechs Arbeitsstunden pro Tag ausmacht.

Eine Berufsunfähigkeit wird jedoch verweigert, wenn eine versicherte Person noch in der Lage ist, eine versicherbare Erwerbstätigkeit in einem umschulten Berufsstand auszuüben. Die Gewährung einer Erwerbsunfähigkeitsrente oder einer Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit kann, wie das Landgericht Sachsen-Anhalt in seinem Beschluss vom 18. Juni 2009 (Az. L 3 R 158/06) bestätigt hat, nicht verweigert werden, wenn auch ein Versicherungsnehmer den Umschulerberuf nicht (mehr) ausübt.

Der eingetragene Vorsorgeberater Helmut Göpfert steht Ihnen in allen Fragen der Rentenversicherungen zur Seite. Wenden Sie sich an den eingetragenen Vorsorgeberater, der die Einspruchs- und Gerichtsverfahren (Sozial- und Landessozialgerichte) zur Geltendmachung der Versorgungsansprüche insbesondere bei der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente fachkundig führen kann.

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