Rechte Auszubildender über 18

Auszubildende über 18 Jahre

Selbst für Auszubildende über 18 Jahre muss die Arbeitszeit durch vorab festgelegte Pausen unterbrochen werden. Das Stimmrecht hat der Auszubildende. Ein Auszubildender über 18 Jahre darf aber auch nur bedingt Überstunden machen. Sind diese Warnhinweise überhaupt legal und wie soll ich vorgehen? Das JArbSchG gilt für Auszubildende unter 18 Jahren.

Fünftagewoche für die Jugend

Ob Sie an Samstagen und Sonntagen als Lehrling arbeiten dürfen, richtet sich nicht zuletzt nach Ihrem Alter. Bei jungen Auszubildenden gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz, bei älteren gilt das "normale" Zeitarbeitsgesetz. Wochenendarbeiten im Baustoffhandel: Samstag normal, Sonntag nicht erlaubt. Denn Auszubildende dürfen nicht nur von den anwendbaren Betriebs- oder Tarifverträgen befreit werden.

Auf Auszubildende unter 18 Jahren findet das Jugendschutzgesetz (JArbSchG) Anwendung. Obwohl 16 und 17 der §§ 17 ArbSchG zunächst vorsehen, dass junge Menschen an Samstagen und Sonntagen nicht erwerbstätig sein dürfen, gibt es eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen. Ist ein Fachhändler an Samstagen offen, kann er an diesen Tagen auch Auszubildende unter 18 Jahren einstellen. Deshalb müssen junge Menschen, wenn sie an Samstagen erwerbstätig sind, "einen weiteren freien Tag von der Berufsschule in der gleichen Woche" kostenlos bekommen (§16 JArbSchG).

Was ist mit dem Berufsverbot für junge Leute am Sonntagabend? Doch - aber weit weniger als am Sonnabend. Allerdings müssen (!) wenigstens zwei Sonn- und Feiertage im Monat arbeitslos sein (!) (§17 JArbSchG). Im §17 JArbSchG sind noch weitere Ausnahmeregelungen für das Sonntagsarbeitsverbot von Jugendlichen aufgeführt, aber das breite Spektrum der "offenen Verkaufsstellen" nicht dazugehörig.

Einzelhandelsunternehmen dürfen daher keine Auszubildenden unter 18 Jahren an Sonntagen einstellen - auch nicht im Baustoffhandel! Allerdings wird sich dieses Fahrverbot kaum auf die Industrie auswirken, da die Baustoffhändler sowieso nicht an Sonntagen aufmachen. Für Auszubildende über 18 Jahre gelten die allgemeinen Regelungen des Arbeitsstundengesetzes (ArbZG). Für Auszubildende gibt es daher keine eigenen Arbeitszeitregelungen - sie werden wie alle anderen erwachsenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachtet.

Eine grundsätzliche Sperre der Samstagsarbeit - wie es bei jungen Menschen der Fall ist - ist für die Erwachsenen nicht geplant. Ausgewachsene Mitarbeiter können prinzipiell auch samstags angestellt werden, sofern dies nicht gegen die geltenden Betriebs- oder Tarifvereinbarungen verstösst. Bezüglich der sonntäglichen Arbeit besagt 9 ArbZG: "Mitarbeiter dürfen an Sonn- und Feiertagen von 0.00 bis 24.00 Uhr nicht angestellt sein".

In vielen Gebieten ist, wie jeder aus dem täglichen Leben kennt, Sonntagsarbeit erlaubt: Die Bandbreite erstreckt sich von der Bäckerei, über die Tankstelle, Bahnhöfe, Flugplätze, Restaurants und Kino, Freizeit-, Erholungs- und Unterhaltungseinrichtungen, Museums-, Musik- und Theatervorstellungen, Fachmessen und Märkten bis hin zu Notfall- und Rettungsdienst. Jeder, der in solchen Gebieten am Sonntag tätig ist, hat natürlich das Recht auf einen alternativen Ruhetag.

Weil Baumaterialien nicht an Plätzen wie z. B. Bahnstationen oder Flugplätzen verkauft werden, kann man generell davon ausgehen, dass der Baustoffhandel an Sonntagen sowieso nicht funktioniert. Neben besonderen Anlässen wie Tagen der Offenen Türe oder Firmenjubiläen müssen sich Auszubildende im Erwachsenenalter nicht um eine Anstellung am Sonntagabend kümmern. Hinweis: Der vorliegende Artikel ist kein Rechtsbeistand und kann die Rechtsbeistand im konkreten Fall nicht ersetzten!

Es ist unser Bestreben, stets rechtssichere Produkte zu liefern. Deshalb können wir für die gegenwärtige oder künftige Genauigkeit nicht garantieren. In Zweifelsfällen wenden Sie sich an eine rechtssichere Instanz (z.B. Anwälte, Gewerkschaft, Handelskammer etc.).

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