Duales Studium Universität

Genossenschaftliche Staatliche Universität

Studenten der Universität Bonn (Foto: Barbara Frommann/Universität Bonn). Neben den Universitäten finden Sie hier auch viel mehr duale Studiengänge. Handelsrecht Diejenigen, die dual studieren, haben am Ende ihres Studiengangs bis zu zwei Diplome in der Tasche. Ein enormer Pluspunkt gegenüber anderen Studienbewerbern, der auch finanzielle Auswirkungen hat. In diesem Beitrag erfahren Sie ganz konkret, was ein duales Studium ist, welche Variante dieser Form des Lernens es gibt und wo die Vor- und Nachteile gegenüber einem herkömmlichen Vollzeit-Studium sind.

Die Universität Tübingen hat in einer Studie festgestellt, dass sich eine überdurchschnittliche Zahl leistungsstarker Schulabgänger für ein duales statt für ein "normales" Vollzeit-Studium an der Universität entscheidet. Aus den Auswertungen der Befragung von 1.230 Studenten ergab sich, dass die Studenten an den baden-württembergischen Hochschulen im Durchschnitt einen niedrigeren Schulabschluss haben als ihre Mitstudenten an der DHBW.

Doppelstudium: Alles, was Sie wissen müssen! Das Doppelstudium besteht zu je einem Drittel aus praktischen und theoretischen Teil. Einerseits soll der Doppelstudent umfangreiche praktische Erfahrungen im Unternehmen gewinnen und andererseits in Lehrveranstaltungen das für seine berufliche Laufbahn und seine Tätigkeit in leitenden Positionen erlernt werden. Bei den weitverbreiteten Doppelstudienmodellen handelt es sich um einen Dreimonatswechsel zwischen Praktikum und Studium.

In Deutschland werden die dualen Studienangebote nahezu ausschliesslich von Berufsakademien und Hochschulen ausgelobt. Auch wer sich im Bereich der Studienauswahl orientiert, wird rasch merken, dass es von Staat zu Staat verschiedene Vorschriften gibt. Der Doppelabschluss endet in der Regel mit einem staatlichen Bachelor-Abschluss. In der Regel müssen Absolventinnen und Absolventen dieser Studienrichtung jedoch gewisse Zulassungsvoraussetzungen für einen "normalen" Vollzeit-Masterstudiengang (z.B. LL.M. in Wirtschaftsrecht) mitbringen.

Auch diese sind von Universität zu Universität unterschiedlich. Die Bezeichnung "duales Studium" wird als Gattungsbegriff für vier unterschiedliche Formen oder Modelle des Studiums benutzt. Zwei dieser vier Modelle sind besonders für Schulabsolventen von Interesse, die anderen beiden für Menschen, die bereits eine Berufsausbildung haben. Geeignet für alle, die ihren Schulabschluß gerade erst in der Tasche haben, sind die beiden Ausbildungsgänge, die Berufsausbildung und Praxis integrieren.

In der Ausbildungsvariante absolvieren Sie neben dem Studium auch eine qualifizierte Berufsausbildung im Betrieb. So kann man zum Beispiel im Handelsrecht die Berufsausbildung zum Steuerberater mit einem Abschluss in Unternehmensrecht kombinieren. Bei einem praxisintegrierten dualen Studium ist dagegen keine Berufsausbildung vorgesehen, sondern der Studierende wird als Festangestellter oder Normalbeschäftigter angestellt und bekommt dafür sein Entgelt.

Das hat gegenüber der Ausbildungsintegrationsvariante den Nachteil, dass Sie nicht zusätzlich zu den Lehrinhalten eine Prüfung an einer berufsbildenden Schule ablegen müssen. Es gibt auch die Möglichkeit eines dualen Studiums für diejenigen, die sich erst nach der Lehre für einen Studienabschluss interessieren. Hier ist ein berufsintegriertes oder arbeitsbegleitendes duales Studium die geeignete Entscheidung.

Beim berufsintegrierten Doppelstudium wird die Zahl der Arbeitsstunden (Teilzeitarbeit) in Abstimmung mit dem Auftraggeber verringert und die gewonnene Zeit untersucht. Mit der Teilzeitvariante schließt man neben dem regulären Einsatz einen Abend- oder Fernlehrgang ab, bei dem der Auftraggeber einen ab. Welche Vorzüge hat ein solches Modell?

Diejenigen, die einen dualen wirtschaftsrechtlichen Studiengang mit integrierter Ausbildung oder Praxis absolvieren, verbringen etwa die halbe Studiendauer im Unternehmen und sammeln dort von Beginn an Praxiserfahrung. Der" Praxisschock ", den manche Hochschulabsolventen erleben, wenn sie von ihrem ersten Auftraggeber nach dem Studium ins kalte Nass geworfen werden, ist nicht mehr nötig. Ein weiterer Pluspunkt eines dualen Studiums mit integrierter Berufsausbildung ist, dass man neben dem Bachelor-Abschluss auch einen staatlichen Bildungsabschluss erhält und daher nach dem Studium zwei Studienabschlüsse gleichzeitig nachweisen kann.

Ein Grund für die große Beliebtheit von Doppelstudiengängen ist sicher auch, dass man vom Auftraggeber ein Entgelt erhält. Das ist in der Regel nicht zu hoch, da das Institut oft auch die Studienbeiträge an der Doppeluniversität oder Fachhochschule zahlt.

Nicht zuletzt: Wer im Doppelstudium gut abschneidet und gute Prüfungsleistungen und gute Ergebnisse bei seinem Auftraggeber vorweisen kann, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch unmittelbar nach Ende des Studiums eine feste Stelle angeboten bekommen. Sie brauchen also nach dem Studium keine Arbeit zu suchen und können sich ganz auf Ihr Studium fokussieren. Abhängigkeiten vom Auftraggeber und dem Karriereweg sind bereits weitestgehend festgelegt.

Auch wer sich für ein duales Studium beworben hat, engagiert sich langfristig in einem Betrieb. FÃ?r die Zeit des Studiums ist man an den Ausbildungsbetrieb / Praktikumsbetrieb angebunden. In manchen Betrieben wird eine weitere zweijährige Betriebszugehörigkeit gefordert, da der Auftraggeber natürlich auch wünscht, dass der künftige Nachwuchsführungskräfte so lange wie möglich gegen Bezahlung der Studienbeiträge zur Verfügung stünde.

Außerdem entscheiden Sie sich schon vor dem Studium für einen Ausbildungsberuf. Bei einem Vollzeit-Studium sind Sie abwechslungsreicher und können sich z.B. erst nach der Studienhälfte mit Schwerpunktthemen auseinandersetzen. Darüber hinaus sollte man die mangelnde freie Zeit in einem Doppelstudium nicht unterbewerten.

Nicht zuletzt ist das eingeschränkte Studienangebot natürlich ein Manko. Insbesondere ein duales Studium im Bereich des Wirtschaftsrechts wird nur an wenigen Universitäten landesweit durchgeführt, so dass nicht jeder die Möglichkeit hat, einen geeigneten Studiengang in seinem Bereich zu wählen. Wie sieht ein "normales" Studium an einer Universität oder Hochschule im Gegensatz zu einem Doppelstudium aus?

Mehr wissenschaftliche Exzellenz: Wenn Sie forschen möchten oder von Ihrem Studium einen besseren Standard erwarten, sind Sie an der Universität oder Fachhochschule besser betreut. Mit der Auswahl einzelner Schwerpunkte und zusätzlicher Studiengänge können Sie sich im normalen Studium weiter entwickeln. Darüber hinaus bietet Ihnen ein solches Studium mehrere Karrieremöglichkeiten.

In einer Wohngemeinschaft leben, nachts Party machen und Kontakte knüpfen - das kann auch zur Konsolidierung und Fortentwicklung einer Persönlichkeit führen und wirkt sich im engen Zeitrahmen des Doppelstudiums weniger aus. Es ist nicht möglich, eine pauschale Aussage darüber zu treffen, welche Form des Lernens besser ist. Das hängt immer von der individuellen Lebenslage und Ihren Vorlieben ab: die Wahl des Studiums:

Sind Ihnen Aufbau und Gestaltung ein Anliegen und Sie finden sich in immer neuen Zusammenhängen rasch zurecht? Dann ist ein duales Studium genau das Richtige für Sie. Wenn Ihnen jedoch ein selbst bestimmtes Studium und Ihre Studienfreiheit am Herzen liegen, sind Sie mit einem herkömmlichen Vollzeitstudium sicher besser beraten. Wenn Sie aus Kostengründen nur ein duales Studium beginnen, kennen Sie vielleicht noch nicht alle Beweggründe und haben vermutlich noch nicht alle Bemühungen berücksichtigt, die ein duales Studium erfordert.

Schließlich ist es bei Ihrer Wahl des Studiums genauso wie bei allen großen Lebensentscheidungen - Sie müssen sich bei Ihrer Wahl wohlfühlen.

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