Dauer der Ausbildung

Ausbildungsdauer

Ab wann kann gekürzt oder verlängert werden? Was ist die Probezeit? In den entsprechenden Ausbildungsordnungen ist die Dauer der Ausbildung für jeden Lehrberuf geregelt (Regelausbildungszeit). Das können zum Beispiel drei Jahre sein. Während dieser Zeit sollte ein durchschnittlicher Auszubildender in der Lage sein, das angestrebte Ziel zu verwirklichen.

In den entsprechenden Ausbildungsordnungen ist die Dauer der Ausbildung für jeden Lehrberuf geregelt (Regelausbildungszeit). Während dieser Zeit sollte ein durchschnittlicher Auszubildender in der Lage sein, das angestrebte Ziel zu verwirklichen. Das Ausbildungsverhältnis beendet sich mit dem Ende der Ausbildung von selbst - auch wenn sich dieser Zeitraum durch Verlängerungen oder Verkürzungen verändert. Auch ohne Vertragsanpassung.

Da es sich um ein begrenztes rechtliches Verhältnis handele, ist keine Beendigung des Vertrages erforderlich - das vertragliche Verhältnis endete ohne weiteres mit Zeitablauf. Wenn es sich um ein schrittweises Training handelt, wird das Trainingsverhältnis erst nach dem zweiten Schritt beendet. Wenn der Auszubildende seine Abschlußprüfung vor Ende der Ausbildung ablegt, beendet sich das Lehrverhältnis mit der Verkündung der Ergebnisse durch den Prüfungsausschuß.

Erfolgt die Abschlußprüfung erst nach Beendigung des Lehrverhältnisses, wird das Lehrverhältnis weder von selbst noch auf Wunsch des Lehrlings erweitert. c ) Wird die Ausbildung im gleichen Ausbildungsberuf fortgesetzt, so kann die bisher absolvierte Zeit ganz oder zum Teil in Betracht gezogen werden. d) Jede andere relevante berufliche Tätigkeit kann gebührend miteinbezogen werden. Bei erfolgreichem Abschluss eines entsprechenden Berufsschuljahres (BGJ) oder einer Berufsschule kann dieser Zeitraum wie folgt gutgeschrieben werden: a) BGJ, Berufsschule: 6 oder 12 Monaten, b) Berufsschule mit mittlerem Schulabschluss: 6 oder 12 Monaten, c) Berufsschule mit Fachhochschulreife: 6 oder 12 Monaten, d) Berufsschule mit mittlerem Schulabschluss: 12 oder 18 Monaten, es gibt keine Anrechnungsmöglichkeit.

Trotz einer Kürzung hat der Praktikant keinen Anrecht auf die Entlohnung für das zweite Ausbildungsjahr vorzeitig. Bei Anrechnung von Vorbildungszeiten (z.B. BGJ) ergibt sich dagegen ein entsprechender früherer Vergütungsanspruch für das nächste Ausbildungsjahr, da die Ausbildung bereits als abgeschlossen betrachtet wird.

Der Ausbildungszeitraum darf die folgenden Mindestdauer nicht unterschreiten: Auch eine verkürzte tägliche oder wöchentliche Ausbildung kann auf Wunsch des Praktikanten und des Unternehmens durchgeführt werden (sog. Teilzeit-Ausbildung, wenn sich der Praktikant z.B. um sein eigenes oder um einen betreuungsbedürftigen Verwandten kümmern muss). Der Ausbildungszuschuss kann prozentuell reduziert werden.

Teilzeitausbildungen führen prinzipiell nicht zu einer Ausweitung der Gesamtdauer der Ausbildung. Die Auszubildenden erhalten nach wie vor die Ausbildungsvergütung des vergangenen Jahrgangs. Bei Nichtbestehen der Abschlußprüfung verlängern sich die Ausbildungsverhältnisse auf Wunsch des Auszubildenden bis zum nächsten möglichen Abschluß. Die Auszubildenden müssen die Erweiterung sofort nach Beendigung des Vertrages vom Lehrbetrieb fordern. Die Auszubildenden erhalten nach wie vor die Ausbildungsvergütung des vergangenen Jahrgangs.

Auch wenn der Prüfungsteilnehmer die Untersuchung wegen Krankheit nicht ablegen konnte, kommt es zu einer Nachfrist. Nach bestandener erster Wiederholung wird das Trainingsverhältnis beendet. Falls der Praktikant auch diese Untersuchung nicht erfolgreich absolviert, wird die Ausbildung auf seinen Wunsch hin bis zur zweiten erneuten Untersuchung fortgesetzt, wenn sie innerhalb der maximalen Frist von einem Jahr - berechnet ab dem ursprünglichen Ende der Ausbildung - absolviert wird.

Die Ausbildung ist nach diesem Jahr zu Ende. Im Berufsalltag besteht die Gelegenheit zu prüfen, ob Begabung und Lust auf den Berufsalltag vorhanden sind und ob die Teilnehmer zusammenpassen. Die Testperiode verläuft in der Regel unbenutzt. Spätere Schwierigkeiten mit dem Auszubildenden konnten in der Regel vermieden werden, wenn die Bewährungszeit sinnvoll genutzt wurde.

Das Unternehmen sollte sich daher von Beginn an ein umfassendes Leistungs- und Verhaltensbild machen und sich mit dem Praktikanten regelmässig über die Ausbildungslage auseinandersetzen. Wenn am Ende der Bewährungszeit ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Begabung oder des Neigungswinkels des Praktikanten auftreten, sollte von der Option einer Beendigung der Bewährungszeit Gebrauch gemacht werden.

Kann die Testperiode wie lange andauern? Die Ausbildungsverhältnisse beginnen mit der Bewährungszeit, die mind. einen und max. vier Monaten beträgt (§ 20 BBiG). Lässt sich die Testphase verlängern? Die Dauer der Bewährungszeit hat der Gesetzgeber präzise und schlüssig festgelegt. Deshalb ist eine Fristverlängerung in der Regel nicht möglich.

Ein Vertrag über die Probezeitverlängerung ist unwirksam (§ 25 BBiG). Erst wenn die Ausbildung während der Bewährungszeit um mehr als ein drittel dieser Zeit abgebrochen wird, verlängern sich die Bewährungszeiten um diese Zeit (§ 1 Nr. 2 des Ausbildungsvertrages). Befindet sich der Praktikant während der Bewährungszeit aufgrund von Blockunterricht kaum im Unternehmen, kann die Bewährungszeit nicht länger dauern, da dies keine Störung, sondern Teil der Ausbildung ist.

Ist es möglich, während der Testphase zu stornieren? Jeder Vertragsteil kann während der Bewährungszeit den Lehrvertrag ohne Angaben von GrÃ?nden beenden (§ 22 Abs. 1 BBiG). Ein Schwangerschaftsabbruch ist auch während der Bewährungszeit prinzipiell nicht möglich. Der Rücktritt muss in schriftlicher Form erklärt werden ( 22 Abs. 3 BBiG) und muss dem Geschäftspartner vor Ablauf der Wartezeit zugehen.

Selbst wenn das Ausbildungsverhältnis innerhalb der Bewährungszeit endet, hat der Praktikant ein Anrecht auf pro zentualen Anteil (= 1/12 pro vollem Ausbildungsmonat). Wenn dies nicht möglich war, muss das Unternehmen es wirtschaftlich anpassen.

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