Kindergeldanspruch Masterstudium

Anspruch auf Kindergeld Masterstudiengang

Kindgeld: Master-Abschluss kann Teil der Einarbeitung sein In Mainz (dpa/tmn) - Nach dem Ende der ersten Schulzeit gibt es kein Zuschuß. Beispielstudium: Der Bachelor-Studiengang ist, wenn ihm keine Berufsausbildung vorausgegangen ist, eine Einarbeitung. Das anschließende Masterstudium kann aber auch Teil der Einarbeitung sein. Vorraussetzung: Der Master-Studiengang ist zeitliche und inhaltliche Abstimmung mit dem bisherigen Bachelor-Studiengang und erst dann kann das berufliche Ziel erreicht werden.

Im vorliegenden Falle, von dem die Kammer der Steuerberater Rheinland-Pfalz berichtete, kann das Erziehungsgeld bis zum Alter von 25 Jahren ausgezahlt werden, klärte der BFH in München (Az.: VI R 9/15).

Wie war die Situation?

Der Master-Studiengang nach dem Bachelor-Abschluss bedeutet nicht, dass der Kindergeldanspruch nicht erlischt. Das BFH hat klargestellt, dass die Zahlung des Kindergeldes auch dann erforderlich ist, wenn der Zeitpunkt und die Inhalte des Masterstudiums mit der Bachelor-Phase übereinstimmen. Hier lehnte die Stiftung das Erziehungsgeld ab, weil ein Schüler 21,5 Wochenstunden als studentischer Mitarbeiter gearbeitet hat.

Mit seinem Bachelor-Abschluss hatte er seine Ausbildung beendet und arbeitete mehr als zugelassen. Grundsätzlich gilt das Erziehungsgeld nicht, wenn Studierende mehr als 20 Arbeitsstunden in Teilzeit beschäftigt sind. Die BFH wies jedoch darauf hin, dass es keine Rolle spielt, ob sich der Schüler noch in der Grundausbildung aufhält.

Der Master-Studiengang, der sich direkt an den Bachelor-Studiengang anlehnt, ist nach wie vor Teil der Grundausbildung und Teil einer gemeinsamen Einarbeitungsphase. Die Ausbildung beinhaltet natürlich auch die Einarbeitung. Vor allem postgraduale oder ergänzende Studien werden angerechnet, wenn sie zu einer weiteren Berufsqualifikation führen und mit einer Abschlussprüfung abschließen. Die Promotionsphase wird ebenfalls als Teil des Studiums und damit der Grundausbildung gezählt.

Schlussfolgerung: Es gibt keinen Anlass, einen Master-Abschluss nicht in die Ausbildung aufzunehmen. Bekanntlich ist ein reiner Bachelor-Studiengang kaum eine Basis für den Einstieg ins Berufsleben. Denn ohne einen Master-Abschluss sind die Aussichten auf dem Stellenmarkt schlecht. Die Studierenden sind nach Möglichkeit auf einen Master-Abschluss angewiesen. 2. Eine Bestrafung für ihr Bekenntnis durch Streichung des Anspruchs auf Kindergeld würde dem System zuwiderlaufen.

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