Tarifliche Ausbildungsvergütung Industriekaufmann

Lohnabhängige Ausbildungsvergütung für Industriekaufleute

Hier finden Sie rechtliche und sonstige Informationen zum Thema tarifliche Ausbildungsvergütungen. Für feste Tarife gelten die jeweiligen Tarife. Kollektiv vereinbarte Ausbildungsvergütung Verabredet ein Unternehmer eine Ausbildungsvergütung, die um mehr als 20 Prozentpunkte unter dem jeweiligen Kollektivvertrag liegt, ist die Ausbildungsvergütung nicht sachgerecht. Der Kollektivlohn tritt als rechtliche Konsequenz an die Stelle des zu geringen Entgelts. Dies entschied das Landarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern im Falle eines Pflegestudenten in einem Krankenhaus, der eine Entschädigung von 192,68 EUR im ersten, 305 EUR im zweiten und 427,02 EUR im dritten Lehrjahr erhalten hatte und diese als unangebracht erachtet.

Der Gerichtshof weist in seiner Begr³ndung darauf hin, dass eine Ausbildungsbeihilfe nicht angemessen ist, wenn sie nicht mehr als 80 % der in den entsprechenden Tarifvertr³gen vorgesehenen Verg³tung erreicht. Im vorliegenden Fall ist der Kollektivvertrag für den öffentlich-rechtlichen Dienst als relevant anzusehen. Relevant bedeutet, dass dieser Kollektivvertrag in der entsprechenden Gegend für die betreffende Gruppe von Auszubildenden als Gesundheits- und Pflegepersonal gilt.

Bei Abschluß von Lehrverträgen muß der Dienstgeber überprüfen, ob ein Kollektivvertrag vorliegt und daher die tarifliche Ausbildungsvergütung bezahlen. Ab wann ist ein Kollektivvertrag gültig? Der Kollektivvertrag kommt zur Geltung, wenn die Parteien des Ausbildungsvertrags an einen Kollektivvertrag gebunden sind. Eine Tarifverpflichtung gibt es in drei Fällen: Die Arbeitgeberin ist Mitglieder des Arbeitgeberverbandes und der Mitarbeiter (Auszubildende) ist Vertreterin der Arbeitnehmervertreterin (Gewerkschaft).

Der Kollektivvertrag wird vom Ministerium für Arbeit für allgemein verbindlich erklärt. Der Kollektivvertrag wird vom Ministerium für Arbeit unterzeichnet. Allgemein verbindliche TarifverträgeDer Unternehmer ist sich oft nicht einmal darüber im Klaren, dass er sich an diesen allgemein verbindlichen Kollektivvertrag hält, insbesondere bei allgemein verbindlichen Kollektivverträgen. Sie findet von Rechts wegen Anwendung. Darüber hinaus gibt es auch Websites der staatlichen Tarifregister, die weitere Angaben zu Kollektivverträgen, Ansprechpartnern, Anschriften, Tarifvertragsauszügen, etc. beinhalten.

Abweichende Regelungen zum Schaden des Arbeitnehmers/Auszubildenden sind nur möglich, wenn der Kollektivvertrag eine Öffnungsklausel hat. Dies ist gelegentlich bei "KMU-Klauseln" der Fall, bei denen die Unternehmensgröße aufgegriffen wird und bei Unternehmen mit bis zu x Mitarbeitern bestimmte prozentuelle Absenkungen zugelassen sind. Dabei können die Tarife von Tarif zu Tarif unterschiedlich sein, ebenso die zulässige Abweichungshöhe.

Besteht keine Opt-out-Klausel, sind keine Abwärtsabweichungen zulässig. Sind gleichwohl geringere Gehälter vereinbar und auch wirklich bezahlt, hat dies zur Folge, dass bei einer Prüfung durch die Länderversicherungsanstalt nachträglich bis zu vier Jahre, bei einer vorsätzlichen Nichteinhaltung des Tarifvertrags bis zu 30 Jahre zusätzliche Ansprüche geltend gemacht werden können. Beim Abschluß von Tarifverträgen zwischen nicht tariflich gebundenen Personen kommt für den Unternehmer oft die Fragestellung auf, ob von der tarifvertraglichen Entlohnung nach unten abzuweichen ist.

Gibt es keinen Kollektivvertrag und vor allem keinen allgemein verbindlichen Kollektivvertrag, kann bis zu 20 % vom jeweiligen Kollektivvertrag abgelenkt werden. Wir weisen darauf hin, dass diese Wahlmöglichkeit nur in Ausnahmefällen ohne festen Tarif vorkommt. ChecklisteMitglied des Arbeitgeberverbandes? Ist ein allgemeingültiger Kollektivvertrag gültig?

Falls kein Kollektivvertrag gilt: Beträgt die Differenz zur jeweiligen Ausbildungsvergütung maximal 20 vH?

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