Kindergeld nach Beendigung der Ausbildung

Erziehungsgeld nach Abschluss der Ausbildung

bis zum letzten Monat der vorgeschriebenen Ausbildungszeit. Anspruch auf Kindergeld und Ende der Ausbildung Die Ausbildung schließt in der Regel mit der Verkündung des Abschlussprüfungsergebnisses und damit auch des Anspruchs auf Kindergeld ab. Das Berufsausbildungsgesetz (BBiG) findet auf viele innerbetriebliche Ausbildungsgänge Anwendung. Danach ist die Ausbildung mit der Veröffentlichung des Examensabschlusses beendet. Weil der Abschluss der Abschlussprüfung in der Regel einige wenige Wochen vor dem Ende der Ausbildung erfolgt, wird die Ausbildung oft früher als im Lehrvertrag vereinbar.

Konsequenz: Der Anspruch auf Kindergeld verfällt nach dem Tag der Mitteilung des zuletzt erzielten Ergebnisses. Bei einigen Schulungen findet das BAföG jedoch keine Anwendung. Nach nationalem Recht gibt es eigene Rechtsvorschriften oder Rechtsverordnungen, z.B. für die Ausbildung in der Pflege, Geriatrie, Hebamme/Krankenschwester. Selbst wenn die Teilnehmer die Prüfung vor dem letzen Ausbildungsmonat ablegen, absolvieren sie diese nicht vor Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildung.

Das Bundesfinanzhof hat mit Beschluss vom 13. Oktober 2017 über das Kindergeldanspruch einer künftigen staatlichen Heilpädagogin entschieden. Rechtsgrundlage dafür war die Heilpädagogikverordnung, die eine 3-jährige Ausbildung vorgibt. Der Absolvent erhält die Ergebnisse vor dem vergangenen Monat der Ausbildung. Ab dem folgenden Monat wurde das Kindergeld von der Familie nicht mehr gewährt, obwohl die Ausbildungsvergütung bis zum vertragsgemäßen Ende der Ausbildung und der Berufstitel nicht mehr verwendet werden konnte.

In diesem Fall haben die Erziehungsberechtigten auch nach Bestehen der Abschlußprüfung Anspruch auf Kindergeld bis zum Ablauf des Vormonats.

Das Kindergeld für eine abschließende Prüfung vor Ende der Ausbildung

Berufliche Bildung ist jede ernsthafte Berufsvorbereitung; sie fängt mit dem Beginn der ersten berufsbezogenen Ausbildungsmaßnahme an und hört auf, wenn das Kind ein Ausbildungsniveau erlangt hat, das es in die Lage versetzt, den gewünschten Ausbildungsberuf auszuüben. Sachverhalt: Der Kläger beantragte Kindergeld für seine Tochter, deren Ausbildung nach dem Schul- und Praxisvertrag am 31. August 2015 beendet wurde und für die das Berufsbildungsgesetz nicht gilt.

Ausschlaggebend für die Ausbildung ist das entsprechende Schulgesetz des Landes. Am 20. Juli 2015 hat die Tochtergesellschaft die staatliche Prüfung bestanden. Das Ende der Ausbildung bestätigte die Hochschule am 31. 8. 2015 Die Tochtergesellschaft hat noch im 8. 8. 2015 eine Ausbildungsvergütung erhalten. Das Ausbildungszertifikat bescheinigt die Ausbildung vom 1.9. 2012 bis 31.8. 2015. Die Tochter ist mit der Bescheinigung des Landes Baden-Württemberg vom 21.9.2015 berechtigt, ab dem 1.9.2015 die Berufsbezeichnung "staatlich anerkannte Krankenschwester" zu führen.

Der Angeklagte hat die Festsetzung des Kindergeldes ab dem 1. Juli 2015 zurückgezogen und das Kindergeld für diesen Zeitraum gefordert, da die Ausbildung mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, spätestens mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, beendet war. Der Kläger hat Anspruch auf Kindergeld für seine Tochter für den Zeitraum vom 1. Januar 2015. Es fängt mit dem eigentlichen Beginn der ersten berufsspezifischen Ausbildungsmaßnahme an und hört auf, wenn das Kind ein Ausbildungsniveau erlangt hat, das es in die Lage versetzt, den gewünschten Beruf auszuüben.

Der Ausbildungsvertrag der Tochter und die staatliche Ausbildungsverordnung für Heilpädagogische Krankenschwestern sehen jedoch eine dreijährige Fachschulausbildung vor. Dementsprechend bestätigte die Hochschule erst Ende August 2015 das Ende der Ausbildung. Infolgedessen erhielt die Tochtergesellschaft im Juli 2015 ein Praktikum und eine Ausbildungsvergütung.

Darüber hinaus wurde die Tochtergesellschaft erst zum 1. September 2015 zur Führung ihrer Berufsbezeichnung ermächtigt. Auch die Festsetzung des Kindergeldes für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 entspricht dem Ziel der Verordnung. Das Kindergeld soll der Verringerung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Erziehungsberechtigten während der Ausbildungszeit des Kindes Rechnung tragen.

Die Tochtergesellschaft erhielt noch eine Ausbildungsvergütung für August 2015. Nicht nachvollziehbar ist auch, warum nach den für den beklagten Familienfonds geltenden internen Weisungen bestimmte Ausbildungsgänge auf der gesetzlichen Ausbildungsdauer beruhen müssen, dies aber im Streitfall trotz vergleichbarer Umstände nicht gelten soll.

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