Duales Studium mit Ausbildung

Doppelstudium mit Ausbildung

Ein unschlagbarer Ausbildungsweg: der Doppelstudiengang Großer praktischer Nutzen, große Übernahmeraten und gute Karrieremöglichkeiten - das sind die Gründe für die Verbindung von Studium und Ausbildung. Aber nicht nur Jugendliche, sondern auch Firmen können von diesem herausfordernden Ausbildungsweg partizipieren. Die Absolventen des dualen Studiums der Systemmaterialien an der Universität Hof absolvieren eine Ausbildung zum Prozessmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnologie und erhalten zugleich einen Bachelor of Engineering.

Diese Kombinationsausbildung umfasst viereinhalb Jahre. Damit ist das Doppelstudium zwei Jahre kleiner als das "klassische" Studium mit vorheriger (oder nachfolgender) Ausbildung. Es gibt auch keine "Leerlaufzeiten" zwischen der Kammermusikprüfung und dem Beginn des Studiengangs. Die Grundvoraussetzung für die Teilnahme an einem Doppelstudium sind ein hohes Maß an Fachdisziplin und Leistungsbereitschaft. Damit ist es möglich, das Studium und die Ausbildung in verhältnismäßig kurzer Zeit abzuschließen.

Weil der Ort des Lernens nicht auf die Universität beschränkt ist, sondern durch das Unternehmen ausgeweitet wird, können theoretische Kenntnisse und deren Umsetzung im Berufsalltag bestmöglich kombiniert werden. Auch Duale Studierende bekommen ein geregeltes Gehalt und haben sehr gute Chancen auf eine Aufnahme in den Lehrbetrieb oder eine gelungene Aufnahme in den Beruf.

Firmen, die an Doppeldiplomstudiengängen teilnehmen, können davon erheblich profitieren. 2. Mehr und mehr Firmen beziehen daher doppelte Studienprogramme in ihre Betrachtungen zur Rekrutierung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern ein und arbeiten mit Universitäten und Berufsakademien zusammen. Doppelstudenten tragen ihr im Vortragssaal erlerntes Wissen unmittelbar in die Unternehmenspraxis ein - eine gute Möglichkeit für den ausbildenden Betrieb, eine Anbindung an den Forschungsstand und an Produkt- und Prozessinnovationen zu schaffen.

Auch für leistungsfähige junge Menschen als Unternehmer werden Firmen, die ein duales Studium durchführen, immer interessanter. Rund 64.000 Doppelstudienplätze wurden 2012 ausgeschrieben, wie die Daten aus der Datenbasis TrainingPlus des BIBB zeigen. Der überwiegende Teil der angebotenen Plätze wird in den Bereichen Wirtschaft (43,2%), danach Ingenieurwesen (40,9%) vergeben.

Im Anschluss an die Rektorenkonferenz werden die dualen Ausbildungsgänge in drei Modellen unterteilt: ausbildungsintegrierend: Berufsbegleitend durchlaufen die Jugendlichen eine Ausbildung in einem anerkannter Beruf. praxisintegrierend: Studierende schliessen Praktikums- oder Freiwilligendienstverträge mit Betrieben ab, die lange Praktikumsphasen im Ausbildungsbetrieb sicherstellen und über das ordentliche Fachsemester an einer Hochschule hinaus gehen berufsintegrierend: Der Studiengang ist an eine berufsbegleitende und inhaltsbezogene Berufstätigkeit gekoppelt.

Zielpublikum sind Studieninteressierte, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung oder Berufspraxis haben und sich berufsbegleitend fortbilden wollen. Dabei haben sie Firmen betreut und begleitet, die mit der Universität zusammenarbeiten wollten, und junge Menschen über das duale Studiensystem und seine Karrierechancen informiert. Seit jeher wurde darauf geachtet, kleine und mittelständische Firmen von den Vorteile eines Doppelstudiums zu überzeugen und sie bei der Umsetzung zu begleiten.

Das Bewusstsein für den Studiengang Duales Studium in Wissenschaft und Praxis ist mittlerweile deutlich angestiegen. Diesen Umstand haben nicht nur die Universitäten, sondern auch die Firmen erkannt und erschließen immer wieder neue Anwendungsgebiete.

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