Jurist

Rechtswissenschaftler

Der Großteil der Anwälte wählt einen der klassischen Rechtsberufe für seinen Karriereweg. Der Job als Rechtsanwalt sollte jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie finden hier alle Informationen über Ausbildung, Studium, Bewerbung, Gehalt, Perspektiven und Jobs der Anwälte.

mw-headline" id="Deutschland">Deutschland[Edit | | | | Quellcode bearbeiten]>

Für Giuseppe Arcimboldos Bild sehen Sie The Lawyer. Rechtsanwälte (aus dem Lateinischen "the rights"; singular ius) sind Wissenschaftler, die ihr Jurastudium mit einer Abschlussprüfung bestanden haben, sowie diejenigen, die einen Abschluss in Rechtswissenschaften erworben haben (z.B. LL.B., Lic. iur. oder LL.M.).

Das Studium der Rechtswissenschaften wird in Deutschland mit dem Ersten Staatsexamen beendet. Darüber hinaus gibt es Studienordnungen, die nach Abschluss des regulären Jurastudiums und der ersten Rechtsprüfung einen akademischen Grad (z.B. Diplom-Jurist, Diplom-Jurist ) erteilen. Nach bestandener zweiter juristischer Staatsprüfung, die nach dem Rechtsreferendariat stattfindet und mit der der Bewerber die so genannte Qualifikation zum Rechtsanwalt und damit auch für alle anderen Rechtsberufe oder Karrieren erwirbt, werden Rechtsanwälte als "Volljuristen" bezeichnet:

Staatsanwältin, Richterin, Staatsanwältin, Rechtsanwältin, höhere Beamtinnen und Beamte, "höhere allgemeine Verwaltung". Ein Anwalt ist jedoch keine gesetzlich geregelte Berufsausübung in Deutschland. Sie besteht aus einem Jurastudium an einer Hochschule und einem zweijährigen Praktikum in unterschiedlichen Rechtsgebieten (Referendariat oder Vorbereitungsdienst). Die beiden Ausbildungsphasen schließen mit einem staatlichen Examen, der Ersten und der Zweiten Rechtsprüfung ab.

Die Rechtsanwältin ist in den drei großen Rechtsbereichen des Strafrechts, des Zivilrechts und des öffentlichen Rechts umfassend geschult. Jahrhundert gibt es auch neue Studienrichtungen (z.B. Handelsrecht, Bachelor of Laws[LL. B.], Master of Laws[LL. M.]), deren Inhalt sich von der klassischen Rechtsanwaltsausbildung unterscheidet; ihre Absolventinnen und Absolventen werden jedoch auch als Rechtsanwälte bezeichne.

LL.B. und LL.M. sind unabhängige Studiengänge, die nicht mit dem ersten und zweiten Jurastudium zu vergleichen sind. Zum Abschluss schließen sie mit einem Hochschulabschluss ab (z.B. Diplom-Wirtschaftsjurist, Bachelor of Science[B. Sc.], Master of Science[M. Sc.]). Für diese Studiengänge ist keine 2-jährige Berufspraxis (Referendariat) mit anschliessender Prüfung erforderlich.

Der Inhalt der juristischen Ausbildung in Deutschland ist im Rahmen des Ausbildungsgesetzes (DRiG) und in den Ausbildungsordnungen der Bundesländer festgelegt. In Deutschland wird das klassisches Jurastudium ausschliesslich von Hochschulen durchgeführt. In der Fachsprache wird der Jurastudent als "studiosus iuris" ("studiosus iuris", lateinisch: Rechtsstudent) beschrieben. Jura-Studenten verwenden nach der Einschreibung zur ersten juristischen Staatsprüfung, manchmal auch nach Erhalt der geforderten Zeugnisse, ab und zu die Berufsbezeichnung kand. iur. ("candidatus iuris").

Durch die generalistische Berufsausbildung werden die berufsspezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen weitgehend erst beim Einstieg ins Arbeitsleben erlernt. Traditionell dienen die Rechtswissenschaften als Prüfungsvorbereitung für das "Erste juristische Staatsexamen" (Referendarexamen), bei dem der Bewerber umfangreiche rechtliche Fachkenntnisse mitbringt. Die Staatsexamina ist Grundvoraussetzung für die Weiterbildung zum Fachanwalt und damit für den Einstieg in die klassische Rechtsberufe (Richter, Staatsanwaltschaft, Anwalt, Beamter).

Seit 2003 werden im Rahmen der Rechtsreform Hochschulprüfungen in die Klausur aufgenommen, die in den von den Studenten ausgewählten Vertiefungsrichtungen abgelegt werden (vergleichbar mit der bisherigen "Wahlgruppenprüfung"). Seitdem wird der Gesamtkomplex der gesetzlichen Pflichtfächer und der universitären Spezialisierungsprüfung als "Erste Rechtsprüfung " bezeichne. Das Prüfungsangebot der Landespflichtfachprüfung ist je nach Land unterschiedlich; in der Regel sind mehrere ausführliche Untersuchungen und eine mehrere Stunden dauernde Klausur mit Vorlesung zu erbringen; darüber hinaus ist in einigen Ländern auch die Erstellung einer Facharbeit zu einem bestimmten Themengebiet erforderlich.

Bei der Hamburg Business School und der EBS Law School in Wiesbaden wird der Abschluss nach zehn sogenannten Semestern auf der Grundlage von akademischen Leistungen während des ganzen Studiengangs erlangt. Die akademischen Grade eines Bachelors of Laws sind nicht identisch mit denen eines Hochschulabsolventen oder Masters.

Die Absolventinnen und Absolventen haben nach bestandener erster Klausur das Recht, an der zweiten Phase der Referendarausbildung, dem Rechtsreferendariat, Teilnehmen. Das Praktikum soll einen Überblick über die Praxis von Richter innen und außen, Staatsanwälte, Verwaltungen und Rechtsanwälte sowie eine vertiefte theoretische Weiterbildung, insbesondere im Proze?

Die Referendarausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von mehr als eineinhalb Jahren und besteht aus mehreren "Stationen", in denen der Anwaltspraktikant einem vollqualifizierten Anwalt zugeteilt wird, der die Praxis betreut und die Tätigkeit in den einzelnen Rechtsberufen erlernt. Jeweils eine Stelle bei einem Gerichtshof, einer Behörde und einem Anwalt ist obligatorisch; außerdem müssen die drei Hauptrechtsgebiete jeweils von einer Stelle erfasst werden:

Auf jeder Abteilung kümmert sich ein versierter Anwalt um die Supervision des angehenden Lehrers als Einzeltrainer; darüber hinaus erfolgen begleitend Schulungen und Kurse. Das zweite Rechtsanwaltsexamen (weitere Titel) schließt das Referendariat ab: Zweiter juristischer Staatsabschluss, Assistentenprüfung, Großes Jura-Examen). Die Auszubildenden müssen mehrere ausführliche Prüfungen ablegen, eine schriftliche Klausur ablegen und eine Vorlesung abhalten.

Nach bestandener zweiter juristischer Staatsprüfung (Volljurist") können Sie alle gängigen Rechtsberufe (Einheitsjurist") ablegen und die Qualifikation für das Richteramt" und die Qualifikation für den gehobenen Verwaltungsdienst" erwerben, die auch eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme als Rechtsanwältin, für die Tätigkeit als Staatsanwältin, für den gehobenen öffentlichen Dienst und für andere Rechtsberufe ist.

Rechtsanwaltsfachangestellte werden im täglichen Leben meist als Volljuristen angesehen - dieser Ausdruck ist jedoch weder ein amtlicher noch ein geschützter Berufstitel. In der Rechtswissenschaft und in beiden Staatsexamina basiert die Bewertung auf einem 18-Punkt-System. Nach § 1 der Satzung über eine Noten- und Punktskala für die erste und zweite Rechtsprüfung (JurPrNotSkV) werden einzelne Leistungen (Prüfungen, Aufgaben, Studienarbeiten etc.) wie folgt beurteilt: 0 Punkt = unbefriedigend.

Eine Besonderheit der juristischen Bildung in Deutschland ist, dass die Einstufung äußerst wirtschaftlich ist. Da es das Ausbildungsziel ist (und immer noch ist), sich als Richter zu qualifizieren, wurden (und werden) die Voraussetzungen für eine gerichtliche Entscheidungsfindung als Vorbild herangezogen. Die Quote der fehlgeschlagenen Klausuren im ersten juristischen Staatsprüfung beträgt in Deutschland durchschnittlich rund 32% und im zweiten juristischen Staatsprüfung rund 18% - wobei es hier deutliche Abweichungen zwischen den Ländern gibt (z.B. von 22% in Hessen bis 48% in Mecklenburg-Vorpommern im ersten juristischen Staatsprüfung im Jahr 2007).

Daher sind diese Berufsgruppen für die große Mehrheit der Anwälte nicht zugänglich. Seit den 1960er Jahren wurden zwar viele Veränderungen vorgenommen, doch die juristische Ausbildung wird immer noch als langatmig, starr und ohne praktische Relevanz angesehen. Kritik wird auch an der einseitigen Ausrichtung von Staatsexamen und Vorbereitungsdienst auf die Bedürfnisse der Staatsgerichtsbarkeit geübt, obwohl die große Mehrheit der Anwälte später als Rechtsanwälte tätig ist.

Aus diesem Grund arbeiten die Justizministerien der Länder, die für die juristische Ausbildung zuständig sind, seit den 1960er Jahren nahezu kontinuierlich an einer Reform. Vor allem wurde der Versuch unternommen, das Rechtsreferendariat durch eine in das Programm eingebundene praktische Phase (einstufige juristische Ausbildung) zu substituieren; dieses Prinzip hat sich jedoch nicht bewährt. Zur Erleichterung des Einstiegs in den Anwaltsberuf werden von verschiedenen Institutionen meist gebührenpflichtige Ausbildungsgänge angeboten, die in der Regel zeitgleich mit dem Rechtsreferendariat durchgeführt werden können; es geht in der Praxis meist um rechtliche und betriebswirtschaftliche Fragen der anwaltlichen Praxis.

Aufgrund der Europeanisierung der juristischen Bildung, vor allem der Umwandlung von Abschlüssen in Bachelors und Magister im Rahmen des Bologna-Prozesses, laufen seit dem Jahr 2000 verschiedene Reformbemühungen und diesbezügliche Diskussion. Problematisch ist dabei vor allem, dass die Rechtsanwaltsausbildung in Deutschland nicht zu einem Hochschulabschluss, sondern zu zwei Staatsexamina und einem Vorbereitungsservice führen.

Der Begriff Wirtschaftsanwalt ist seit einiger Zeit nicht mehr nur eine Berufbezeichnung für Rechtsanwälte, die sich vorwiegend mit dem Handelsrecht auseinandersetzen. Zusätzlich zur klassisch-juristischen Ausbildung gibt es seit einigen Jahren neue Studiengänge, auch an Fach- und Hochschulen, die zum Abschluss LL.B. (Bachelor of Laws) oder LL.M. (Master of Laws) führen.

Der Bachelorabschluss sollte prinzipiell dem Diplom einer Hochschule entsprechen, der Masterabschluss dem Diplom einer Hochschule. Doch in der Realität gibt es immer noch (teilweise gravierende) Erkennungsprobleme in der Bevölkerung. Zu den typischen Berufen von Rechtsanwälten gehören Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Richter, Notare und leitende Verwaltungsangestellte. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Rechtsanwälten ist in den juristischen Abteilungen mittelständischer und großer Firmen als Syndikus tätig.

Darüber hinaus ist eine beträchtliche Anzahl von Rechtsanwälten im operationellen Bereich und im Management von Gesellschaften aktiv. Überdurchschnittlich viele Aufgaben werden auch von Rechtsanwälten wahr. Die Rechtsanwälte bilden damit in der sechzehnten Legislaturperiode mit 23,3 Prozent die mit Abstand grösste Fachgruppe unter den Mitgliedern des DBA.

Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt ist eine Person, die ein Jurastudium abgeschlossen hat und den Titel Doktor der Rechtswissenschaft, Master of Laws (LL. M.) oder Master of Laws (Magister Juris) erworben hat. Sie können nach dem Studium die Rechtspraxis (Gerichtsjahr) absolvieren, in der Ihnen praktisches juristisches Wissen vermittelt wird.

Der Rechtsberuf erfordert eine Berufserfahrung von fünf Jahren in Rechtsberufen (Gerichtspraktikum, Hochschulassistent, Rechtsanwaltsanwärter). Sie können sich nach Abschluss der kompletten 5-jährigen Berufsausbildung in die Anwaltsliste aufnehmen und erhalten dann den Status eines Rechtsanwalts. Ausgenommen von der Aufnahme in die öEiRAG sind Juristen, die in einem EU-Land als Rechtsanwalt tätig sind und entweder a) 3 Jahre in Österreich als Rechtsanwalt tätig waren oder b) eine Befähigungsprüfung bestanden haben.

Bei Rechtsstreitigkeiten, in denen die anwaltliche Tätigkeit zwingend ist ( "absolute oder relative Rechtspflicht"), ist jedoch - sofern sie nicht auf der Anwaltsliste Österreichs verzeichnet sind - ein österreichischer Anwalt erforderlich. Ein Jurist ist in der Schweiz ein Jurist, der entweder an einer Hochschule oder einer Hochschule studiert hat.

Die Standardausbildung ist das Licentiat (in der Regel lic. iur.) oder der Magister of Law (z.B. Magister of Law). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an einer Hochschule ist der Abschluss eidgenössisches Diplom in Wirtschaftsrecht FH oder jetzt Junggeselle (BLaw) oder MSc. Nach dem Bologna-Prozess haben Hochschulen und FHs den ersten Bachelor-Abschluss (BLaw), der in der Regel nach drei Jahren des Studiums vergeben wird.

"Rechtsanwalt " ist keine eingetragene Berufs- oder Studienbezeichnung.

Man kann sich nach bestandener Untersuchung als Anwalt (kurz RA) bezeichnen und ausschließlich im rechtlichen Bereich vor Gericht arbeiten. Der grösste Fachbereich der Schweiz befindet sich an der Uni Zürich. Als einzige Hochschulen bieten die ZHAW und die FH Kalkutta Rechtswissenschaften an.

In den baltischen Staaten ist ein Rechtsanwalt im Grunde ein Wissenschaftler, der sein Jurastudium an einer Hochschule mit einem Masterabschluss (in der Regel M.A.) oder einem äquivalenten Masterabschluss (z.B. M. Law, M. Law, LL.M., Postgraduate Studies) absolviert hat. Die Studiengänge Bachelor, Diplom, Bachelor, Magister und LL.M. werden angeboten. Auch englischsprachige Studien sind möglich (z.B. an der Rigaer Graduiertenschule für Jura in Riga oder an der Mykolas Romeris Universität[12] in Vilnius, zum Teil auch an der sogenannten Law School der Vytautas Magnus University im Zuge des Masterstudiums in Kaunas).

Das Bedürfnis, sich in juristischen Angelegenheiten präzise und unmissverständlich zu äußern, hat zu einer sehr starken technischen Ausdrucksweise der Anwälte beigetragen. Oft wird es im Volksmund als juristisches Deutsch oder juristisches Latein bezeichnet. In der Umgangssprache haben viele Fachbegriffe, die gleichbedeutend sind - z.B. Immobilien oder Darlehen - ihre eigenen, deutlich getrennten Bezeichnungen in der Anwaltssprache, die der Allgemeinheit nicht bekannt sind.

Fortschritt und Rückschläge in der juristischen Ausbildung in Europa. In: German Law Journal 4 (2002), Nr. 3, S. 263-276 Gerd Kleinheyer, Jan Schröder (Hrsg.): Rechtsanwälte aus fünfhundert Jahren. Es ist eine überarbeitete und ergänzte Ausgabe mit dem Namen German and European Lawyers from Nine Centuries. Heidelberg 1996, ISBN 3-8252-0578-9 Wilhelm Brauneder (Hrsg.): Rechtsanwälte in Österreich.

Dr. Thomas Blanke (Hrsg.): Streitsüchtige Anwälte. Rechtsanwälte in Baden-Baden 1988, ISBN 3-7890-1580-6 Michael Stolleis (Hrsg.): Rechtsanwälte. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39330-6 des Deutschen Juristenbundes (Hrsg.): Rechtswissenschaftler. Noomos, Baden-Baden 2005, ISBN 3-8329-1597-4 Claus Roxin: Über den Anwaltsberuf und das Recht. Philipp Ranieri: Juristische Ausbildung in Europa. Wackerbarth: Juristische Ausbildung in Modulbauweise.

Dokument zur Implementierung des Bologna Prozesses in die deutsche Rechtsausbildung unter besonderer Beachtung der bisher vorgelegten Vorbilder.

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