Tarifvertrag Einzelhandel Ausbildung

Kollektivvertrag für die Ausbildung im Einzelhandel

Tarifliche Vergütung für den Einzelhandel NRW. Kollektivverträge für den privaten und öffentlichen Bankensektor. Wenn Sie tariflichen Regelungen unterliegen, muss Ihr Unternehmen Ihnen ein Gehalt gemäß dem jeweiligen Tarifvertrag der Branche zahlen. Was sind die Ausbildungsziele am Ende der Ausbildung? Rechtsanwältin Jessika Gerste hat eine Ausbildung im Einzelhandel absolviert.

Tarifvertragsübernahme für den Einzelhandel

"Während wir bei der heute stattfindenden Werksbesprechung gegen die vorgesehene Nichtübernahme nach der Schulung demonstrieren, werden die Kundinnen und Kunden vor dem Gebäude über diesen skandalösen Vorfall informiert...." Als ich, damals Hertie's Jugendbeauftragter, diese Worte sagte, hüpfte der Manager auf und lief aus dem Meeting, um zu sehen, was wir noch tun.

Vor der Haustür sollte er mit Jugendvertretern aus angrenzenden Kaufhäusern zusammentreffen, die Prospekte an unsere Gäste austeilten. Als der Manager nach oben eilte, ging unsere Arbeit weiter. Auszubildende in einer Banner-Warteschlange, die sagte: "Das Durcheinander ist riesig, nach der Ausbildung arbeitslos", traten in die Mensa ein, um unsere Aufforderung, nach der Ausbildung zu übernehmen, tatkräftig zu untermauern.

Es war nicht leicht, mit 1.000 Mitarbeitern zu reden und durch die Mensa zu zeigen.

Rewe, Penny, Edeka: 14 Verkäuferin erzählt, wie es ist, im Einzelhandel zu wirken.....

Oft mals erhalten sie keine bezahlten Mehrarbeitsstunden. Er verdient bis zu 30 Prozentpunkte unter dem Standardlohn. Über drei Mio. Menschen in Deutschland sind im Einzelhandel tätig, die meisten davon Frau. Sicherlich sind sie nicht für jeden Einzelhandelsarbeitgeber und nicht für jede Niederlassung der drei erwähnten Supermarktketten charakteristisch.

Dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handeln kann, zeigen die vielen Schwierigkeiten und die immer wieder in ähnlicher Weise geäußerten Einwände. Irgendwas läuft im Einzelhandel in Deutschland strukturbedingt falsch. Der Vorwurf, dass "gute Rahmenbedingungen für die gesamte EDEKA-Gruppe einen hohen Stellenwert haben", widersprach EDEKA, schrieb uns eine Pressesprecherin.

"Obwohl viele mittelgroße Einzelhandelsunternehmen der EDEKA-Gruppe keinem Tarifvertrag unterworfen sind, folgen viele Unternehmen immer noch dem Tarifvertrag oder erbringen über den Tarifvertrag hinaus einzelne Teilleistungen. Weil nur fachkundige und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Qualitätsversprechen von EDEKA einhalten können. EDEKA hat jedoch die Fragen, wie dies wirksam gesteuert wird, offen gelassen - die detaillierte Beantwortung von EDEKA findet sich am Ende dieses Texts.

Große Handelsketten haben in den letzten 20 Jahren kleine Firmen abgelöst. Davon betroffen sind die Beschäftigten. In Westdeutschland erhielten im Jahr 2015 62% der Beschäftigten im Einzelhandel keinen Einheitslohn, in Ostdeutschland 74%. Anders ausgedrückt: Der Erhalt des tariflichen Lohnes ist nicht die Norm - er ist die Ausnahmen.

Mehr und mehr Firmen und Firmen ziehen sich seit dem Jahr 2000 aus den Kollektivverträgen zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Kollektivverträge gekündigt. Bisher gab es einen Einvernehmen zwischen den Unternehmern im Einzelhandel und den Sozialpartnern, immer eine allgemeine verbindliche Erklärung für neue Kollektivvereinbarungen zu beantragen. Vor allem Edeka und Rewe werden von den Sozialpartnern beschuldigt, in ihren privaten Absatzmärkten Tarifverhandlungen zu unterlaufen.

In den letzten Jahren haben Rewe und Edeka eine Vielzahl von Absatzmärkten privatisieren können. Private Absatzmärkte sind in der Regel nicht mehr tarifvertraglich geregelt, während die so genannten Direktmärkte, die unmittelbar vom Konzern verwaltet werden, tarifvertraglich geregelt sind. Bei Edeka gibt es 7.054 Filialen: 5.858 von unabhängigen Händlern, 1.196 sogenannte Regiegeschäfte. Private Geschäfte sind in der Regel nicht tarifvertraglich geregelt.

Doch Edeka und Rewe oder Penny beantworteten keine oder nur ausweichende Antworten. Fachleute und Verbände gehen davon aus, dass rund 40 Prozent aller landesweit 3.300 Rewe-Filialen bereits in Privatbesitz sind.

Ausgebildet wurde Leon Thalberg in einem Privatgeschäft von Edeka. Er hat nach seiner Ausbildung 1.700 EUR pro Woche verdient.

Kürzlich, nur etwa ein Jahr nach seiner Ausbildung, gab er seinen Arbeitsplatz auf. Die Ärztin hat mich für den Rest der Woche krank gestellt. Dann kassierte ich, hatte eine Differenz von 60 Euros und weiss immer noch nicht, was an diesem Tag war. Unglücklicherweise ist dies kein Einzelfall", sagt Thalberg.

"Es wird schlichtweg nicht auf die gesundheitliche Situation der Angestellten achtet. In Edeka wurde sie geschult, ist seit 15 Jahren dort tätig und vertreibt Würstchen, Fleischerzeugnisse und Milch. Die Vollzeitbeschäftigte ist 40 Stunden beschäftigt und erhält 2000,- EUR Bruttomonat. Krankentage sind für Supermärkte: Sie müssen Arbeiter entlohnen, die nicht mitarbeiten.

Wie die Marktleitung ihres Edeka-Marktes mit dem weihnachtlichen Bonus die Zahl der arbeitsfreien Tage verringern wollte, berichtet Yvonne Meister. 2008 hat sie sich mit dem Edeka-Geschäft für die Zukunft entschieden. "Wir haben mit einem normalen Bonus angefangen. Bereits seit drei Jahren erhält ein Arbeitnehmer mit null Krankentagen 75 vom Bruttolohn als Gutschein statt als Weihnachstgeld. Mit einem monatlichen Gehalt von 2000 EUR netto ist der erste Tag der Krankheit für Yvonne Master am Ende des Geschäftsjahres 500 EUR weniger.

Ich konnte sechs Monate nicht zur Arbeit und das Geld war weg. Eine Kollegin hat sich verletzt und eine Art Vergiftung erlitten. "Während meiner Ausbildung fühlte ich mich auf einmal völlig krank, übergab mich und sagte es meinem Vorgesetzten, weil wir eine Gesundheitsanweisung unterzeichneten.

In Deutschland muss jeder, der mit frischem Essen arbeitet, eine Gesundheitsanweisung unterzeichnen. "Der Boss hat mir gerade gesagt, ich soll mich aufraffen, es sind nur noch fünf weitere Std. Heute ist sie in einem Privatmarkt von Rewe beschäftigt, erwirtschaftet 1800 EUR pro Woche bei 30h. Auch zu Hause, so Christine Bohm, ließen die Chefs die kranken Mitarbeitenden nicht allein: "Sie gibt einem gute Trinkgelder, wenn man mal erkrankt sei.

"Ich habe noch nie zuvor eine Überstundenzahlung erhalten. "lch würde gern mehr als 30 Arbeitsstunden machen, aber ich kann es nicht mehr. Es gibt entweder keine technischen Zeiterfassungen und die manuell eingegebenen Zeiten stimmen nicht mit den tatsächlichen zu. Sonst werden die Vertriebsmitarbeiter gebeten, früher zu frankieren und dann weiter zu machen.

Auch Leon Thalberg, auch bei Edeka, berichtet: "Wir haben eine achtstündige Arbeitsschicht plus eineinhalb Pausen. Es kommt ein guter Tag, an dem ich eine Ruhepause einlegen kann, eine halbstündige Überstunden, die niemand zahlt. An einem ungünstigen Tag, an dem ich zehn Arbeitsstunden habe, werde ich acht entlohnt. "Da auch die Märkte am Samstag den ganzen Tag offen sind, sind die freien Samstag im Einzelhandel - jedenfalls bei unseren Gesprächspartnern - zur Ausnahmesituation geworden.

Letztes Weihnachtsfest bekam ich eine Eintrittskarte als Geschenk. "Jana Bräuer ist in einem Edeka-Regiegeschäft tätig. Er wird tariflich abgerechnet und bekommt 2.500 EUR monatlich für eine wöchentliche Dauer von 37,5 Stunden netto. Auf ihrem Heimatmarkt leisten die Anbieter in der Regel sechs Tage in der Woche Arbeit. Seit 2013 ist er in fünf Edeka-Märkten tätig und weiß um die Lage.

In den Jahren 2015 und 2016 hatte Jana Brauer nur an Samstagen freigestellt, wenn sie sich beurlaubt hatte oder erkrankt war. "Außerdem ist die Nutzung an sechs Tagen in der Woche nur im gegenseitigen Einverständnis möglich. "Das ist aber Voraussetzung und man muss hart für den freien Samstag kämpfen", sagt Jana Brauer. "Denn nur ein zufriedener Angestellter kann einen guten Job machen, wenn man sich nicht um sein privates Leben kümmern muss.

Jeden Sonnabend wird gearbeitet. Ich habe im Laden nur noch den Arbeitszeitplan für folgende Wochen am Sonnabend. Auf dem derzeitigen Wochenmarkt erhalten wir den Zeitplan für die kommenden Wochen am kommenden Wochenende. "Jana Bräuer musste bei ihrer Tätigkeit für Edeka immer wieder die tatsächlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zwischen zwei Arbeitsschichten nicht einhalten.

5 Abs. 1 des Arbeitsstundengesetzes sieht vor, dass den Mitarbeitern eine kontinuierliche Ruhepause von mind. 11 Std. nach Arbeitsende gewährt werden muss. In Einzelfällen erscheint dies oft nicht der Fall. 2. Zwischen einer Spätschicht und einer frühen Schicht sollten wir uns tatsächlich wenigstens elf Minuten ausruhen. In der Regel werden wir bis 9:15 oder 9:30 Uhr gearbeitet und beginnen wieder um 6:45 oder gar 6:30 Uhr", sagt Brauer.

Somit hat er zwischen den Arbeitsschichten nur neun Zeitstunden. Die Kolleginnen und Kollegen haben immer noch keine 11-stündige Ruhepause. Dabei werden die Pausen von den Arbeitgebern wie vorgesehen weiter aufgeteilt", sagt Jana Bräuer. "lch habe über acht Jahre bei Rewe gewirkt. "Ein isolierter Fall, natürlich.

Aber jeder Befragte kennt zumindest einen Abteilungs-, Filial- oder Distriktleiter, der die Beschäftigten beschimpft hat. Der Gewerkschaftsvorsitzende Orhan Akman von Verdi sagt: "Das ist eine schwierige Situation im Einzelhandel. Die modernen Firmen reden von wertschätzender Unternehmenskommunikation, im Einzelhandel, vor allem in privaten Haushalten, aber es gibt eine Neigung zu Führern, die sagen: "Ich bin hier der Boss.

Herz-Kreislauf-Probleme. Eines Tages arbeitete ich für die Proben und bekam den Job vorgeschlagen. Ich habe mich am folgenden Tag von Edeka zurückgezogen", sagt Reinhardt. Bei Edeka hat Yvonne Master die Dinge anders erlebt: "Mobbing wird durchgesetzt. "Auch Tanja Reinhardt erzählt von vergleichbaren Ereignissen bei Edeka: "Immer brüllt dich jemand an: Tritt aufs Gas, gib es zu!

"Die Anbieter, mit denen wir uns unterhalten haben, erzielen zwischen zehn und 30 Prozentpunkte weniger als der Standardlohn in den Privatmärkten. Manche Verkäuferin muss mit einem Bruttolohn von 816 EUR für einen Halbjob auskommen. Das, was für mich herauskommt und wie viele Arbeitsstunden ich für nichts arbeitete, das weinende Elende.

Du bekommst nicht das Geld, das wir uns verdienen, weil wir gar nicht mal unter der Lohnskala sind. "Ich habe die Rechnung erhalten und geheult. "In den letzten Jahren haben wir noch ein Geschenkgutschein in Höhe von 500 EUR erhalten. und weinte. Die Verkäufe sind nicht richtig, wir müssen mehr Geld verdienen, um wieder etwas zu bekommen", sagt Christin Bohm.

Rechtsanwältin Jessika hat eine Ausbildung im Einzelhandel durchlaufen. Mit einem Teilzeitvertrag startete sie dann in einem Privatmarkt von Rewe: 20 Wochenstunden, 816 EUR netto, auf sechs Monate begrenzt. lch habe drei Jahre studiert, ich will jetzt berufstätig sein und du kriegst nur Teilzeitverträge im Ost. Seit langem flehe ich darum, dass die Zahl der Arbeitsstunden erhöht wird.

"Nach eineinhalb Jahren erhält Gerstensaft endlich einen Zuwachs: 35 Wochenstunden, 1.500 Bruttobrutto, wieder begrenzt auf ein Jahr. Wir haben gute Freunde, aber wenn ich eine andere Stelle habe, bin ich weg. "Penny ist seit 1989 ebenfalls Teil der Rewe-Gruppe, die Absatzmärkte werden von der Gruppe gesteuert - und zwar zu festen Tarifen.

Vor allem die personelle Unterversorgung in den Niederlassungen und der Zwang der Bezirksleitung belasteten die mit uns sprechenden Mitabeiter. Jedem Pfennigmarkt wird je nach Absatz eine Anzahl von Stunden pro Kalenderwoche zugeteilt. Der Marktleiter muss die Anzahl der Stunden auf seine Angestellten verteilen. Auch Johanna Fischer war sechs Monate lang Niederlassungsleiterin bei der Firma Pennys.

"lch arbeite seit 60 Jahren als Filialleiter. Es werden jedoch nur die vertraglich vereinbarten 45 Arbeitsstunden erstattet. Die Problematik als Marktmanager: Entweder Sie machen mehr selbst, oder Sie lassen Ihre Angestellten mehr Arbeit, denn mit den Zeiten, die Ihnen Groschen auferlegt werden, ist es nicht möglich. Es gibt zu wenig Personal in den Absatzmärkten.

Seit mehr als 20 Jahren ist Silke Neustadt für Penny tätig. "Johanna Fischer sagt, dass Pennys Bezirksvorsteher von entscheidender Bedeutung sind. Sie werden nach dem Umsatzvolumen aufgeteilt, aber Sie müssen auch den Bereich führen und die Arbeiten mit etwas weniger Umsatzvolumen erledigen. In unserem Lager erhalten wir fünf Regalpaletten sowie vier Rollbehälter mit Tiefkühlware und zehn bis 15 Getränkepaletten.

Wir müssen das mit einer einzigen Arbeitskraft in vier Std. abpacken. Wir müssen die ganze Zeit durchhalten, sonst kriegen wir Probleme. Beispielsweise das Weihnachts-Setup, das zu Beginn dieser Handelswoche durchgeführt werden sollte. lch muss nicht bei Pennys sein. Derzeit geht der Verkauf auf Kosten der Mitarbeiter", sagt Jana Brauer. "Es soll nicht mehr von mir gekauft werden."

"Wir sollen ein angemessenes Honorar für unsere Arbeiten haben. Sie sind im Einzelhandel tätig und möchten mit uns über Beschwerden reden?

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