Förderung Weiterbildung

Unterstützung bei der Weiterbildung

Durch das AFBG besteht ein individueller Rechtsanspruch auf Förderung der Weiterbildung. Das gilt oft auch für die mögliche direkte oder indirekte Förderung bestimmter Formen der Weiterbildung (z.B. Bildungsurlaub, Bildungsschecks). Das Ziel der beruflichen Weiterbildung ist es auch, eine berufliche Qualifikation zu vermitteln.

Finanzierung: Für welche Berufsgruppen stehen Mittel zur Verfügung?

Weiterbildungsförderung

Ein wesentliches personalpolitisches Steuerungsinstrument zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten durch Berufsqualifizierung ist die Förderung der Weiterbildung nach dem Dritten SGB III. Für die Grundversicherung für Arbeitssuchende gelten über den Hinweis in 16 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 SGB II auch die Bestimmungen zur Förderung der Weiterbildung.

Nicht nur die Beteiligung von arbeitslos oder arbeitslos gefährdeten Beschäftigten ist förderfähig. In einem Arbeitsverhältnis stehende Mitarbeiter können auch unter gewissen Bedingungen gefördert werden (z.B. bei fehlender beruflicher Qualifikation, Anstellung in KMU). Bis Ende 2020 will die Aktion "ZUKUNFTSSTARTER" 120.000 Jugendliche zwischen 25 und 35 Jahren ohne berufliche Bildung für die berufliche Aus- und Weiterbildung anlocken.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Agentur für Arbeit unter dem Link. Die Bestimmungen des am 01.08.2016 in Kraft getretenen Weiterbildungs- und Versicherungsschutzgesetzes (AWStG) verbessern den Einstieg in die berufliche Weiterbildung - vor allem für Geringqualifizierte und Zeitarbeitslose.

Mitarbeiter, die noch keine berufliche Ausbildung absolviert haben, können beim Erlernen von Grundfertigkeiten (insbesondere in den Gebieten des Lesens, Schreibens, der Informatik und der Informations- und Kommunikationstechnologien) unterstützt werden, wenn dies für eine gelungene Beteiligung an einer qualifikationsbezogenen Weiterbildungsmassnahme notwendig ist. Die Arbeitsvermittlung oder die Arbeitsagentur des Wohnorts bestimmt die Weiterbildungsfinanzierung unter Beachtung des persönlichen und arbeitsmarktlichen Förderbedarfs.

Dabei ist es von Bedeutung, dass die betreffenden Personengruppen vor dem Start einer Fortbildungsmaßnahme von der Arbeitsagentur oder dem Arbeitsamt betreut werden. Das Beratungsgespräch hat zum Zweck, zusammen mit den Beteiligten das für sie beste Ausbildungsziel und die erforderliche Weiterbildungsdauer zu eruieren. Eine Broschüre mit umfassenden Hinweisen zur Förderung der betrieblichen Weiterbildung finden Sie auf der Website der BA unter dem Link.

Eine Weiterbildungsteilnahme muss erforderlich sein, um im Falle von Erwerbslosigkeit die Integration der Beschäftigten zu ermöglichen, eine konkrete Gefahr der Erwerbslosigkeit zu vermeiden oder weil der Weiterbildungsbedarf aufgrund fehlender beruflicher Qualifikationen erkannt wird. Der Weiterbildungsbedarf umfasst immer auch die Arbeitsmarktbedingungen. Dies bedeutet, dass die Arbeitsagentur oder das Arbeitsamt prüfen muss, ob beispielsweise die Arbeitslosenquote ohne Weiterbildung gestoppt werden kann.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, bekommt der Mitarbeiter einen Ausbildungsgutschein von der Arbeitsagentur oder dem Arbeitsamt. Die Bildungsgutscheine geben u.a. das Lernziel, die zur Erreichung des Lernziels notwendige Zeit und den räumlichen Umfang an. Der Bildungsgutscheininhaber kann den Gutschein unter den im Gutschein genannten Voraussetzungen bei einer anerkannten (zertifizierten) Einrichtung seiner Wahl für die Weiterbildung eingelöst werden.

Allerdings muss die Massnahme auch für die Weiterbildung genehmigt werden. Die Bundesagentur für Arbeit kann ausnahmsweise auf die Ausstellung eines Bildungsgutscheins verzichtet werden (z.B. weil es kein geeignetes Fortbildungsangebot vor Ort gibt oder die Teilnehmenden mit dem Ausbildungsgutschein nicht zurechtkommen). Vielmehr kann die Arbeitsagentur oder das Arbeitsamt Weiterbildungsanbieter mit der Ausführung von Weiterbildungskursen betrauen.

Die Schulungskosten werden vom Schulungsanbieter auf Basis des Schulungsgutscheins mit der Arbeitsagentur abgerechnet. Die Ausbildungsdatenbank KURSNET der BA informiert auch über genehmigte Massnahmen. Durch die Ausstellung eines Bildungsgutscheins bestätigt die BA oder die Arbeitsagentur unter anderem, dass und welche der nachfolgenden Ausbildungskosten gedeckt sind:

Sind die Bedingungen erfüllt, wird das Arbeitsentgelt auch während der Weiterbildung (fortgesetzt). Gering qualifizierte Mitarbeiter können durch Fortbildungskosten unterstützt werden, um eine berufliche Qualifikation zu erlangen. Unterstützt werden auch diejenigen, die eine Ausbildung abgeschlossen haben, aber seit vier Jahren in einer halb- oder ungelernten Arbeit tätig sind und die die gelernte Arbeit nicht mehr ausführen können.

Dabei werden in diesen 4 Jahren nicht nur Arbeitszeiten in un- und angelernten Berufen, sondern auch Pflege- und Ausbildungszeiten sowie Arbeitslosenzeiten mitberücksichtigt. Dadurch wird der Einstieg in die Weiterbildung für pflegende Angehörige und Wiedereinsteiger nach der Familienzeit erleichter. Beschäftigte, die für den Erwerb einer beruflichen Qualifikation mit Lohnfortzahlung von der Arbeitsvermittlung befreit sind, können von der Arbeitsagentur Beihilfen bekommen sie sind zu Anfang der Beteiligung volljährig, sie haben nach wie vor das Recht, für die Dauer der Beteiligung an der Massnahme aus einem existierenden Arbeitsverhältnis zu zahlen, das Unternehmen, zu dem sie gehören, hat weniger als 250 Beschäftigte, die Einrichtung und die Massnahme sind förderfähig.

Mitarbeiter, die unter 45 Jahre alt sind oder für die Dauer der Weiterbildung keinen Vergütungsanspruch haben, können bezuschusst werden, wenn der Auftraggeber zumindest 50 v. H. zur Kostenfinanzierung beiträgt und die Weiterbildung längstens bis Ende des Jahres 2020 begonnen hat. Wir weisen darauf hin, dass neben den Förderungsinstrumenten der Agentur für Arbeit in Deutschland eine Vielzahl von weiteren Förderprogrammen zur Förderung der Aus- und Weiterbildung zur Auswahl steht.

Hinweise zu Förderungsmöglichkeiten im Bereich der Weiterbildung (z.B. Meister- und Technikerausbildung) nach dem AFBG (auch Master BAföG genannt) sind auch auf der Website des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst unter www.meister-bafoeg.info. zu erhalten. Auch ein interessanter Prospekt "How to find the right training" steht dort zum Download bereit.

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