Gesetze für Azubis

Lehrlingsgesetze

Viele Auszubildende beginnen ihre Ausbildung nach den Sommerferien. In der Tabelle finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Gesetze, die in der Berufsausbildung wichtig sind. Mit dem Berufsbildungsgesetz wird die Grundlage für die Umsetzung der betrieblichen Ausbildung in allen IHK-Ausbildungsberufen geschaffen. Zur Bundesagentur für Arbeit. Mit dem Online-Rechner für Auszubildende wird der richtige Urlaubsanspruch ermittelt.

Urlaubsberechtigung

Als gesetzliche Grundlage für die Bewilligung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaubes ist das Jugendschutzgesetz zu beachten, wenn der Praktikant zu Jahresbeginn noch nicht volljährig ist. Bei einem Ausbildungsbeginn am oder nach dem 01. 08. 2010 beträgt der Anspruch je nach Vorschrift zumindest den gesamten gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub von 24 Tagen (20 Arbeitstage).

Hinweis: Wenn der ausbildende Betrieb auf einem Tarifvertrag beruht, ist dieser zu beachten.

Praktikanten in der Zeitarbeit

Wie sind die Arbeitszeiten der Praktikanten reguliert? Arbeitszeiten für Praktikanten werden durch Kollektivverträge, Werkverträge oder den Lehrvertrag festgelegt. Die meisten Trainees arbeiten zwischen 35 und 40 Wochenstunden, in der Regel verteilt auf fünf Tage in der Woche. In der Regel sind es fünf. Der reguläre Arbeitstag darf nach dem Arbeitsstundengesetz acht Arbeitsstunden nicht übersteigen.

Dies führt zu einer maximalen Wochenarbeitszeit von 48 Std. für Erwachsene. Auch die Tagesarbeitszeit kann auf bis zu zehn Std. ausgedehnt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass der Praktikant im Durchschnitt nicht mehr als acht Arbeitsstunden pro Tag über einen Zeitabschnitt von sechs Monate einplanen darf. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes mit einem festen Höchstsatz von 40 Wochenstunden.

Arbeitszeiten sind die Zeit vom Anfang bis zum Ende der Arbeiten ohne Schonzeiten. Die Fahrt von zu Haus zu Schule oder Berufsschule ist nicht Teil der Arbeitszeiten. Ist der Arbeitstag länger als sechs Uhr, ist eine Pausenzeit von mind. 30 Minuten und ist der Arbeitstag länger als neun Uhr, ist eine Pausenzeit von 45 Minuten erforderlich.

Vom Ende bis zum Arbeitsbeginn muss eine kontinuierliche Ruhepause von elf Arbeitsstunden eingehalten werden.

Geringfügige Azubis

Bei Auszubildenden, die noch nicht 18 Jahre sind, gibt es teilweise Sonderregelungen. Mit einem jungen Menschen kann der Lehrvertrag nur abgeschlossen werden, wenn seine Rechtsvertreter ihn auch unterzeichnen. Rechtliche Vertretungen sind beide Elternteile zusammen. Kündigungen und Abmahnungen minderjähriger Jugendlicher werden nur gültig, wenn sie beim Rechtsvertreter eingehen, d.h. entweder abgegeben oder in ihrem Postfach aufgegeben werden.

Wenn der junge Mensch aufhören will, müssen die Erziehungsberechtigten es für ihn tun. Der Wortlaut des JArbSchG und die Adresse der verantwortlichen Aufsichtsstelle müssen zur Unterrichtung junger Menschen im Unternehmen bekannt gegeben werden. Sind drei oder mehr junge Menschen erwerbstätig, müssen auch Start und Ende der regulären Arbeitszeiten und der Pausenplan angegeben werden.

Eine Berufsausbildung ist nur möglich, wenn der junge Mensch sich innerhalb der vergangenen 14 Monaten vor Ausbildungsbeginn einer ärztlichen Prüfung (Erstuntersuchung) unterzogen hat und dem Unternehmer eine Bestätigung überreicht (§ 32 JArbSchG). Die Ärztin/der Arzt ist frei wählbar. Zulassungsbescheinigungen sind bei der Stadtverwaltung des Wohnorts verfügbar. Am Ende des ersten Lehrjahres muss der Auszubildende dem Unternehmen ein ärztliches Attest für die erste Folgeuntersuchung ( 33 Abs. 1 JArbSchG) vorweisen, wenn er noch nicht erwachsen ist.

Reicht der junge Mensch nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ausbildungsstart die Nachprüfungsbescheinigung ein, darf er nicht mehr angestellt werden (§ 33 Abs. 3 JArbSchG). Junge Menschen müssen zu Ausbildungsstart vom Unternehmen über Unfall- und Gesundheitsrisiken unterrichtet werden (§ 29 JArbSchG). Junge Menschen dürfen nicht länger als 8 Std. pro Tag und 40 Std. pro Woche arbeiten.

Werden die Arbeitszeiten an Einzelarbeitstagen auf weniger als 8 Arbeitsstunden reduziert, können junge Menschen an den verbleibenden Arbeitstagen der gleichen Arbeitswoche 8,5 Arbeitsstunden arbeiten. Worauf ist bei der Freizeitgestaltung im berufsbildenden Schulunterricht zu achten? Für den Besuch der Berufsschule muss der minderjährige Schüler befreit werden (§ 9 JArbSchG). Es gilt folgende Anrechnungsregelung: Ein berufsbildender Schultag pro Wochentermin mit mehr als 5 Unterrichtseinheiten à 45 min wird auf 8 Std. anrechenbar - an diesem Tag darf der junge Mensch nicht mehr im Unternehmen mitarbeiten.

An einem zweiten Tag in der Berufsschule pro Woche/Tag wird die tatsächliche Lehrzeit plus Fahrtunterbrechungen anrechnen. Gibt es zwei Tage Berufsschule mit mehr als 5 Stunden Unterricht pro Woche, so ist der junge Mensch daher an einem der beiden Tage - an welchem der beiden Tage der ausbildende Unternehmen entscheidet - zur Rückkehr in den Unternehmen verpflichte.

Blockstunden von mind. 25 Lektionen à 45 min sind als 40 Stunden zu zählen, d.h. in dieser Kalenderwoche ist keine weitere Anstellung im Unternehmen erlaubt. Geringfügige Praktikanten sind nicht nur für die eigentliche Untersuchung, sondern auch für den Werktag direkt vor der Klausur freizugeben (§ 10 JArbSchG).

Bei Arbeitszeiten von mehr als 4,5 bis 6 Std. 30 Min., bei Arbeitszeiten von mehr als 6 Std. 60 Min. Nur eine Pause von 15 min wird als Pause betrachtet. Pausen müssen so früh wie möglich eine halbe Stunde nach Arbeitsbeginn und spätesten eine halbe Stunde vor Ende der Arbeitszeiten einräumt werden.

Junge Menschen dürfen nicht mehr als 4,5 Std. in Folge ohne Pause angestellt werden. Junge Menschen dürfen nur zwischen 6.00 und 20.00 Uhr angestellt werden. Ausnahmen: Junge Menschen über 16 Jahre können bis 23 Uhr im Mehrschichtbetrieb mitarbeiten. Junge Menschen dürfen samstags nicht angestellt werden. Ausnahmen: Es ist erlaubt, junge Menschen samstags in freien Verkaufsräumen, Unternehmen mit freien Verkaufsräumen, im Verkehr und in Werkstätten für Kfz zu beschäftigen.

Wenn junge Menschen samstags erwerbstätig sind, müssen sie an einem anderen arbeitsfreien Tag in der gleichen Arbeitswoche einen fünftägigen Wochenurlaub von der Berufsschule bekommen. Die Befreiung kann in Unternehmen mit einem freien Tag pro Kalenderwoche auch an diesem Tag gewährt werden, wenn die jungen Menschen an diesem Tag keinen berufsbildenden Schulunterricht haben. Junge Menschen dürfen sonntags nicht angestellt werden.

Folgende gesetzlichen Mindestansprüche bestehen für jugendliche Auszubildende: Maßgebend ist das Eintrittsalter zu Jahresbeginn (1. Jänner 0:00 Uhr).

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