Steuerrecht

Abgabenrecht

mw-headline" id="income-oriented_tax_system"> income-oriented_tax_system Eine Steuerregelung im steuerrechtlichen Sinn umfaßt die Summe aller Abgaben eines Landes. Eine Steuerregelung basiert auf Steuervariablen. Die beiden Variablen für die Steuerbelastung sind die Einkünfte und der Verbrauch. Als Mastermind der konsequenten Einkommensbesteuerung wird oft Georg Schanz[1] bezeichnet. Als Ertrag bezeichnete er " das Wachstum des Nettovermögens in monetären Einheiten über einen gegebenen Zeitraum ".

Der Ursprung oder die Quelle, der Realisierungszeitpunkt des Ertrags und ggf. die einmaligen Ertragszugänge (z.B. Erbschaft) erschienen unbedeutend. Damit weicht diese These von der auf Bernhard Fuisting[2] zurückgeführten Ursprungstheorie ab, wonach nur die wiederkehrenden Einnahmen als Einnahmen zu betrachten sind. Das SHS-System erlaubt eine konsequente Steuerpolitik, basiert aber nicht nur auf wirtschaftlichen Prinzipien.

Bei der Einkommensbesteuerung im SHS-System ist die Versteuerung aller Zugänge zum Nettovermögen für ein Jahr erforderlich. Die daraus entstehende Zinsbesteuerung, die den Verzicht auf den Konsum tatsächlich kompensiert, wäre jedoch eine "Strafe" für die Ersparnis. Dieses Impairment der Sparbeschlüsse bewirkt eine Reduzierung des Sparguthabens und damit auch der Mittel, die für Anlagen zur Verfügung gestellt werden.

Die Einsparungen in Gestalt von thesaurierten Erträgen wären auf Gesellschaftsebene zudem steuerbefreit und würden nur dann steuerpflichtig, wenn sie für den Verbrauch verwendet würden, was durch eine anzusetzende Ausschüttungsteuer gewährleistet wäre. Das österreichische Steuerrecht schreibt derzeit eine partiell zinsbereinigte Einkommensteuer vor, und zwar für die gesetzlichen und betrieblichen Altersversorgungen. Danach werden die Erträge zunächst vollumfänglich, d.h. auch der Zinsanteil, und der spätere Zinsertrag ist dann frei von Steuern.

Wirtschaftlich spielt es keine Rolle, welche dieser beiden Verfahren zum Einsatz kommt, da sie zu einem gleich großen Verbrauch führt. Einziger Vorteil ist, dass der Zeitpunkt der Besteuerung unterschiedlich ist. Bei einer Gegenüberstellung des verbrauchs- und ertragsorientierten Steuersystems lässt sich feststellen. Das angesammelte Vermögen generiert Gewinn und Zins.

Bei der traditionellen Einkommenssteuer handelt es sich um eine Doppelbesteuerung durch die Zusatzbesteuerung dieser Erträge und Zinserträge, die den Verzicht auf den Verbrauch für einen bestimmten Zeitraum oder bestimmte Zeiträume darstellt. Am Beispiel eines Mitarbeitersparens unten wird gezeigt, dass sowohl die Sparanpassung als auch die Zinsanpassung eines verbraucherorientierten Steuerwesens zu den selben Vermögenswerten geführt haben, die für den Verbrauch zur Verfügung stünden.

Durch die Doppelbesteuerung im klassischen Steuerwesen wäre das für den Verbrauch zur Verfügung stehende Kapital natürlich niedriger.

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