Gesamtschule

flächendeckend

Gesamtschulen sind eine Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem. In der Gesamtschule wird eine fundierte Allgemeinbildung angeboten, die für das Studium notwendig ist, aber auch für die Berufsausbildung qualifiziert. Grundschule: Die Gesamtschule folgt der Grundschule.

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In diesem Beitrag geht es um die Gesamtschule als ganzheitliche Form der Schulbildung in Deutschland. Gesamtschule ist eine Schulart, in der zwischen den verschiedenen Ausbildungsgängen (Hauptschule, Realschule, Turnhalle ) innerhalb einer einzigen Lehranstalt unterschieden wird oder an ein und derselben Lehranstalt unterschiedliche Ausbildungsgänge zur Verfügung gestellt werden. Der Gymnasialkurs an einer Gesamtschule muss nicht notwendigerweise auch die Sekundarstufe II umfassen.

In einer Gesamtschule wird zwischen integrierter und kooperativer Gesamtschule differenziert. Eine Gesamtschule in Deutschland ist eine Art Sekundarschule, die von den Kindern nach der Primarschule bis zur neunten oder zehnten Schulstufe besucht werden kann. In mehreren Ländern ist sie eine echte Ergänzung zum herkömmlichen trilateralen System (Hauptschule, Realschule, Turnhalle, Gymnasium) geworden.

Im Gegensatz zum konventionellen Schulwesen ist die Unterscheidung in den Gesamtschulen auf die Schulen verschoben und existiert nicht mehr zwischen unterschiedlichen Schultypen. Ab der zehnten Schulstufe kann der Gesamtschule ein Gymnasium folgen, während ein Teil der Kinder in eine Berufsausbildung außerhalb der Gesamtschule eintritt.

Wenn die Gesamtschule nicht neben dem trilateralen Schulwesen errichtet wird, sondern als einziger Schultyp zumindest bis zur neunten Schulstufe, wird sie als eine vereinheitlichte Schule bezeichnet. Darauf zielte die Ursprungsidee der Schulreformatoren in Deutschland, etwa von Fritz Karsen in der Weimarer Republik mit seinem Reform-Projekt Karl-Marx-Schule oder Fritz Hoffmann an der Fritz-Karsen-Schule[1] nach dem Zweiten Weltkrieg. 2.

Tatsächlich wurden jedoch bisher neben den bisherigen Schultypen nur allgemeinbildende Schulen eingerichtet, was die Struktur des Schulwesens weiter verbessert hat. Ein integratives Gymnasium entsteht derzeit als politischer Weg, der Haupt-, Real- und Gesamtschule verbindet und ein eigenes Gymnasium betreibt.

Mehr und mehr Länder wechseln zu dem, was der Erziehungswissenschaftler Klaus Hurrelmann das "Zwei-Wege-Modell" des Sekundarschulwesens nennt, das eigentlich eine Implementierung der Gesamtschule neben dem fortlaufenden Realgymnasium ist. In vielen Ländern setzt sich auch die Community School durch, die Schüler von der Primarschule bis zum High School College die Chance gibt, ihre ganze Schulkarriere in einer einzelnen Klasse zu absolvieren.

Abgesehen von alternativen Schulkonzepten gibt es derzeit keine Gesamtschule in Österreich. Nur in Wien sind seit 1972 im Zuge eines Schulversuches mehrere allgemeinbildende Schulen gegründet worden. Die wenigen wienerischen Grundschulen haben somit keinen amtlichen Charakter (offiziell werden sie als Haupttschulen angesehen) und können auch zu jeder Zeit geschlossen werden. Seit etwa 2004 wird jedoch viel über eine permanente Einrichtung von allgemeinbildenden Schulen neben anderen Schulformen wie Haupt- und Gymnasien gesprochen, aber noch nicht entschieden.

Sozialpolitisch soll das Gesamtschulkonzept, zunehmend als Ganztagesschule, einer entwicklungspolitischen Tendenz entgegen wirken, in der sich Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen sozialen Gruppen (z.B. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Arbeiterinnen, etc.) früh gegenseitig ausgrenzen. Diese Zielsetzung ist jedoch bisher nur teilweise erfüllt, da die Gesamtschule einerseits mit dem mehrteiligen Schulwesen und andererseits die stratigraphische Gestaltung einer Klasse sehr stark von der Gestaltung des Schuleinzugsgebietes (Arbeitersiedlung, prosperierende Vorstadt etc.) mitbestimmt ist.

Die Gesamtschule hat das politische Bestreben, so vielen Schülerinnen und Schüler wie möglich einen Hochschulabschluss zu vermitteln. Es muss klar gesagt werden, dass die Art der Schule in der Gesamtschule spezielle pädagogische Fähigkeiten der Lehrkräfte voraussetzt; denn wenn es keine externe Leistungsdifferenzierung gibt, muss der Schulunterricht viel mehr auf das Konzept der inneren Ausdifferenzierung ausgerichtet sein. In einigen Ländern, wie z.B. dem Freistaat Bayern, ist an vielen allgemeinbildenden Schulen auch schulische Sozialarbeit eingerichtet.

Durch diese und weitere Unterstützung bei der Ausrüstung von Grundschulen sollen die speziellen Umweltprobleme dieser Schulform abgefedert werden. Man unterscheidet zwischen ganzheitlichen Schulen und genossenschaftlichen Schulen. Bei der Gesamtschule werden die Studierenden nur nach Leistungen und Bedürfnissen in einzelne Fächer eingeteilt. Im genossenschaftlichen Gesamtschulwesen gibt es neben den Schulklassen der Hauptschule, des Gymnasiums und des Gymnasiums.

Die Gesamtschule ist in Deutschland neben dem Hauptschulabschluss die einzigste Schulart, die von Kindern und jungen Menschen der unteren und oberen Sekundarschule kontinuierlich besucht werden kann, wenn die Gesamtschule eine höhere Schulstufe hat. Im Vergleich zum Turnhalle ist die Historie der Gesamtschule verhältnismäßig kurz. Der Grundgedanke, eine Grundschule für alle Schüler und Studenten, ungeachtet ihrer Abstammung, ihrer Fähigkeiten und Vorlieben und ihres zukünftigen Berufes, zu gründen, ist dagegen weit zurückliegend.

Die Forderung, alle Schüler des Menschen in einer einzigen Schule (Gesamtschule) zu lehren, lässt sich in Deutschland bis ins siebzehnte Jahrhundert hineinverfolgen. Das erste Detailkonzept für eine Gesamtschule wurde 1809 vom preußischen Kultur- und Bildungsleiter Wilhelm von Humboldt vorgestellt. "Bis 1925 mussten getrennte Kindergärten aufgelöst werden; vorher konnten die reichen Familien ihre Söhne und Töchter zu Haus oder in einer Kindertagesstätte auf das Abitur vorbereiten lernen.

Im Jahre 1929/30 wurde dieser Bestreben nach einer einheitlichen Schulform, die den Charakter der Gesamtschule von heute hatte, in Karl Marx School umgetauft. Die Erweiterung der schulinternen Schulorganisation zu Beginn der 1930er Jahre rechtfertigte es, von der Karl Marx School als erster staatlich integrierter Gesamtschule in Deutschland zu reden. In Heppenheim war die Heppenheimer Ödenwaldschule eine integrative und zugleich ältere Gesamtschule (gegründet 1910).

Zu den ersten allgemeinbildenden Schulen in Deutschland gehörte die 1919 gegründete Stuttgarter Rudolf-Steiner-Schule. Im Jahr 1947 ordnete der Rat der Alliierten Kontrolle auf amerikanischer Seite den Bundesbürgern in der Kontrollratsrichtlinie 54[4] den Aufbau eines umfassenden Schulsystems an. Die alliierten Erziehungsexperten halten es für zu verfrüht, die Schüler nach nur vier Jahren Grundschulzeit auf unterschiedliche Schulformen zu übertragen.

Das war einer der Ursachen für die Sensibilität der Bundesbürger für die nationalsozialistische Ideologie, denn das gespaltene Bildungssystem erzeugt in einer kleinen Schar ein Überlegenheitsgefühl und bei der Mehrheit der Schützlinge ein Unterlegenheitsgefühl. Die deutsche Bildungspolitik ist es jedoch gelungen, die Tradition der Schule in Weimar wieder aufzunehmen, indem sie ihre Durchführung verzögert hat.

Die Spanne reicht von der Primarschule (Unterstufe) bis zur achten Schulstufe oder von 1984 bis maximal zur zehnten Schulstufe in der Fachoberschule (POS). Erst in der neunten oder elften Schulstufe kam das Extended Secondary School (EOS) hinzu, das in vier oder zwei Jahren nur knapp über zehn Prozent aller Kinder zum Abschluss anführte.

Die Bezeichnung Gesamtschule wurde 1963 auch vom Westberliner Schülersenator Carl-Heinz Evers (SPD) als Unterscheidung zur sozialistisch geeinten Gesamtschule in der DDR präge. Um die bevorstehenden sozialpolitischen Weichenstellungen für den Strukturwandel der Schulen auf wissenschaftliche Begleitung und Kontrolle gründen zu können, rief der Bundesbildungsrat zur Etablierung von Schulexperimenten mit gesamtschulischen Angeboten auf.

Im Westen Deutschlands und West-Berlins wurden ab 1968[5] (Walter-Gropius-Schule) in Berlin-Gropiusstadt und 1969 in Kierspe im Sauerland[6] und seit den 70er Jahren in den meisten Ländern flächendeckend Schulen gegründet. In den 70er Jahren machte diese Party die Gesamtschule zum Kern ihrer Schulreformpolitik. In der Folge erweiterte sich die Gesamtschule, was in den Oberschulen und bei den politischen Entscheidungsträgern - nicht nur bei den Liberalen - auf Widerstand stößt.

Hoehepunkt dieses Konflikts war der 1978 von der SPD/FDP-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unternommene Schritt, eine flächendeckende Schulbildung im ganzen Land einzufuehren. Gegründet wurde die Aktion "Stoppt das Schulchaos", die vom 16. Feber bis einschliesslich der ersten drei Monate des Jahres 1978 mehr als 3,6 Mio. Signaturen gegen die genossenschaftliche Gesamtschule einsammelte und damit die für ein Referendum notwendige 20-Prozent-Hürde[7] weit überschritten hat.

Nach zehn jährigen Versuchen sollte 1972 entschieden werden, ob die Gesamtschule das beste Schulkonzept ist: Im günstigen Falle sollte sie als einziger Schultyp eingesetzt werden. Im Jahr 1982 ging der Schulprozess an der Gesamtschule zu Ende. Die Gesamtschule wurde in Berlin zu einer regulären Schule ausgebaut, Bayern schloss bis 1993 nahezu alle Hauptschulen, führt sie aber seitdem als "Schulen der besonderen Art" mit dem gleichen Bild.

Nordrhein-Westfalen hat sich eine heterogene Hochschullandschaft entwickelt, in der neben vielen allgemeinbildenden Schulen ein mehrstufiges Schulsystem vorkommt. Konzipiert als Variante zum mehrstufigen Schulsystem steht die Gesamtschule derzeit im Wettbewerb mit den anderen Schultypen, mit den Oberschulen für das Abitur sowie vor allem mit weiterführenden Schulen für die Anwerbung neuer Schüler.

In den Schülerschaften vieler allgemeinbildender Schulen wird nicht das ganze Spektrum eines Jahres abgebildet, da einige der leistungsstarken Schüler erst nach der vierten oder sechsten Schulstufe in das Gymnasium umsteigen. Zum einen kam das Max-Planck-Institut für Entwicklungspolitik zu dem Ergebnis, dass die Leistung an allgemeinbildenden Schulen wesentlich geringer ist als an allgemeinbildenden Schulen, was bei Mittelwerten zu rechnen ist, weil die Oberschulen mit einer ausgewählten Schützlingsgruppe zusammenarbeiten.

Auf der anderen Seite haben rund 70 Prozent der Absolventen erfolgreicher Gymnasien keine Empfehlung für ein Gymnasium (NRW; Werte von 2009). Die Gesamtschule wird daher auch von Schülerinnen und Schüler mit Sekundarschul- oder Sekundarschulempfehlungen durchlaufen. Die Gesamtschule ist in einigen Ländern verpflichtet, Kinder aller Leistungsklassen nach einer gewissen Quote aufzunehmen. Diese strenge Anforderung haben nur die allgemeinbildenden Gymnasien, die im Rahmen eines Vergleichs mit den anderen Gymnasien zu berücksichtigen sind.

Allerdings wird gemeldet, dass einige Schulen gegen diese Anforderung verstossen. Beispielsweise würde die Helene-Lange-Schule (Wiesbaden) gerne Schüler mit Gymnasialempfehlungen haben. 8] Auch der Erziehungswissenschaftler Frank-Olaf Radtke berichtete, dass die Hochschule Kindern mit Zuwanderungsgeschichte Nachteile bringt. An manchen Orten werden Grundschulen weniger aus erzieherischen als aus kommunalen und demographischen Erwägungen gebaut: Bei einer genossenschaftlichen (auch additiven) Gesamtschule wird der zwei- oder dreigliedrige Charakter des Schulwesens nicht abgeschafft.

In den Gesamtschulen wird die Ursprungsform des Unterrichts (gemeinsames Lernen) um mehrere Jahre gekürzt. Im Jahr 1982 einigte sich die Bildungsministerkonferenz auf die wechselseitige Anrechnung von Abschlüssen, d.h. auch in Ländern, die das Gesamtschulmodell nicht weitergeführt haben (z.B. Bayern).

Das Gleiche trifft auf das Schulabitur an einer Gesamtschule zu. Diejenigen, die diese Art von Schule zurückweisen, befürchteten, dass die für das Dreiparteiensystem geltende Höhe untergraben werden könnte. Dies hat zur Konsequenz, dass die Gesamtschule ab der Klassenstufe sieben verschiedene Niveaustufen mit einer Leistungsunterscheidung in den Unterrichtsfächern Deutschland, England und Mathe einrichten muss, die zusammen mit der zweiten Unterrichtssprache gut die halbe Lehrzeit ausmacht.

So war die ursprünglich gesamte Schulidee kaum noch zu sehen. Anfangs der 90er Jahre wurde im Zusammenhang mit der Wende eine neue Ausgabe der Debatte über die Gesamtverschuldung veröffentlicht. Waehrend die westdeutschen Befuerworter von allgemeinbildenden Schulen die bereits bestehenden Schulen der DDR in allgemeinbildende Schulen umwandeln wollten, verlangten die Bevoelkerung in Teilen der DDR ein dreigliedriges Schulwesen. Nur in Brandenburg beispielsweise führte die von der SPD regierte Länderpartnerschaft mit Nordrhein-Westfalen zu einer mengenmäßig signifikanten Etablierung von Ganztagsschulen.

In Saarland wurde die untere Sekundarschule mit der Einrichtung der "Erweiterten Realschule" als erstes westdeutsches Land aufgehoben. Sie werden ab dem Jahr 2009/10 umgestellt und die verbleibenden Haupt- und Realschulen werden auf die Realschule plus verschmolzen. In Hamburg wird 2009 auch ein zweistufiges Schulsystem mit Kreisschulen anstelle von Mittel- und Oberschulen eingeführt, in das auch die vorhandenen Hauptschulen integriert werden sollen.

Demgegenüber hat Bayern am 11. September 2000 nach Prüfung der Methodik den seit Jahrzehnten gebräuchlichen allgemeinen Schulunterricht für Haupt- und Realschüler in der fünften und sechsten Schulstufe aufgehoben. In Bayern wird zur Zeit die so genannte "Mittelschule" und in Nordrhein-Westfalen die so genannte "Verbundschule", ein Zusammenschluss der Haupt- und Realschule, eingerichtet.

Auch in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Orientierungsebene in der fünften und sechsten Klassenstufe, in der die Schüler gemeinsam unterrichten. Gelegentlich wird konterkariert, dass einige deutsche Hauptschulen (wie die Helene-Lange-Schule (Wiesbaden)) oder die Labormittelschule Bielefeld ebenfalls die besten PISA-Werte erreichten; allerdings widersprach das Max-Planck-Institut für Humangenetik dieser Beschreibung[14].

Dagegen gibt es kontroverse (siehe untenstehende Diskussion) Studien, die bestätigen, dass deutsche Ganztagsschulen schwache Schüler besser unterstützen als im strukturierten Schulsystem. 15] Seit PISA haben sich allgemeinbildende Schulen mehr Gedanken über einen leistungsfähigen und zukunftsfähigen Schulunterricht gemacht, zumal viele Länder auf das Zentrale Abitur umziehen, das alle Schularten mit den selben Aufgabenstellungen untersucht.

Nach den ersten Ergebnissen des Hauptschulabschlusses in Nordrhein-Westfalen für das gesamte Jahr schneiden Hauptschüler in den Zentralprüfungen ab. Im Jahr 2009 haben beispielsweise Mittelschüler 8,8 Prozent in der Mathematik-Prüfung, Vollzeitstudenten 5,7 Prozent und Studenten der Fachhochschulen 4,6 Prozent erreicht. Damit haben sich die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe im Verhältnis zu ihren Schulnoten leicht erholt.

16 ] Da die Ergebnisse der Zentralprüfungen jedoch nur einen Teil der Gesamtnote ausmachen, gab es kaum Unterschiede zwischen den Klassen stufen der Gesamtschüler und der Abiturienten. In den Jahren 2004 und 2005 wurde mit der Verabschiedung nationaler Ausbildungsstandards für die Sekundarstufe II in den Bereichen Germanistik, Anglistik, Mathematik und Naturwissenschaft ein neuer Versuch unternommen, die Leistungen der Schüler zu verbessern.

Einen weiteren Schwerpunkt der derzeitigen Diskussionen bildet der hohe Auslandsanteil der Schulen in Berlin und den westlichen Metropolen. Zahlreiche deutschsprechende Mütter und Väter befürchten, dass ihre eigenen vier Wände zu wenig sprachliche Unterstützung erhalten und vermeiden so das strukturierte Bild. Sie vermeiden dabei nicht nur die Gesamtschule, sondern vor allem auch die weiterführende Schule.

In den deutschen Hauptschulen (in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Schleswig-Holstein und dem Saarland: Ganzheitliche Gesamtschulen) werden zunächst sehr heterogene Schulklassen unterrichtet, ungeachtet des Leistungsniveaus derer: In der Regel werden die Grundschulklassen der Schulkinder und jungen Menschen in der Schule unterrichtet: Ab der 7. Klassenstufe werden die Kernfächer (Deutsch, Englisch, Mathe ) in der Regel mit Differenzierungskursen (sog. Erweiterungs- und Basiskurse/E- oder G-Kurse) ausgestattet. Im Falle von Hamburger Ganztagsschulen waren die bisherigen Namen I- und II-Kurse (ausgesprochen ein- oder zweiteilige Kurse), wovon der I-Kurs der Leistung des Haupt- und Realgymnasiums entspricht, der 2.

Damit den Schülern dauerhafte Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wird das Team-Kleingruppenmodell an einigen allgemeinbildenden Schulen geübt, in denen ein festes Lehrerkollegium eine einzige Unterrichtsstunde über mehrere Jahre durchführt.

Ähnlich ist die Umfirmierung der originalen Lehrkräfte einer Gruppe nach der EinfÃ??hrung der Kursunterscheidung in der 7. Klassenstufe in Tutorinnen und Tutorinnen, die einmal tÃ?glich im Zuge der Originalklassen einen Tutorialunterricht (TUT, in der Regel die letzten Stunden des Tages) oder eine Organisationszeit (OZ, gegen Mittag) vorgeben, in welchem insbesondere Flyer und Nachrichten der SchÃ?lerleitung, der Schulkonferenz oder der Elternvertretung oder der Hauszeitung verteilten werden.

Durch diese konzeptionelle Erweiterung der ursprünglich umfassenden Schulidee reagiert die deutsche Gesamtschule auf die veränderte Arbeitsmarktlage und die neuen Lebensverhältnisse der jungen Menschen. Von der 9. Klassenstufe an gibt es in der praktischen Anwendung so große Unterschiede, dass eine aussagekräftige interne Differenzierung kaum geplant werden kann. Die Gesamtschule teilt die jungen Menschen - wie in den meisten Nachbarländern - nur hier.

Die Auffassungen von Erziehern, Entscheidungsträgern und Erziehern sind sehr gegensätzlich. Aus diesem Grund ist auch die Gesamtschulbildung in den Ländern mit ihren verschiedenen Mehrheitsverhältnissen und Gepflogenheiten sehr verschieden. Gegenüber der Gesamtschule ist man der Meinung, dass gemeinsames Arbeiten Schüler innen und außen nicht ausreicht: Das gemeinschaftliche Arbeiten wird den Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Talenten nicht gerecht: Der Begriff der Gesamtschule war mit der Erwartung verbunden, dass die Erziehung dort weniger vom gesellschaftlichen Hintergrund abhängt.

Die Auswertung der Resultate von PISA ergab, dass die Prüfungsleistung in der Gesamtschule am meisten vom gesellschaftlichen Hintergrund abhängig ist und am wenigsten vom Abitur. Die PISA 2003 - Der Bildungsabschluss junger Menschen in Deutschland - Resultate des zweiten und dritten Jahres im Vergleich[25]. Helmut Fends Langzeit-Studie LIFE (Life courses from late childhood to early adulthood) kam zu dem Schluss, dass umfassende Schulen die Sozialselektivität mindern können.

Allerdings hätten Arbeitnehmerkinder, die in Hessen eine Gesamtschule besuchten, keine bessere Karrierechancen als Arbeitnehmerkinder im strukturierten Schulwesen, denn der anschließende familiäre Einfluß kann sich auswirken: "Solange die Hochschule nach innen handeln kann, d.h. die Schüler und Jugendliche zusammenbringt und sie nach Leistung zusammenfasst, kann sie die Sozialselektivität durchaus mindern.

Die Gesamtschule Berlin 1997 Manfred Bönsch. Hans Werner Kilz (Hrsg.): Gesamtschule. Hans-Georg Herrlitz, Dieter Weiland, Klaus Winkel (Hrsg.): Die Gesamtschule. Olaf Köller: Gesamtschule - Ausbau statt Alternativen. Cortina, K. S.; J. Baumert; A. Leschinsky; K. U. Mayer; L. Trommer (Hrsg.): Bildung in der BRD.

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