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niedersächsisch In Niedersachsen setzt sich die gute Konjunkturlage der Betriebe auch im Hochsommer fort, der Zuversicht nimmt jedoch ab. Dies ist das Resultat der Wirtschaftsumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammer bei mehr als 1.900 Betrieben. Seit 2010 ist die wirtschaftliche Situation in Niedersachsen außergewöhnlich gut. Die derzeitige Geschäftssituation von 45% der Firmen (Vorquartal: 43%) wird als gut bewertet, 49% (Vorquartal: 51%) sind mit der Situation unzufrieden und nur 6% (Vorquartal: 7%) sind nicht einverstanden.

Obwohl die Erwartungshaltung für die nächsten Monaten trotz der vielen Gefahren durch Handelsrestriktionen, den Mangel an Fachkräften und den damit verbundenen Einschränkungen weiterhin gut ist, ist der Trend klar rückläufig: 19% der Betriebe (Vorquartal: 25%) gehen von einer weiteren Verbesserung der Unternehmensentwicklung aus, 66% von keiner Änderung und 15% (Vorquartal: 12%) von einer unvorteilhaften Unternehmensentwicklung.

Allerdings verzeichnen einige Sektoren (z.B. Metallprodukte) bereits einen Rückgang der Auftragseingänge aus dem Ausland. 2. Durch die verschärften Handelshemmnisse wurden die Ausfuhrerwartungen der Firmen stark gedämpft und bewegen sich nun unter dem langfristigen Durchschnittwert. Niedersächsische Firmen erwarten weiterhin ein Wachstum der Exporte, aber die Einfuhrzölle auf Fahrzeuge in den USA könnten diese Erwartung rasch umkehren.

Derzeit erwarten 24% der Firmen (Vorquartal: 30 %) noch einen Anstieg des Exportgeschäfts, 12% (Vorquartal: 8 %) einen Rückgang. Darüber hinaus betrachtet jedes zweite Unterneh-men die konjunkturellen Randbedingungen als Risiken für die Konjunktur. Unter dem Begriff "Bürokratie" versteht man vor allem die zunehmende Komplexität (Genehmigungen, DSGVO, Aufzeichnungspflichten) und die Unvorhersehbarkeit der Politik.

In der Baubranche hat sich die wirtschaftliche Situation erneut gebessert, und zwei Drittel der Baufirmen schätzen ihre Situation als gut ein. Das Geschäft im Handel ist weiterhin robust, der Umsatz stieg im zweiten Vierteljahr erneut an. Insbesondere kleine Fachmärkte leiden unter stagnierendem oder rückläufigem Umsatz und hohem Margendruck. Bei der Analyse der weiteren Ergänzungsfragen hat sich gezeigt, dass 88% der Fachhändler eine eigene Startseite haben und jeder zweite Fachhändler über soziale Medien mit den Konsumenten kommunizieren kann.

Inzwischen haben 24% aller untersuchten Händler auch einen eigenen Online-Shop. Das Großhandelsgeschäft verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal eine Besserung. Im Zuge der neuen Handelsrestriktionen sind die Absatzerwartungen im Import/Export gesunken: 28% der Grosshändler (Vorjahr: 36%) erwarten einen Umsatzanstieg, 23% (Vorjahr: 18%) einen Umsatzrückgang.

In der Transportbranche hat die gute konjunkturelle Lage seit einiger Zeit für eine solide Entwicklung gesorgt. Der Spediteur erwartet nach wie vor ein steigendes Transportvolumen bei gleichzeitig ansteigenden Transportpreisen. Der Geschäftsverlauf der Kreditinstitute ist nach wie vor zufrieden stellend. Versicherungsunternehmen hingegen verzeichnen ein gutes Geschäft und erwarten eine positive Entwicklung im Jahr 2018. Nach wie vor verzeichnen die Dienstleistungsgesellschaften eine gute Geschäftssituation auf einem hohen Stand.

Die Situation wird von 51 vH (: 54 vH) der Betriebe als gut eingeschätzt, nur drei vH (q: 4 vH) sind nicht befriedigt. In Niedersachsen sind die Firmen sehr besorgt über die Verhängung von Strafzöllen und die Androhung weiterer Handelshemmnisse.

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