Offene Lehrstellen für 2015

Freie Ausbildungsplätze für 2015

Alle Ausbildungsberufe von A-Z; I; Industriekauffrau/-mann. ab. können nicht alle offenen Ausbildungsberufe mit einer geeigneten Ausbildung abdecken.

Erscheinungsdatum 27.06.2015 | Lesezeit: 5 Minuten.

Zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten im Kanton Sankt Gallerland

Mehr als 94% derjenigen, die im Juni die Grundschule verlassen haben, hatten Ende Mai eine Folgelösung vorzufinden. Dies entspricht im mehrjährigen Vergleich dem Vorjahreshoch von 74,1 Prozentpunkten der Übergangsquote in die Berufsausbildung. Zu den 284 jungen Menschen ohne Nachfolgelösung kamen zum Bilanzstichtag 1299 freie Ausbildungsstellen in über 150 Berufslehre.

Das Berufsbildungsamt des Kanton St.Gallen befragt jedes Jahr Ende Mai Schulabgängerinnen und Schulabgänger. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der Jugendlichen um 138 zurückgegangen. Sie ist seit 2008 demographisch bedingt um 1442 junge Menschen oder rund 22% zurückgegangen. Zum Bilanzstichtag hatten 4852 junge Menschen oder 94,5 Prozentpunkte eine Nachfolgelösung vorgefunden (Vorjahr 5023 Menschen, 95,2 Prozent).

Der Schulbesuch von jungen Menschen ist um 0,8 Prozentpunkte zurückgegangen und im Mehrjahresdurchschnitt. Auch in diesem Jahr ist der Ausbildungsbeginn sehr hoch. Zwischen 2008 und 2014 stieg er stetig von 67,9 auf 74,3 Prozent an und näherte sich in diesem Jahr mit 74,1 % dem Höchststand des Vorjahres.

Nichtsdestotrotz gibt es aufgrund des demographischen Wandels 115 junge Menschen weniger als im Jahr zuvor, die eine Ausbildung aufnehmen werden. Es werden 552 junge Menschen auf eine Übergangslösung umsteigen (staatliches Brücken-Angebot, Privatlösung wie z. B. Sprachaufenthalt, Schule oder Praktikum). Das ist nahezu die gleiche Zahl wie im Jahr zuvor (549 Personen). Diese Quote bleibt mit 10,7 Prozentpunkten (Vorjahr 10,4 Prozent) deutlich unter dem langjährigen Mittelwert.

Die Quote der jungen Menschen, die in den Arbeitsmarkt eintreten oder das Land verlassen, ist mit 1,1 Prozentpunkten erneut gering (Vorjahr 1,2 Prozent). Auffallend ist der Auslandsanteil der jungen Menschen ohne Nachfolgelösung mit 12,4 Prozentpunkten (Vorjahr 11,8 Prozent), d.h. nahezu vier Mal so hoch wie bei jungen Menschen mit schweizerischer Staatsangehörigkeit (3,3 Prozentpunkte, Vj. 2,7).

1.260 Menschen oder 24,5 Prozentpunkte (Vorjahr 1178 Menschen oder 22,3 Prozent) aller versicherten jungen Menschen sind Ausländer. Unter allen jungen Menschen ohne Nachfolgelösung sind 54,9 Prozentpunkte (Vorjahr 55,4 Prozentpunkte) ausländische Staatsangehörige. Dies zeigt, dass Frauen weniger wahrscheinlich in die Berufsausbildung wechseln als Männer (Frauen 68,3 Prozentpunkte, Männer 80,1 Prozentpunkte; Vorjahreswert 67,5 bzw. 81,7 Prozent).

Dagegen ist der Prozentsatz der jungen Menschen, die eine Sekundarschule besuchen, bei Frauen deutlich größer als bei Männern (Frauen 10,4 und Männer 6,5 Prozentpunkte; Vj. 11,2 bzw. 7,3 Prozent). Bei den jungen Menschen, die eine Übergangslösung fordern, ist der Abstand noch größer (Frauen 14,7 Prozentpunkte, Männer 6,6 Prozentpunkte; Vorjahreswerte 14,7 Prozentpunkte bzw. 5,8 Prozentpunkte).

Durch die Bewertung der Befragung im mehrjährigen Vergleich wird der Tendenz Rechnung getragen, dass es für die Ausbildungsbetriebe offenbar immer schwerer wird, alle Ausbildungsplätze in der gewünschten Form zu belegen. Auffällig ist, dass die 284 jungen Menschen (Vorjahr 251) ohne Nachfolgelösung einen Überschuss von 1299 (Vorjahr 1097) freien Ausbildungsplätzen haben. Auffallend ist auch, dass die Ausbildungsplätze auf 155 Ausbildungsberufe verteilt sind und immer häufiger auch Ausbildungsberufe treffen, die zwar auf der Liste der Jugendpräferenzen stehen, aber als anspruchsvolle Ausbildungsberufe angesehen werden.

Aus der umfangreichen Übersicht der offenen Ausbildungsplätze geht hervor, dass es für junge Menschen, die noch auf der Suche nach einer Nachfolgelösung sind, bis zum Ausbildungsbeginn im Monat September noch gute Aussichten gibt. Nicht nur das Abstimmungsverhalten der jungen Menschen entscheidet über die "Hitliste" der 20 von den Schulabsolventen am meisten ausgewählten Ausbildungsberufe, sondern auch die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Struktur nur geringfügig verändert, die Rangfolge der sechs besten Plätze bleibt unverändert. Hinsichtlich der Anzahl der Ausbildungsplätze gibt es jedoch erhebliche Unterschiede gegenüber dem Jahr zuvor in den Einzelberufen.

Mehr zum Thema