Kindergeld in zweiter Ausbildung

Das Kindergeld in der zweiten Ausbildung

Sie bekommen Kindergeld. Das habe ich auch in der Bekanntschaft gesehen. Berufliche Bildung: Verschiedene Schulungen = Einheitliches Grundlagentraining Zahlreiche Schüler absolvieren mehrere Ausbildungsgänge, bevor sie ihr berufliches Ziel erreichen, z.B. Bankausbildung und anschliessendes Lernen, Handwerkslehre und anschliessende Fachschule oder Fachmittelschule, Handwerkslehre und Fachmittelschule.

Die erste Berufsausbildung (Lehre) gilt nach derzeitigem Recht als Grundausbildung und das folgende Fachstudium als weiterführende Ausbildung. Der Aufwand für die Grundausbildung ist als Sonderaufwand (wenn außerhalb eines Ausbildungsverhältnisses) und als einkommensbezogene Ausgaben für die Weiterbildung unbeschränkt abzugsfähig.

Die Sekundarstufe hat nur dann Anrecht auf Kindergeld, wenn es keine Erwerbsarbeit oder weniger als 20 Stunden pro Woche gibt. Im Jahr 2014 entschied der BFH, dass die Ausbildung im Dualen System eine gleichwertige Grundausbildung ist, auch wenn die Praxisausbildung (Lehre) früher als das Bachelorstudium abgeschlossen wird.

Für den Anspruch auf Kindergeld ist es als Grundbildung unbedenklich, wenn das betreffende Mitglied mehr als 20 Stunden pro Woche nach Beendigung seiner Ausbildung erwerbstätig ist (BFH-Urteil vom 3.7. 2014, III R 52/13). Gegenwärtig hat der BFH das Konzept der beruflichen Grundbildung noch einmal ausgeweitet und das Konzept der "mehrstufigen Berufsausbildung" geprägt: Mehrere Bildungsmaßnahmen sind Teil einer gemeinsamen Grundbildung, wenn sie in zeitlicher und inhaltlicher Hinsicht so koordiniert sind, dass die Ausbildung nach dem ersten Bildungsabschluss fortgeführt wird und das von den Erziehungsberechtigten und dem Nachwuchs definierte Berufsbildungsziel nur durch die Weiterqualifizierung erzielbar ist.

D. h.: Auch nach der ersten beruflichen Qualifikation hat das Kind nach wie vor Anrecht auf Kindergeld oder Steuerfreibetrag, auch wenn das betreffende Mitglied während Weiterbildungsmaßnahmen, Warte- und Übergangsfristen mehr als 20 Stunden pro Woche beschäftigt ist (BFH-Urteil vom 15. April 2015, V R 27/14). Die " Beendigung der beruflichen Erstausbildung " muss nicht mit dem ersten (objektiv) fachlich qualifizierten Bildungsabschluss abgeschlossen werden, z.B. in einer öffentlich-rechtlichen Ausbildung.

Inwieweit die erste (objektiv) berufliche Qualifikation in einer öffentlich-rechtlichen reglementierten Ausbildung eine "Erstausbildung" ist oder ob bei einer mehrstufigen Ausbildung auch eine Folgequalifikation ein Teil der Grundausbildung sein kann, hängt davon ab, ob die erste Qualifikation ein integraler Teil einer gleichwertigen Ausbildung ist. Zeigt sich, dass das betreffende Schulkind die für das angestrebte berufliche Ziel notwendige Ausbildung nicht bereits mit dem ersten Grad abgeschlossen hat, kann die Weiterbildung auch als Teil der Grundausbildung qualifiziert werden.

Entscheidend ist dabei, ob die Ausbildungsphasen eng miteinander verbunden sind (z.B. gleicher Berufszweig, gleicher Fachbereich) und ob sie in einem engeren Zeitkontext stattfinden. Hans-Joachim absolviert im Januar 2012 eine Ausbildung zum Elektrotechniker (Lehre) und beworben sich umgehend um einen Studienplatz an der Technischen Hochschule. Die Teilnahme an dieser Hochschule ist Grundvoraussetzung für ein Fachhochschulstudium.

Sein Ziel ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium als Elektroniker oder Elektroniker. Die Übergangszeit wird als Wartefrist für einen Lehrplatz angesehen und ist auch für Kindergeld geeignet. Er wird im Herbst 2013 sein Hochschulstudium an der Hochschule beginnen. Der Familienfonds lehnt das Kindergeld für die Wartefrist wegen Erwerbsarbeit ab. Die BFH versteht hier eine "multiple Berufsausbildung" (Lehre - Berufsschule - Fachhochschule), die gesamthaft eine gleichmäßige Grundausbildung ist.

Die erste Berufsausbildung, die zu einer Ausbildung führt, ist noch keine Einarbeitung. Alle anderen Trainingsmaßnahmen sind Teil eines ganzheitlichen Trainingsprogramms. Durch die " Grundbildung " ist es egal, ob das Kinde während einer Ausbildungsmassnahme oder während der Wartefrist auf eine Fachhochschule Anspruch auf Kindergeld hat, wenn es mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

Damit ist der Kindergeldanspruch für die ganze Studiendauer unbegrenzt. Es ist für die Erziehungsberechtigten von Vorteil, dass die berufliche Ausbildung so lange wie möglich als Grundausbildung betrachtet wird. Der Grund: Das Kindergeld oder Steuerfreibetrag steht demnach unabhängig davon zu, ob das betreffende Mitglied während dieses Zeitraums mehr als 20 Stunden pro Woche erwerbstätig ist - einschließlich der Wartefrist für einen Lehrplatz und der Übergangsfrist von bis zu vier Monaten ( 32 Abs. 4 S. 2 EStG).

Werden auch die nachfolgenden Studiengänge als Grundausbildung bewertet, so sind die Kosten für die Ausbildung bisher nur bis zu sechs beschränkt, ein Bachelor-Studium gilt als Grundstudium und ein anschließendes Master-Studium als Nebenstudien. Im zweiten Studiengang sind die Studiengebühren als einkommensbezogene Kosten abzugsfähig. Das Kindergeld wird nur gewährt, wenn Sie nicht oder weniger als 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Laut dem neuen Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BFH) handelt es sich voraussichtlich um eine gleichmäßige Einarbeitung. Stichworte: Berufsbildung, Entscheidung des BFH, Bundesfinanzgericht, Bundesministerium der Finanzen, Grundausbildung, erster Abschluss, Finanzwesen, Kind, Kindergeld, Einkommensteuererklärung, Studierende, Studium, Beurteilung, Schadensfeststellung.

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