Die Duale Ausbildung

Das duale Ausbildungssystem

In Deutschland wird die Ausbildung häufig als duale Berufsausbildung bezeichnet, die nach wie vor die häufigste Form der Ausbildung ist. Dieser Artikel formuliert eine kurze Einschätzung der Zukunft des dualen Systems. Was ist die duale Ausbildung? An drei bis vier Tagen in der Woche werden die Trainees gezielt an die Arbeit im späteren Berufsalltag heran geführt. Sie erfolgt - je nach Berufsstand und Ausbildung - ein oder zwei Tage pro Tag oder mehrere Tage pro Jahr.

Die Ausbildung in den meisten Berufsgruppen beträgt drei Jahre.

Aber es gibt auch Ausbildungsberufe, für die zwei oder dreieinhalb Jahre zur Verfügung stehen. Je nach Vorkenntnis oder Leistung des Praktikanten kann auch diese Schulungszeit gekürzt werden. Die Lehrlinge erhalten vom Unternehmen eine monatliche Ausbildungsbeihilfe. Der Betrag der Ausbildungsbeihilfe richtet sich nach den tariflichen Regelungen. Der schriftliche Auftrag ist Grundvoraussetzung für die Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb.

Die Ausbilder und Auszubildenden werden unterstützt und sorgen für eine erfolgreiche Ausbildung.

Das duale Studium - ein Modell für die Zukunft?

Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über die zukünftige Entwicklung des doppelten Wahlsystems. Welche Anforderungen stellt das duale Ausbildungssystem? Seit geraumer Zeit werden die Vor- und Nachteile des Berufsbildungssystems in einer kontroversen Diskussion erörtert. Aufgrund der im weltweiten Vergleich niedrigen Jugendarbeitslosenquote, die dem Dualsystem zugeschrieben wird, ist sie auch ein "Exportschlager" für andere Länder (Bundesministerium für Bildung u. Wissenschaft 2015; ELER 2013).

Austritt von Unternehmen? Auf der anderen Seite sind die Anzahl der Neuabschlüsse und der Anteil der betrieblich angebotenen Ausbildungsstellen rückläufig. Letztere könnten darauf hindeuten, dass sich die Unternehmen ausbilden. Die rückläufige Entwicklung der innerbetrieblichen Ausbildungsstellen im Rahmen des Dualen Systems ist nicht nur auf die rückläufige Anzahl von Schulabgängern, die gestiegene Studienbereitschaft oder Probleme bei der Anpassung an den Lehrstellenmarkt zurückzuführen (siehe auch Der Ausbildungsmarkt).

Selbst für hoch spezialisierte Fachbetriebe, die nicht alle Komponenten der Ausbildung umfassen, kann die gemeinsame Ausbildung eine Option sein. Dabei gibt es unterschiedliche Arten der gemeinsamen Ausbildung (siehe BMBF 2011). Damit das duale System für die Volkswirtschaft weiterhin interessant bleibt, muss es auch jungen Menschen wirtschaftlich sinnvolle Qualifikationen vermittelt werden. Die duale Ausbildung muss sich daher kontinuierlich an die Entwicklung auf dem Markt orientieren.

Die duale Ausbildung muss dementsprechend neue, zukunftsorientierte Berufe qualifizieren und gegebenenfalls neue, moderne Anforderungsprofile erarbeiten. Zum anderen ändern sich die Erfordernisse und Techniken auf dem Arbeitsmarkt: Der steigende Gebrauch von Computer, Informations- und Kommunikationstechniken muss sich auch in den Ausbildungsvorschriften und den zu unterrichtenden Fertigkeiten wiederfinden. Daher muss das Training auch die Möglichkeit bieten, sich im Verlauf des Leben regelmässig zu verbessern (learning to learn).

Damit die duale Ausbildung auch in Zukunft bestehen bleibt, muss sie auch für Jugendliche interessant sein. Durch den Geburtenrückgang schrumpft der Prozentsatz der jungen Menschen an der gesamten Bevölkerung und damit die Einstellungsbasis der Auszubildenden. Unternehmen müssen sich daher zunehmend die Fragen beantworten, ob sie eigentlich Menschen mit einer 3-jährigen Ausbildung denjenigen mit einem 3-jährigen Bachelor-Abschluss den Vorzug geben sollten.

Zunehmend etablieren sich auch verschiedene duale Studienmodelle, d.h. duale Ausbildungsgänge mit einem relativ großen Anteil an praktischer Berufserfahrung, die mit dem herkömmlichen Dualsystem konkurrieren. Während die Berufsausbildung bundesweit reglementiert ist, sind viele der Doppelstudiengänge viel mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen (großen) Unternehmen zugeschnitten (Graf 2016, S. 11).

Beispielsweise haben einige junge Menschen (noch) nicht die notwendige "Ausbildungsreife" nach dem Schulabschluss. Das gilt um so mehr, als die Voraussetzungen für den Einstieg in die Berufsbildung ständig anwachsen. In einigen Fällen können Ausbildungsplätze jedoch nicht vergeben werden, weil die Jugendlichen die Ausbildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in einigen Ausbildungsberufen als uninteressant empfinden.

Obwohl dem System der beruflichen Ausbildung aus gesamtökonomischer Betrachtung nach wie vor große Aufmerksamkeit geschenkt wird, hat die duale Ausbildung aus individueller Perspektive ihre Anziehungskraft im Vergleich zu anderen Bildungsgängen verloren. Aus diesem Grund wurden verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Anziehungskraft und Sicherstellung einer hinreichenden Anzahl von Bewerberinnen und Bewerbern für die duale Ausbildung gestartet, darunter der Aufbau der beruflichen Orientierung, Image-Kampagnen, die bedarfsgerechte Nachwuchsgewinnung für kleine und mittlere Unternehmen, die Einstellung von Hochschulabbrechern für die duale Ausbildung, die Verstärkung der Permeabilität zwischen Berufs- und Hochschulbildung sowie die Ausweitung der Nachwuchsförderung in der Dualen Berufsbildung (Bundesministerium für Bildung im Jahr 2015).

Darüber hinaus sollten mehr Ältere für die Ausbildung (Umschulung/Weiterbildung) im Rahmen des Systems eingestellt werden. Oft reicht eine Ausbildung ein ganzes Jahr nicht mehr aus. Das duale Ausbildungssystem mit seinen mehr als 300 Lehrberufen ist zum Teil hochspezifisch. Schließlich hat das duale Berufsbildungssystem Vor- und Nachteile, die sich je nach Wirtschaftslage und technischer Weiterentwicklung auch anders auswirken.

Bundesforschungsministerium für Wissenschaft und Technologie (ed.) (2015): Berufs-bildungsbericht 2015. Bonn; Federal Ministry of Education and Research (ed.) (2011): Verbunddausbildung - die Bildungsform der Zukunft? an... In Euler, Dieter (2013): Berufsbildung in Deutschland - ein Export-Hit oder eine Reform-Baustelle? Aus: Magazin für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 109 (3), p. 321-331. Mohr, Sabine; Troltsch, Klaus; Gerhards, Christian (2015): Withdrawal of companies from vocational training: Reasons and patterns.

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