Duales Schulsystem

Zweifaches Schulsystem

Duale Berufsausbildung" ist die Abkürzung für das duale Berufsbildungssystem, das eine parallele Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen gewährleistet. Einführungsschulung: Das duale Ausbildungssystem für alle Auszubildenden Ein solides Berufsbild ist die Grundlage für den Erfolg. Genauso unterschiedlich wie diese Zielsetzungen sind, so unterschiedlich ist auch das Ausbildungsangebot. Nach wie vor steht die Berufsbildung in den nach dem BBiG zugelassenen Berufen im Mittelpunkt der Berufsbildung in Deutschland. Die duale Systematik beschreibt die Form der Bildung.

Sie ist für den Praxisteil der Lehre verantwortlich, übernimmt die Verantwortung für die Gesamtausbildung, schult nach der Ausbildungsordnung für den betreffenden Beruf und dem dazugehörigen Ausbildungs-Rahmenplan und lehrt nach den in der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder auf Landesebene vereinbarten Rahmencurricula, die je nach Lehrberuf ein bis zwei Tage pro Woche oder als Block stattfinden, was bedeutet, dass die Lehrlingsausbildung Pflicht ist.

Hinweise zum Erlangen eines höherwertigen Schulabschlusses im Zuge der doppelten Berufsbildung können Sie dem Faltblatt "Schule, Berufsbildung - oder beides? Doppelte berufliche Bildung und Schulabschluss". Berufsschulen und Fachhochschulen ermöglichen eine vollschulische Bildung. Sie sind eine echte Ausbildungsalternative zu Studium und Lehre, denn sie verbinden beide Bildungswege: praxisnahe Berufsbildung und theoretisches Selbststudium.

Kurze Erläuterung des Films "Duale Berufsausbildung".

Das iMOVE Training - Made in Germany: Info Duales Führungssystem

Benutzen Sie die kostenfreien Unterlagen, um die deutsche duale Berufsbildung im europäischen Raum einzuführen. Inwiefern ist die duale Lehre in Deutschland sinnvoll? Vielsprachige Vorträge über das duale Berufsbildungssystem. Infofilme und Videofilme zur Präsentation der beruflichen Bildung in Deutschland. In Folge 73 drehte das Team des indischen Fernsehens mit Hilfe von Inmove.

Doppelsystem unter Spannung

Gütersloh, 20. September 2015: Die duale Ausbildung steht zunehmend unter Druck: Seit 2007 ist die Anzahl der Ausbildungsplatzbewerber deutschlandweit von 756.000 auf 613.000 zurückgegangen. Dies bedeutet einen Umsatzrückgang von 19 Prozentpunkten. Auch das Ausbildungsplatzangebot ging zurück, allerdings um 13% von 644.000 auf 563.000.

Damit haben sich die mathematischen Möglichkeiten einer Lehre für den individuellen Antragsteller verbessert. Gymnasiasten und ausländische Schülerinnen und Schüler können davon jedoch kaum etwas haben. Die Einstiegschancen in das duale Ausbildungssystem haben sich nur leicht verbessert. Demnach hat die duale Berufsausbildung in Ostdeutschland in den vergangenen Jahren an Gewicht eingebüßt. Die Anzahl der Ausbildungsinteressierten hat sich seit 2007 fast verdoppelt (minus 47 Prozent).

Zudem ging die Ausbildungsplatzzahl um 40 Prozentpunkte zurück. Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die 98% der Unternehmen in den ostdeutschen Raumländern stellen, verringern ihr Ausbildungsengagement. In den alten Ländern ist die Bewerberzahl seit 2007 ebenfalls um 13% zurückgegangen, die Ausbildungsplätze um 7%.

Dennoch ist es für ausländische und junge Menschen, die nur über einen Realschulabschluss verfügen, kaum einfacher, einen Lehrstellenplatz zu bekommen. Im Jahr 2005 haben nur 48% der Studienbewerber mit Realschulabschluss unmittelbar eine Betriebspraktikum oder eine Vollzeitschulausbildung begonnen. Im Jahr 2013 lag dieser Wert mit 51% nur leicht darüber. Waehrend 71% der Abiturienten in Bayern eine direkte Berufsausbildung starten, sind es in Schleswig-Holstein nur 37%.

Wer es nicht schafft, die Weiterbildung unmittelbar zu beginnen, endet zunächst in Massnahmen des so genannten Uebergangssystems. Gymnasiasten ohne deutschem Reisepass haben die niedrigste Erfolgsrate bei der Suche nach einem Lehrplatz. Lediglich 37% von ihnen erhalten einen direkten Lehrplatz, also wesentlich weniger als die Schüler der Sekundarstufe I (54%). Doch je größer der Abschluss, umso weniger Einfluß hat die Einbürgerung.

Der Ausbildungserfolg ausländischer Schulabgänger mit Fachhochschulabschluss ist mit 94% etwas geringer als in Deutschland (97%). AusländerInnen haben die besten Aussichten, einen Lehrplatz in Mecklenburg-Vorpommern zu finden, ungeachtet ihres Schulabschlusses. Dort starten 89% der Bildungsausländer eine voll qualifizierte Lehre - das schaffen nur 84% der Bundesbürger.

Lediglich 41% von ihnen können ihre Berufsausbildung unmittelbar in der Hansestadt aufnehmen (Deutsche: 74%). Es wird immer schwerer, das richtige Unternehmen als Lehrling und den richtigen Lehrling als Unternehmen zu bekommen. Das spiegelt sich nicht nur darin wider, dass im Jahr 2013 mehr als dreißigtausend Ausbildungsplätze nicht besetzt sein werden, obwohl es mehr Interessenten als Arbeitsplätze gab.

Im Jahr 2013 wurden 25 % der in Deutschland abgeschlossenen Aufträge frühzeitig beendet. Im Jahr 2007 waren es 21Prozente. Dort werden 35% der Ausbildungsplätze frühzeitig beendet. Kontraktlösungen können nicht mit Abbrüchen gleichgesetzt werden, da die Weiterbildung oft in einem anderen Unternehmen fortgeführt wird. Eine verbesserte berufliche Orientierung in den schulischen Einrichtungen, eine stärkere Förderung von Unternehmen und Auszubildenden sowie flexiblere Ausbildungen sind Massnahmen zur Öffnung und Stärkung des dualen Systems.

Mehr zum Thema