Ihk Baden Württemberg Weiterbildung

Das Ihk Baden Württemberg Weiterbildung

Die neue Weiterbildung 2018 ist da! Der Weiterbildungsplan für das Jahr 2018 ist jetzt verfügbar. Das bewährte Seminar- und Kursangebot wurde um neue Kurse und Fachgebiete ergänzt. Wenn Sie unser Angebot lieber in Ihren eigenen vier Wänden haben möchten oder eine Beratung in einem Beratungsgespräch wünschen, kontaktieren Sie uns bitte. Ansprechstellen: Für den Kreis Konstanz: Für die Kreise Lörrach und Waldshut:

IHK Online Umfrage 2018 zur Aus- und Weiterbildung

Der IHK-Verband hat die Betriebe nochmals nach ihren Aus- und Fortbildungserfahrungen gefragt. An der Online-Befragung nahmen landesweit 10.335 Firmen teil. Im Freistaat Baden-Württemberg waren es 1.674 und in der Stuttgarter Gegend 355 Partner. Das sind die wesentlichen Resultate für die Stuttgarter Region: In mehr als jedem vierten Betrieb bleibt ein Ausbildungsplatz vakant.

Für die Betriebe stellt es daher nach wie vor eine große Aufgabe dar, ihre Facharbeiter durch die eigene Nachwuchsförderung zu gewinnen. Im Einzelhandel hat sich die Situation gegenüber dem vergangenen Jahr erheblich verschärft. Nahezu jeder fünfte Betrieb (18,6 Prozent), der nicht alle Ausbildungsstellen anbieten konnte, bekam keine Bewerbung. Über drei Viertel aller Betriebe (79,7 Prozentpunkte, Vj. 74,7 Prozent), die keine Stellen besetzten, bekamen keine entsprechenden Anträge.

Die Betriebe bemühen sich auf vielerlei Art, Bewerbungen für eine innerbetriebliche Weiterbildung zu akquirieren. Zusätzlich zu den Praktika (57,9 Prozente, Vj. 54,3 Prozent) entwickeln die Betriebe ihr Bildungsmarketing (55,9 Prozente, Vj. 47,6 Prozent) und gewinnen zunehmend neue Gruppen von Bewerbern wie Abbrecher (51,7 Prozente, plus knapp 16 Punkte seit 2014 ) und Flüchtling (25,5 Prozente, Vj. 18,5 Prozent).

Mehr und mehr Betriebe geben ihren Trainees einen finanziellen oder materiellen Anreiz (13,8 Prozentpunkte, Vj. 9,7 Prozent). 36,6 Prozentpunkte (Vorjahr 37,2 Prozent) der Betriebe finden noch Ausbildungshindernisse. Die Tatsache, dass die Antragsteller zu ungenaue Vorstellung von ihrem Ausbildungsberuf haben, ist das mit großem Aufwand verbundene Hindernis für diese Betriebe (78,2 Prozentpunkte, Vj. 73 Prozent). Mehr und mehr dieser Betriebe weisen darauf hin, dass Hochschulabsolventen das Haus nach Abschluss ihrer Berufsausbildung trotz eines Übernahmeangebots verließen (48,2 Prozentpunkte, Vj. 30,3 Prozent).

95,6 Prozentpunkte der Firmen melden Defizite bei den Schulabsolventen (Vorjahr 93,2 Prozent). Die Hauptkritikpunkte waren die mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten (69,9 Prozent), der Leistungswille und die Motivierung (62,1 Prozent), die Widerstandsfähigkeit (58,3 Prozent), die Fachdisziplin (54,9 Prozent) und die Manieren ((43,9 Prozent). Der Wille, leistungsschwache Schulabsolventen weiterzubilden, hält an. In vier von fünf Firmen werden schwächere Leistungsträger unterstützt oder integriert.

Dem Mangel an Bildungsreife begegnet man mit einer eigenen Nachhilfe (40,7 Prozent), 37,1 Prozentpunkte nehmen die Hilfe der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch und 17,7 Prozentpunkte geben eine Einstiegsqualifizierung (EQ). 28,7 Prozentpunkte sind auch ohne staatliche Förderung möglich. 16,4 Prozentpunkte der Betriebe schulen Flüchtling (Vorjahr 10,9 Prozent). In den kommenden zwei Jahren wollen 17% der Befragten dies tun (Vorjahr 20,2%).

18,5 Prozentpunkte (Vorjahr 20,2 Prozent) stellen Praktikumsplätze und Einstiegsqualifikationen zur Verfügung, um Flüchtlingen den Berufseinstieg zu vereinfachen. 6,3 Prozentpunkte in den nächsten zwei Jahren (Vorjahr 8,1 Prozent). Im Prinzip sind die Betriebe mit der Leistung ihrer Ausbildungspartner im Rahmen der Berufsschule sehr oder sehr gut befriedigt.

Auf die Frage nach dem Verbesserungspotenzial wollen die Firmen vor allem eine verbesserte Verständigung zwischen den Schulen und den Betrieben (59,6 Prozent) und weniger Klassenausfälle (49,6 Prozent). Laut 80,8 Prozentpunkten der Betriebe gewinnen IT-Kenntnisse bei der Einstellung von neuen Auszubildenden an Wichtigkeit (Vorjahr 72,3 Prozent). Business 4. 0 erfordert zunehmend eigenverantwortliches und eigenverantwortliches Agieren (' 59,1 und 47,9 Prozent), kommunikative Fähigkeiten (' 56,4 Prozent) und strukturierte Arbeit (' 50,3 Prozent).

In den meisten Betrieben wird die Mediakompetenz der Trainees zu Ausbildungsbeginn auf der Basisebene bewertet. Es überrascht nicht, dass sie über sehr gute Kenntnisse im sozialen Medienbereich verfügen (57,1 Prozent), während es vielen Firmen an Datenschutzkompetenz fehlt (61,7 Prozent). 58,8 Prozentpunkte der Betriebe antworten auf das geänderte Arbeitsumfeld 4. 0 mit fächerübergreifenden Traineeprojekten.

Auch durch Zusatzausbildungen wie IT-Wissen oder Selbstkompetenz (' 38,9 Prozent), neue Wege des Wissenstransfers, zum Beispiel durch Lernprozessbegleitung (27,6 Prozent) und die Vertiefung der Kooperation mit Berufsschulen (23,4 Prozent), ergeben sich gute Chancen. Die meisten Firmen führen Inhouse-Seminare für ihre Mitarbeiter durch (72,5 Prozent). Mehr als die Haelfte der Betriebe setzen aber auch auf eigenverantwortliches Arbeiten mit Hilfe digitaler Mittel, eigenverantwortliches Arbeiten mit nichtdigitalen Mitteln und Weiterbildung.

Softskills, wie Problemlösungskompetenz oder KreativitÃ?t, sowie IT- und Fachwissen sind die wesentlichen Schulungsthemen fÃ?r Firmen. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Bereich Weiterbildung ist im Vorjahresvergleich angestiegen. Um die Teilnahme an der Weiterbildung zu erhöhen, hält die Wirtschaft den Aufbau von zielgruppenspezifischen Förderungen, beispielsweise durch das BAföG, den Aufbau von Zeitkonten, um Zeit für Weiterbildung und Landesprämien für erfolgreiche Weiterbildung zu sparen, für am besten geeignete Maßnahmen.

Für die Betriebe sind Einstiegsqualifizierungen mit anschliessender Ausbildung, Stufenqualifizierung und Einführungspraktika mit begleitenden Weiterbildungsmaßnahmen für die Erwachsenen ohne formale berufliche Qualifikation geeignet.

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