Duales system der Berufsausbildung

Das duale System der Berufsausbildung

Die duale Berufsausbildung Die duale Berufsausbildung in Deutschland wird als ein erprobtes System zur erfolgreichen Qualifizierung von Fachkräften erachtet. In einem Jahr starten gut zwei Drittel der Schulabsolventen [1] eine Berufsausbildung in einem der derzeit 344 Ausbildungsberufe[2]. Sie können so unmittelbar nach dem erfolgreichen Studienabschluss einen geeigneten Ausbildungsberuf ausüben. Das duale System wird auch im internationalen Vergleich als Modell des Erfolgs betrachtet.

Denn das duale System erlaubt es einer großen Zahl junger Menschen, jedes Jahr einen qualifizierenden Beruf zu erlernen, und diese Facharbeiter gelten als entscheidend für den wirtschaftlichen Aufschwung. 3] Dennoch steht Deutschland dem dualen System der beruflichen Ausbildung von Anfang an kritisch gegenüber. Ausbildung, Qualifikation und Erwerb von Kompetenzen sind für eine zeitgemäße Wissens- und Servicegesellschaft wie in Deutschland von grundlegender Bedeutung.

Junge Menschen müssen sich heute verstärkt mit wachsenden Qualifikations- und Kompetenzbedürfnissen auseinandersetzen und müssen sich für eine Berufsausbildung im dualen System, eine vollzeitschulische Berufsausbildung oder eine wissenschaftliche Berufsausbildung mit verschiedenen Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten entscheiden. Deshalb ist die allgemeine Erziehung, aber insbesondere die Berufsbildung und das dort herrschende System ein topaktuelles, viel diskutierte Thematik.

Dieses Papier befasst sich mit dem dualen System der beruflichen Bildung in Deutschland. Hier geht es um die Frage, wie das duale System geschaffen und strukturiert wurde und ob es von Anfang an modernisiert wurde. In Anlehnung an eine Definition im zweiten Abschnitt werden im dritten Abschnitt die historischen Ursprünge und Strukturen des dualen Ausbildungssystems, insbesondere die beiden Lernstandorte Schule und Unternehmen, erörtert.

Das vierte Arbeitskapitel soll klären, was Modernisierungen im Hinblick auf das Berufsbildungssystem bedeuten. Das fünfte Teil schließt die Arbeiten ab. Die Berufsausbildung besteht aus den einzelnen Begriffen Ausbildung und Ausbildung, die wie nachfolgend beschrieben werden. Von Weber kommt eine herkömmliche Berufsbezeichnung, nach der ein Berufsstand formell "die Festlegung, Vertiefung und Verknüpfung von Sozialleistungen einer Persönlichkeit sein kann, die für sie die Basis für eine kontinuierliche Renten- und Beschäftigungsmöglichkeit ist"[4].

7] Die Berufsausbildung umfaßt gemäß 1 Abs. 1 Nr. 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) die Bereiche der Vorbereitung auf die Berufsausbildung, die Berufsausbildung, die Weiterbildung und die Berufsumschulung. 8] Tabelle 1 fasst diese vier Teilsektoren, die unter Berufsausbildung zusammengefaßt sind, mit ihren entsprechenden Zielsetzungen zusammen. Die Berufsausbildung und ihre Aufgabenstellung sind für diese Arbeiten besonders wichtig, die in 1 (3) BIBiG ausführlicher dargelegt werden: "Die Berufsausbildung muss die für die Wahrnehmung einer befähigten Berufstätigkeit in einer sich verändernden Berufswelt erforderlichen fachlichen Kompetenzen, Erkenntnisse und Handlungsfähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einer ordnungsgemäßen Ausbildung weitergeben.

Außerdem soll sie den Aufbau der notwendigen Berufserfahrung ermöglichen"[10]. Bei dem dualen System handelt es sich also um ein lernendes System mit zwei Standorten, der öffentlichen Berufsfachschule und dem Lehrbetrieb (oder der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte), die die Berufsqualifizierung des Auszubildenden als gemeinsame, kooperative Zielsetzung verfolgen[15]. Die Ausbildungsinhalte (Lerninhalte) werden im dualen System systematisch auf unterschiedliche Standorte verteilt.

Nach der Erläuterung einiger Grundbegriffe geht es im folgenden Abschnitt um die historischen Ursprünge des dualen System. Das zweite Standbein des dualen System neben dem Unternehmen ist die Hochschule. Jahrhunderts gab es in Deutschland so genannte Weiterbildungsschulen, die als geschichtliche Wegbereiter von berufsbildenden Schulen gelten können.

Am Anfang waren dies kirchliche und industrielle Schulen, ab 1850 dann allgemeinbildende und berufsbildende Schulen. Ab 1873 wurde die allgemeinbildende Schule in Deutschland in einer Gründerwelle verstärkt etabliert. Um 1900 schlug Georg Kerschensteiner, Stadtrat der Stadt München und Reformator der Weiterbildungsschule, vor, diesen Schultyp in eine auf den Schülerberuf ausgerichtete und sich daran orientierende Bildungsinstitution umzugestalten.

27] Die allgemeinbildende Berufsschule wurde erstmals nach 1900 in München in Gestalt einer selbstständigen Berufsschule von Kerschensteiner realisiert. 28] Grundlage der Legitimität der neuen Hochschule war laut Kerschensteiner die Berufsausbildung, die junge Menschen in die Bürgergesellschaft einbinden und von den Ideen des Sozialismus und des Kommunismus abhält. 29] Diese staatliche und berufliche Bildung wird auch im neuen Studienfach Berufs- und Staatsbürgerkunde deutlich, das in den späteren berufsbildenden Grundlehrplan, der sich aus technischen, kaufmännischen und staatsbürgerlichen Studien zusammensetzt.

Zwischen 1895 und 1914 nahm die Anzahl der Berufsschulen zu, die außerdem immer mehr standardisiert wurden und nun einen obligatorischen Bestandteil der handwerklichen Ausbildung ausmachen. 30] Nachdem in der Entwicklungsphase die grundlegenden Strukturen des dualen Ausbildungssystems erklärt wurden, wird im nächsten Abschnitt auf die Phase der Stabilisierung der Berufsausbildung näher eingehen.

Der Zeitraum zwischen 1920 und 1970 kann als stabilisierende Etappe der dualen Berufsausbildung betrachtet werden. Es wurde in dieser Zeit, die die Woiwodschaft Weimar, den NS und die Zeit nach dem Krieg umfasste, der Versuch unternommen, den vorindustriell uneinheitlich regulierten Ausbildungsbereich in Betrieb und Schule zu gestalten. Vieles davon wurde jedoch erst in der Zeit nach dem Krieg in der BRD umgesetzt.

Rot (2003), S. 254. [6] Baethge/Wieck (2006), S. 164.[7] Siehe ebd. 14] Siehe auch unter der Überschrift Grainert (1997), S. 23 [15] Aus Lesbarkeitsgründen wird unten nur die Männchenform verwendet. 16] Bundesbildungsrat (1974), S. 69[17] Grüner (1998), S. 38[18] Siehe Grüner (1998), S. 37f.

19 ] Siehe Pierenkemper (2006), S. 247[20] Siehe auch Greenert (1998), S. 37 f. 21 ] Siehe auch S. 43 und S. 22] Siehe auch S. 500, S. 23] Siehe Stender (2006), S. 114, S. 24] Siehe auch S. 48f. 25 ] Gérinert (1997), S. 27.[26] Gérinert (1998), S. 53.[27] Siehe ebd.

28 ] Siehe Krebs (2004), S. 26 [29] Siehe Herrlitz et al. (2005), S. 114[30] Siehe auch: Greinert (1997), S. 27; Greinert auf S. 53 ff. 31 ] Gérinert (1997), S. 29[32] Siehe Reibold (1998), S. 36[33] Siehe Kipp (1987), S. 213 ff.

34 ] Siehe Greinert (2006), S. 504[35] Siehe Greinert (1997), S. 31 ff.

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