Kindergeld wird mehr

Das Kindergeld wird erhöht

Aufpreis und Steuervorteil: Kindergeld und mehr: Der Staat hilft Familien mit Kindern. Erleichterung: Ab 2019 können mehrere hundert Euros eingespart werden. Erhöhtes Kindergeld und höheres Kindergeld - Bundesminister Olaf Scholz will die Belastung der Familie in den Jahren 2019 und 2020 um 10 Mill. Dies könnte bei zwei Kinder und einem jährlichen Verdienst von 60.000 EUR ab 2019 mehrere hundert EUR betragen.

In Deutschland sollen die Angehoerigen ab dem kommenden Jahr um rund 9,8 Mrd. EUR erleichtert werden. Das Maßnahmenpaket beinhaltet eine Erhöhung des Kindergeldes um 10 EUR pro Monat beginnend mit dem 1. Januar 2019, eine Erhöhung des Grundfreibetrags, ein höheres Kindergeld und eine Erleichterung für mittlere und niedrige Einkünfte in der so genannten Kälteprogression, so die Regierung am Montagabend.

Ein Familienbetrieb mit zwei Arbeitnehmern und einem Jahresbruttogehalt von 60.000 EUR würde im nächsten Jahr um 9,36 % erleichtert, was 251 EUR an Kosten ausmacht. Mit einem Bruttoeinkommen von 120.000 EUR beträgt die Erleichterung 380 EUR pro Jahr (1,8 % gegenüber 2018). Bis 2022 werden nach neuesten Schätzungen für die Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen 63,3 Mrd. EUR an zusätzlichen Steuereinnahmen erhofft.

Demnach soll die "kalte Progression" im nächsten Jahr um 2,2 Mrd. EUR und im Jahr 2020 um 2,1 Mrd. EUR reduziert werden - diese Beträge sind in der gesamten Entlastung von fast zehn Mrd. EUR ab 2019 enthalten. Aufgrund der Lohnstruktur bei der Einkommenssteuer bezahlt er dann unverhältnismäßig mehr an die Steuerbehörden - sozusagen eine kriechende Aufstockung.

Für die Berechnung der Reliefs geht die Bundesregierung von einer Teuerungsrate von 1,84 und 1,95 Prozentpunkten aus. Die Grundfreibeträge für jeden Steuerpflichtigen sollen von 9000 auf 9168 EUR (2019) bzw. 9408 EUR (2020) erhöht werden. Auch das Kindergeld stieg von 7428 auf 7620 EUR (2019) und auf 7812 EUR (2020).

Der Koalitionsvertrag sieht eine Anhebung des Kindergeldes um 25 EUR pro Person und Jahr bis 2021 vor; die zweite Anhebung um 15 EUR ist für Jänner 2021 vorgesehen.

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