Duale Berufsausbildung österreich

Doppelte Berufsausbildung Österreich

Berufe, Hochschulen für Tourismus) und die Schulen in. Die berufliche Zukunft für junge Menschen gestalten, für die Zukunft, für uns alle. Doppelte Berufsausbildung wird weltweit geschätzt Das war ein ungewohnter Schachzug, aber wahrscheinlich die falsche Entscheidung: Marina Ebner wollte nach ihrem vierten Jahr an der HTL keine Berufsschule mehr besuchen, sondern ein Praktikum bei der HTL in der Gemeinde machen. Die Getränke- und Brautechnikerin war nicht notwendigerweise der Traumberuf, von dem sie als Frau erträumt hatte.

Sie ist sehr glücklich mit ihrer Wahl, die ihr einige Tore für ihre weitere Karriere öffnet. Die Marina Ebner ist eine Ausnahmen. Nach langem Gerede über die duale Berufsausbildung in Österreich und das Abitur als Nonplusultra gehen immer weniger junge Menschen nach der Schulzeit in die Lehre: 1980 waren es noch fast 50 Pro- zent, heute sind es nicht einmal 40. Die Demographie noch verschlimmert die Lage, wie Michael Landertshammer, Referatsleiter der Bundeswirtschaftskammer Österreich erklärt: "1980 waren es 130.000 15-Jährige, 2013 sind es nur 89.000. Außerdem gibt es weniger Ausbildungsbetriebe, besonders in Wien, die Auszubildende.

Österreichs Unternehmen fehlen daher gut ausgebildete und global anerkannte Fachkräfte. Das duale System wird heute auf internationaler Ebene hoch geschätzt. Während Fachleute der OECD (Organisation für ökonomische Kooperation und Entwicklung) seit Jahren den geringen Anteil an Hochschulabsolventen in Österreich kritisieren, wird in ihrem jüngsten Studium Bildung auf einen Blick die Tatsache betont, dass 76% der österreichischen Jugendlichen eine Berufsausbildung durchlaufen.

Dies ist ein weltweiter Spitzenreiter, resultiert aber auch aus der Einbeziehung aller Studierenden der BHS. Nach und nach setzt sich auch in Österreich die Tatsache durch, dass die duale Ausbildung international gepriesen wird. Auch in Kroatien, Serbien, Malta und jetzt auch in Moldawien hat sie mit Unterstützung Österreichs duale Ausbildungssysteme eingeführt. Im Praktikum werden unter anderem Bauarbeiter, Küchenchefs und Servicekräfte für die EU gerüstet.

"Auch für Österreich ist die große Resonanz ein gutes Zeugnis", sagt Springer. Zur Begrüßung: Laut Michael Landertshammer von der WKO sind die Mittel- und Hochschulen der grösste Wettbewerb der Ausbildungsbetriebe, die den gesunkenen Geburtenzahlen aus reinen finanziellen Gründen standhalten wollen. "Landertshammer will deshalb die Schulfinanzierung von der Zahl der Hochschulabsolventen abhaengen.

Darüber hinaus sollten "Lehre und Studium endlich als gleichwertig angesehen werden" (siehe links). Die Brauerei Marina Ebner wäre wohl der schönste Beleg dafür. Es ist nur folgerichtig, dass sich die Handelskammer (WKO) mit dieser Thematik beschäftigt. Nun hat sie eine Untersuchung des Instituts für Erziehungsforschung in der Industrie (ibw) in Auftrag gegeben, die sich mit dem Themenkomplex Gesamtschulen befassen soll.

Ob 10- bis 14-Jährige in einer Gemeinschaftsschule gelehrt werden sollen, trennt wie kein anderer die Bildungspolitik. So eine ideologische Debatte will Studioverfasser Kurt Schmid vermeiden: "Erst die Einführung eines umfassenden Schulsystems macht ein Schulwesen noch nicht erfolgreich", sagt er. "Schmid erläutert es so: "Die Wahl eines Gymnasiums oder einer Realschule ist auch eine Zurechnung.

Welche Erfolgsfaktoren machen eine ganzheitliche Ausbildung aus? "Oder warum ist Finnland bei PISA und Italien weit weg von der Weltspitze - obwohl beide eine einheitliche Ausbildung haben? Vor diesem Hintergrund verlangt Michael Landertshammer von der Handelskammer: "Vieles kommt auf den Ausbilder an.

Aus diesem Grund müssen wir in seine Bildung einsteigen. Der Lehrerberuf muss attraktiv gemacht werden."

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