Rechtsgrundlagen Berufsausbildung

Gesetzliche Grundlagen für die Berufsausbildung

Eine Besonderheit des deutschen Bildungssystems ist die duale Berufsausbildung. Wesentliche rechtliche Grundlagen für die betriebliche Ausbildung. in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Gesetzliche Grundlagen und Aufgaben der dualen Berufsausbildung. Basisfragen und Rechtsgrundlagen der beruflichen Bildung.

Rechtliche Grundlagen der Schulung

Wichtigste Bestimmungen für Unternehmen und Praktikanten sind das Berufsausbildungsgesetz (BBiG) vom 23.03.2005 und das Jugendschutzgesetz (JArbSchG) vom 12.04.1976. an. Die rechtliche Basis für das Ausbildungsverhältniss zwischen Unternehmen und Lehrling stellt das Berufsausbildungsgesetz dar. Sie regeln die Rechte und Pflichten von Praktikanten und Trainern während ihrer Berufsausbildung.

Der Jugendschutz reglementiert die Erwerbstätigkeit und die Berufsausbildung von jungen Menschen, die zu Ausbildungsbeginn noch nicht das Volljährigkeitsalter erreicht haben. Eine Berufsausbildung in einem Ausbildungsbetrieb wird auf der Basis staatlicher Ausbildungsordnungen durchgeführt. Er definiert deutschlandweit bindend und vereinheitlicht, welche Kompetenzen zur Berufsausübung erworben werden sollen und spezifiziert die Prüfungsvoraussetzungen.

Auf dieser Basis kann jeder Trainingsbetrieb einen eigenen Trainingsrahmenplan aufstellen, der eine chronologische und faktische Struktur der Trainingsinhalte vorgibt. Darüber hinaus finden die allgemeinen arbeits- und gesellschaftsrechtlichen Regelungen - vor allem das Gesetz über den Mutterschutz, das Bundes-Elterngeld- und Elternurlaubsgesetz und das Urlaubsgesetz - auch auf Praktikanten Anwendung. Nach dem BBiG müssen die Lehrlinge mit ihnen einen Ausbildungsvertrag abschließen - noch vor Ausbildungsbeginn.

Das Vertragswerk legt die wechselseitigen Rechte und Verpflichtungen während der Schulung fest. Sie muss vom Praktikanten (wenn er Minderjähriger ist, auch von seinem gesetzlichen Vertreter) unterschrieben werden.

Rechtliche Grundlagen in der Berufsausbildung - IHK Pfalz

Für Jugendliche 5-Tage-Woche (§ 15 JArbSchG) oder 40-Stunden-Woche und 8-Stunden-Tag, max. 8 1/2 Stunden. 1+2 JArbSchG), wenn durch Kompensation an anderen Tagen innerhalb von 5 wochen die mittlere Arbeitszeit 8 Stunden ist; bei Schichtdauer (= Arbeitszeit + Pausen) 10 Stunden. des JArbSchG (§ 12 JArbSchG). Wenn möglich, sollten die beiden Wochenruhetage für Jugendliche nacheinander erfolgen (§ 15 JArbSchG).

Für Erwachsene beträgt die maximale Arbeitswoche 48 Stunden. Wenn der durchschnittliche Arbeitstag innerhalb eines halben Jahrs 8 Stunden nicht überschreitet ( 3 ArbZG), können tarifliche Ausnahmeregelungen ( 7 ArbZG): Tarifverträge 5 Tage vorsehen, die Arbeitszeiten können nach Vereinbarung auf 6 Tage umgelegt werden. Jugend ungestörte freie Zeit von 12 Std. nach § 13 JArbSchG.

Für Erwachsene ungestörte freie Zeit von 11 Std. um bis zu 2 Stunden reduziert werden wenn dies innerhalb eines Monates durch längere freie Zeit kompensiert wird. Täglicher Abschluss der Ausbildung für Jugendliche: Im Regelfall bis 20 Uhr ( 14. 1 JArbSchG), junge Menschen über 16 Jahre: in der Gastronomie bis 22 Uhr, im Mehrschichtbetrieb bis 22 Uhr ( 14. 2 JArbSchG), nach Voranmeldung bei der Aufsicht bis 23.30 Uhr, wenn dadurch überflüssige Standzeiten verhindert werden ( 14. 5 JArbSchG); aber: am Tag vor einem Berufsfachschultag (der vor 9 Uhr beginnt) nur bis 20 Uhr (§ 14. 4 JArbSchG).

Junge Menschen: mindestens nach 4 1/2 Stunden mindestens 30 Minuten, nach 6 Stunden mindestens 60 Minuten; nur eine Unterbrechung von mindestens 15 Minuten wird als Unterbrechung angesehen ( 11 JArbSchG); junge Menschen: mindestens 2 samstags pro Kalendermonat sollten kostenlos sein ( 16 JArbSchG), bei Samstagsarbeit muss ein Ersatztag an einem Werktag ohne Berufsschule der gleichen Kalenderwoche gewährt werden.

Im Falle einer Anstellung an einem Sonnabend von weniger als 8 Stunden die am Urlaubstag entfallende Zeit kann bis 13.00 Uhr erstattet werden. Jeden zweiten Tag müssen mindestens zwei Sonn- und Feiertage im Kalendermonat arbeitsfrei sein ( " 17. JArbSchG "), Ersatzruhetagsregelung wie bei Samstagen. Erwachsener: Mindestens 15 Tage im Jahr müssen kostenlos sein ( (? 1 ArbZG).

Bei Sonntagsbeschäftigung muss ein Ersatzaufenthalt an einem freien Tag der Berufsschule innerhalb einer Frist von 2 Wochen inklusive Arbeitstag gewährt werden. Junge Menschen: dürfen am Tag nach 14.00 Uhr, am 25.12. und 1.1. am Osterfeiertag und am 1.5. nicht mehr angestellt werden (§ 18 JArbSchG).

Bei einer Erwerbstätigkeit an einem arbeitsfreien Tag, der auf einen Arbeitstag entfällt, ist ein Ersatzurlaubstag an einem freien Tag der gleichen oder der darauffolgenden Arbeitswoche zu bewilligen. Erwachsener: Für die Erwerbstätigkeit an einem arbeitsfreien Tag muss innerhalb einer Frist von 8 Wochen (' 11. 3 ArbZG) ein Ersatzaufenthalt an einem arbeitsfreien Tag gewährt werden.

Für Jugendliche nur in Notsituationen, d.h. bei kurzfristigem Personalmangel, sofern keine adulten Mitarbeiter zur Stelle sind und die Betriebsabläufe sonst nicht mehr sichergestellt wären. Daraus resultierende Überstunden müssen innerhalb von 3 Wochen ausgeglichen werden ( 21. 1+2 JArbSchG). Für Jugendliche: nach JArbSchG, für Erwachsene: mindestens nach BUrlG oder MTV.

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