Privatschule

privat schulen

Private Schulen: Erziehungsberechtigte senden Schüler auf öffentliche Schule zurück. Private Schulen haben viel zu bieten: Spaetestens gegen Ende der Primarschule fragen sich die Erwachsenen wieder, wie gut ihr Baby wirklich in eine Privatschule paßt. Einige senden ihre eigenen Schulkinder zurück ins Staatssystem. "Mila Schmidt*, deren Sohn eine Privatgrundschule in Berlin hat. "Aber wir wünschten uns eine grössere Schulklasse für unsere Töchter für das Gymnasium - damit sie die Möglichkeit haben würde, einen grösseren Kreis von Freunden zu haben".

"Ihr Töchterchen hatte viele neue Freundschaften auf dem staatlichen Lyzeum geschlossen und ihr gesellschaftliches Umfeld war viel vielfältiger geworden. Für Nelly Franke* ist es auch von großem Nutzen, dass die Schulklassen im staatlichen Realgymnasium grösser sind und es mehrere parallele Schulklassen gibt. Für einige werden diese " geschlossenen Gesellschaften " jedoch langfristig zu viel; sie möchten wieder eine größere gesellschaftliche Referenzgruppe für ihre Schüler, vor allem nach dem Ende der Grundschule.

Mit Besorgnis stellen andere fest, dass sich vor allem in privaten Schulen die Schulkinder der höheren Klassen mehr und mehr gegenüberstehen. Das wollte Max Leiser* verhindern und schrieb sein eigenes Schulkind in ein öffentliches Abitur ein. "Unsere Tocher mussten wir in eine Umgebung zurückbringen, in der sie diesem Materialdruck nicht so sehr unterworfen ist.

"Private Schüler mögen Hochbegabte? Aus der Perspektive einiger Elternvertreter ist die Privatschule gleich der Elite-Schule, diese Berechnung funktioniert nach dem Ende der Grundschule nicht mehr. So ist Mila Schmidt davon ueberzeugt, dass ihre Tocher auf dem oeffentlichen Schulhof mehr verlangt wird. "Möglicherweise wäre es für unsere Tocher leichter gewesen, eine der besten Schülerinnen in einer kleinen Privatstunde zu sein.

Wir fühlten jedoch, dass eine höhere Leistungsstufe für unsere Töchter eine größere Herausforderung darstellen würde. "Die öffentlichen und privaten Hochschulen selektieren die Studenten nach verschiedenen Gesichtspunkten. So können zum Beispiel im reichen Berlin-Prenzlauer Berg die begehrten staatlichen Oberschulen nach Durchschnittsnote, Auswahlprüfung oder Fachkompetenz zumindest 60 Prozent der Anfänger auswählen.

In vielen privaten Schulen wird das Potential eines Studenten beim Eintritt in die High School bewertet. Vor allem leistungsorientierte Erziehungsberechtigte mögen das aber oft gar nicht. Er muss begreifen, dass es sehr viel mächtigere und mächtigere Menschen gibt", sagt Susanne Gerster*. Bei den anderen Erziehungsberechtigten überwiegt jedoch nach wie vor der Vorteil der Privatschule. Fast zehn Prozentpunkte aller Studenten haben eine Privatschule besucht.

Noch stärker ist in Berlin der Hang zur Privatschule. Die Tatsache, dass die Jugendlichen beim Eintritt in das Abitur immer noch in die öffentliche Hand gehen, ist nicht zuletzt auch auf das finanzielle Engagement zurückzuführen. An gewinnorientierten privaten Schulen gibt es natürlich solche Studenten, die gewillt und in der Lage sind, viel für die Ausbildung ausgeben. Erwerbslose sind hier nicht zu finden, auch allein erziehende Frauen sind die Ausnahmen.

Tatsächlich ist diese Vorgehensweise nicht verfassungskonform, denn in Deutschland dürfen Schulklassen nach Art. 7 GG "einen besonderen Status der Kinder nach dem Eigentum ihrer Eltern" nicht vorantreiben. Besonders schlecht ist für Michael Wrase vom WZB die Lage in der Hauptstadt: "An einigen privaten Hochschulen in Berlin beginnen die Schulgebühren auf dem niedrigsten Niveau bei rund 200 EUR.

Niedrigverdiener und solche von staatlicher Hilfe abhängigen Angehörigen sollten jedoch vollständig ausgenommen werden. Sogar die Mittelstandseltern sind in einigen Fällen kaum in der Lage, die in der Schule wieder ansteigenden Schulgebühren zu erstatten. Auch über das Geld freut sich Franks Sohn: "Ich bin ehrlich, ich war sehr froh, die sechs Jahre an der Privatschule sind wirtschaftlich keine Kleinigkeit.

"Das Fächerspektrum motiviert auch nach dem Ende der Grundschule dazu, sich von gewinnorientierten Schulen abzuwenden. In vielen Privatgymnasien gibt es aufgrund ihrer Grösse nur eine begrenzte Auswahl an Fächern. "Unsere Privatschule war mir schlicht zu eng. Ruhiger war besorgt über das Angebot der Oberstufe, das seine Tocher an der Privatschule hatte.

Klassen oder Kurse von drei bis vier Studenten sind es nicht wert. "Ungeachtet der Kosten-Nutzen-Rechnung der Eltern können die Differenzen zum staatlichen Schulsystem am Ende nicht so groß sein. Ob ein Schüler den Schritt ins Abitur macht, ist schließlich nicht nur eine Sache der Leistungsfähigkeit in Deutschland.

Mehr zum Thema