Freie Lehrstellen München

Offene Ausbildungsplätze München

Offene Ausbildungsplätze im Stadtteil - Zwischen Wunsch und Realität - Bezirk München Handwerksunternehmen und Betriebe im Bezirk suchen oft keine passenden Auszubildenden. Unter den rund 1000 Lehrstellen, die derzeit im Bezirk zur Verfügung stehen, dürften 600 überhaupt nicht ausgelastet sein. Zugleich gibt es aber auch junge Menschen, die keine Arbeit haben. Tatsächlich ist der Stadtteil München der ideale Ort für junge Berufseinsteiger: Ein überangebot an Ausbildungsstellen und ein vielseitiger Branchen-Mix bietet eine größere Vielfalt an Ausbildungsstellen als kaum eine andere in Deutschland.

"Für die Antragsteller ist die Lage ausgezeichnet", sagt Hubert Schöffmann, Pressesprecher für Bildungspolitik bei der Bayerischen Industrie- und Handelskammer Deutschland. So könnte für jeden Ausbildungsinteressierten etwas dabei sein. Im Bezirk gehen 60 % des Schuljahres in ein Lyzeum, und auch andere Schultypen haben zahlreiche Chancen, einen Hauptschulabschluss oder eine Hochschulzugangsberechtigung zu erlernen.

Der Großraum München ist auch in diesem Gebiet sehr gut positioniert, sagt Gertraud Wurm, die bei der Arbeitsagentur für Karriereberatung für unter 25-Jährige die Teamleitung innehat. Zuerst war das Programm großartig für die jungen Leute, aber für viele erwies es sich als der unpassend. Und vor allem, weil in der Regel die Elternschaft die treibende Kraft bei der Berufs- und Schulauswahl ist, werden junge Menschen ermutigt, zuerst den bestmöglichen Abschluss zu erreichen und dann oft die "Karriereleiter rückwärts" zu gehen, also vom Hauptschulabschluss zur Mittelschule und schliesslich zur Unterstufe.

"Ein solcher tabellarischer Werdegang voller negativer Erfahrungen ist sehr schlecht für die jungen Leute. "sagt Wurm. Wie eine Gebetsmühle wiederholen sie und ihre Mitarbeiter den ambitionierten Erziehungsberechtigten, dass auch nach der beruflichen Bildung in der Schule noch alles offen ist. Schöffmann hält auch die Bedeutung der Elternschaft bei der Berufsentscheidung für schwierig. Das führt dann dazu, dass der Status der Weiterbildung schlimmer ist, als ihm zusteht.

Aber auch die verfügbaren Kandidaten kommen nicht ohne weiteres zu einem Beruf. Oft passen Bewerbungen und Ausbildungsplätze nicht zusammen, sagen Würm und SCHÖFFMANN von Firmen, die sich über schlecht ausgebildete Bewerbungen beschweren. Weder die Schöffmanns noch die Wurms erkennen die Vorwürfe in den einzelnen Schülern, sie würden sich viel Arbeit in die professionelle Ausbildung ihrer Kinder stecken.

Trotzdem sind viele Absolventen noch nicht bereit für eine Berufsausbildung. Doch nach einem Jahr Praktikum oder anderen Unterstützungsmaßnahmen haben sie in der Regel einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, so Wurm. Zugleich bietet 60 Prozent der Betriebe inzwischen eine Inhouse-Betreuung an, um die Trainees auf das angestrebte Level zu führen. Der Anteil der jungen Menschen in der Berufsausbildung, für die das Risiko eines Versagens ohne Förderung hoch ist, steigt.

"Doch auch die Möglichkeiten, mit denen die Trainees es machen können", sagt Wurm, "warten Unternehmen oft zu lange, bis sie jungen Menschen eine Möglichkeit bieten, die die Voraussetzungen auf den ersten Blick nicht ganz erfüllten. "Beide Fachleute meinen, dass es immer wieder Fälle gibt, die eine Ausbildung nie in der üblichen Weise durchführbar sind.

Digitalisierungen und geänderte Produktionsmethoden erzeugen und verändern professionelle Bereiche, machen sie aufwendiger. Die notwendige Grundlage dafür kann in der schulischen Ausbildung geschaffen werden, sagt Schöffmann, die wichtigste Fragestellung ist jedoch die Bedeutung, die der Berufsausbildung in einer Gemeinschaft beigemessen wird. Die IHK-Sprecherin für Bildungspolitik erkennt auch in den Fluechtlingen wertvolle Potenziale.

Ein Vergleich der Werte zeigt eine Lösung: 850 Jugendliche besuchen im Bezirk vorberufliche Schulklassen, 600 Lehrstellen stehen zur Verfügung. Die Firmen sind auch sehr bereit, Flüchtling zu akzeptieren. Die Abschiebung von Asylsuchenden in der Berufsausbildung sei weiterhin möglich, sagt Schöffmann.

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