Duale Berufsausbildung in Deutschland

Die duale Berufsausbildung in Deutschland

Duale Berufsausbildung in Deutschland - eine Vorlage für Europa? Gegen die stagnierende Jugenderwerbslosigkeit in Europa hat die EU eine ganze Serie von Maßnahmen und so genannten "Garantien" ergriffen. Langfristig könnte eine Anpassung eines Systems der doppelten Ausbildung in anderen EU-Staaten, das sich in Deutschland seit Jahren gut bewährt hat, eine gute Grundlage sein. Mafalda hat in Portugal Computerwissenschaften gelernt.

"Die Studie war viel zu praktisch, zu viel theoretisch, was mir auf dem Jobmarkt wenig geholfen hat", sagte der 26-Jährige. "In Portugal macht man entweder eine Berufsausbildung - aber dann fehlt es einem oft an den Theorien. "Seit einem Jahr bildet sie in einem Unternehmen in Berlin zum Elektroniker aus.

"Ich darf hier mit modernster Technik und nach meiner Berufsausbildung habe ich gute Aussichten, in meinem Metier mitzuarbeiten. Egal ob hier in Deutschland oder in Portugal. "Die Kombination von Berufsschullehre und Berufspraxis in einem Ausbildungsbetrieb hat in Deutschland bereits eine lange Geschichte.

Mit Hilfe des so genannten dualen Berufsbildungssystems soll die Eingliederung junger Menschen in den Beruf besser und rascher erfolgen. Laut Destatis waren im Monatsnovember 2017 im Durchschnitt 18,2 Prozentpunkte der jungen Menschen in der Euro-Zone erwerbslos, während die Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland mit 6,6 Prozentpunkten im weltweiten Maßstab auf einem sehr geringen Stand ist. Das ist nicht der einzige Grund, warum das deutsche System der beruflichen Bildung so großes Aufsehen erregt.

Bei einer Befragung von McKinsey (2013) in acht europÃ?ischen LÃ?ndern geben 27 % der Betriebe an, dass sie keine ArbeitsplÃ?tze vergeben können, weil die jungen Menschen nicht die entsprechende Qualifikation besitzen. Kürzlich im Dezember 2017 hat die EUKommission eine Handlungsempfehlung mit 14 zentralen Kriterien für eine qualitativ hochstehende und zukunftsfähige Berufsausbildung vorgelegt.

Ziel der Maßnahme ist es, den Mitgliedsstaaten im Bereich der Bildung Anregungen zu geben, wie sie die berufliche Bildung qualitativ hochstehend und dauerhaft an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes anpassen können. "Die in Deutschland bereits weitgehend umgesetzten Kriterien", sagt Dr. Regina Flake, Verantwortliche für das Verbundprojekt Kompetenz-Zentrum für Sicherungsspezialisten am IWS.

Für andere Staaten gibt es laut Flocke jedoch keine Zauberformel. "Die Selbstverständlichkeit in Deutschland, dass die deutschen Betriebe die duale Berufsausbildung fördern und gar eine Ausbildungsbeihilfe bezahlen, ist in anderen Staaten Europas nicht so selbstredend. "Wie aus der IW-Studie, an der Flocke beteiligt war, hervorgeht, sind die für die duale Berufsausbildung erforderlichen Rahmenbedin-gungen in den sieben untersuchten Staaten Europas sehr verschieden.

"In vielen Staaten ist die Berufsausbildung noch weit von ihrem Potenzial entfernt", heisst es in der Untersuchung. Das Zusammenwirken der verschiedenen Partner, anpassbare Bildungspläne, aber auch makroökonomische Impulse für den Arbeitsmarktsektor sind notwendig, um der jüngeren Jugend den Einstieg in die Berufswelt durch praktische Berufsausbildung zu erleichtern. "Zudem gibt es vor allem in den südlichen europäischen Staaten ein gutes Image der Berufsausbildung", sagt Flake.

Die Berufsausbildung hat in der Regel einen schlechteren Ruf als das Studieren. Aus diesem Grund müssen politisch und wirtschaftlich zusammen mehr dafür getan werden, dass die Berufsausbildung von jungen Menschen und ihren Familien als eine gleichermaßen interessante Möglichkeit empfunden wird. Die Berufsorientierung muss ebenfalls entsprechend angepaßt werden - ein Prozess, der nicht auf kurze Sicht stattfinden kann, aber für die gelungene Umsetzung dualer Ausbildungssysteme unerlässlich ist.

Es ist nicht nur die "Garantie", dass jeder Jugendliche, der nach längstens viermonatiger Arbeitslosigkeit eine Anstellung oder einen Arbeitsplatz hat, nicht erfüllt wird. Andere Untersuchungen weisen auch darauf hin, dass bis 2017 die Haelfte aller erwerbslosen jungen Menschen in der EU seit mehr als sechs Monaten erwerbslos sind. "Es war nicht leicht für meine Familie, als ich mich nach dem Abschluss meines Studiums für eine Berufsausbildung entschied - und dann so weit weg, in Deutschland", sagt Mafalda.

"Doch Portugal hat keine solche Bildung. Es gibt in meinem Metier immer wieder neue technologische Weiterentwicklungen. Wenn ich auch in Zukunft auf dem Markt bestehen will, muss ich mich weiterentwickeln können. "Damit die Verbindung von beruflichem und beruflichem Training in Europa keine Seltenheit wird, sieht er folgende Erfolgsfaktoren: Starkes Engagement der sozialen Partner, große Beweglichkeit der jungen Menschen, ein günstigeres Bild für Bildung und zielgerichtete Berufsorientierung, bedarfsgerechte Ausbildungskonzepte, inhaltliche Ausgestaltung von Angeboten für leistungsfähige und leistungsschwächere junge Menschen und die Permeabilität des Gesamterwerbs.

Deutschland hat noch viel von seinem Nachbarland Schweiz zu erfahren, insbesondere im Hinblick auf die Permeabilität und Flexibilisierung seiner Bildungspläne. So hat die EUKommission am 17. November 2017 eine Recommendation mit 14 zentralen Kriterien für eine qualitativ hochstehende und zukunftsfähige Berufsausbildung vorgelegt. Sie ist Teil der neuen EU-Kompetenzenagenda vom Juli 2016 und Teil der neuen EU-Kompetenzenagenda vom Juli 2016 und beruht auf einer umfassenden Ansprache.

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