Rechte des Ausbildenden

Die Rechte des Auszubildenden

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Welches ist das Recht auf Bildung und Lernen? Der Praktikant hat die gleichen Pflichten wie der Praktikant. Der/die PraktikantIn muss sich die zur Erreichung des Ausbildungszieles erforderlichen Fähigkeiten, Wissen und Erfahrung aneignen (§ 13 BBiG). Damit ist aber auch ein Recht auf Bildung gemeint, d.h. die Verpflichtung des Praktikanten, dem Praktikanten die zur Erreichung des Ausbildungszieles erforderliche beruflich-fachliche Handlungskompetenz zu verleihen (§ 14 BBiG).

Er ist daher dazu angehalten, dem Praktikanten nur solche Tätigkeiten zu überlassen, die dem Zweck der Schulung entsprechen und seiner Körperkraft entsprechen (§ 14 Abs. 2 BBiG). Anweisungen zur Berufsausübung, die gegen die Grundsätze der Berufsausbildung verstoßen, sind nicht zulässig. Die Praktikanten sind daher nicht dazu gezwungen, Tätigkeiten auszuführen, die nicht im Rahmen ihrer Berufsausbildung anfallen.

Arbeit, die über die körperliche Belastbarkeit der Teilnehmer hinausgeht, wie z.B. Akkord- oder Fließbandarbeit, ist unterlassen. Andererseits sind Arbeitsanweisungen, die sich auf die Reinheit des eigenen Arbeitsumfeldes und die Betreuung der Objekte, mit denen die Praktikanten umzugehen haben, beziehen, sinnvoll. Dies darf unter keinen Umständen dazu führen, daß der Auftraggeber einen Reinigungsarbeiter rettet (vgl. OLG Frankfurt 30.03.1981, EzB § 99 BBiG Nr.1).

Darüber hinaus müssen die Praktikanten die Anweisungen befolgen, die ihnen von weisungsbefugten Stellen im Laufe ihrer beruflichen Bildung gegeben werden (§ 13 Nr. 3 BBiG). Die Praktikantin informiert den Praktikanten über die zur Weisungserteilung berechtigten Person. Aber nicht nur die innerbetriebliche Weiterbildung, sondern auch die Beteiligung am berufsbildenden Schulunterricht oder an externen Weiterbildungsmaßnahmen gehört zur Grundausbildung.

Er hat die Praktikanten für die Beteiligung am berufsbildenden Schulunterricht und an vorgegebenen Qualifizierungsmaßnahmen außerhalb des Ausbildungszentrums (z.B. in betrieblichen Lehrwerkstätten) freizugeben (§ 15 BBiG). Der Zeitraum dieses Urlaubs umfaßt die Unterweisung oder Ausbildung, einschließlich der Unterbrechungen, sowie die Entfernung zwischen dem Ausbildungszentrum oder dem externen Ausbildungszentrum und dem Ausbildungszentrum.

Von der Steuerbefreiung ausgenommen sind auch Berufsschulkurse, die außerhalb der Lehrzeit stattfinden und zur Ergänzung des Unterrichts erforderlich sind (z.B. Betriebsbesichtigungen). Darüber hinaus müssen die Praktikanten an Qualifizierungsmaßnahmen teilhaben, für die sie befreit sind (§ 13 Nr. 2 BBiG). Die Praktikantin/der Praktikant hat auch die Aufgabe, sich in der Berufsschule intensiv um den Erhalt der angebotenen Lernmaterialien zu kümmern.

Auch für die minderjährigen Schülerinnen und Schüler gibt es folgende Besonderheit: Bei mehr als fünf Unterrichtseinheiten von mind. 45 min. dürfen die Jugendlichen an diesem Tag nicht mehr erwerbstätig sein. Praktikanten müssen die so genannten "Berichtsbücher" in Ordnung halten und regelmässig vorweisen. Der Besitz von Schulungsnachweisen ist Voraussetzung für die Abschlußprüfung (§ 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG).

Bei allen neuen Ausbildungsverordnungen ist für die Ausbildung ein schriftlicher Ausbildungsnachweis erforderlich. Er hat dem Praktikanten vor Beginn der Ausbildung und zu einem späteren Zeitpunkt einen kostenlosen Ausbildungsnachweis zu erbringen und sein ordnungsgemäßes, schriftliches Verhalten durch Unterschrift zu überprüfen (§ 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG). Auch wenn die Praktikanten im wahrsten Sinn des Wortes keine Studenten mehr sind, müssen sie die in der Ausbildungsverordnung vorgesehenen Zwischen- und Abschlußprüfungen ablegen.

Er hat den Praktikanten von dieser Verpflichtung zu entbinden und nach Abschluss des Ausbildungsverhältnisses eine schriftliche Bescheinigung über Form, Umfang und Zielsetzung der berufsbildenden Maßnahme sowie über die vermittelten fachlichen Qualifikationen, Kompetenzen und Kompetenzen und, wenn gewünscht, auch über das Benehmen und die Leistungen zu erstellen. Das Recht auf ein Zertifikat verfällt jedoch 6 Monate nach Ende der Schulung.

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