Berufsunfähigkeit Umschulung

Umschulung von Berufsunfähigkeiten

Nach der Umschulung wird nicht auf die Leistung verzichtet. Wenn Sie nicht mehr arbeiten können und sich umschulen lassen, müssen Sie damit rechen, dass die Erwerbsunfähigkeitsversicherung Ihre Leistungen aufgibt. Tatsächlich haben die meisten Versicherer eine Vertragsklausel, die vorsieht, dass die Leistungen verfallen, wenn ein neuer, mit dem bisherigen Beruf vergleichbarer Beruf aufgenommen wird. Das OLG Karlsruhe hat nun in einem Urteil festgestellt, dass sich die Berufsvergleichbarkeit nicht nur auf Qualifikationen, sondern auch auf Löhne und soziales Ansehen erstreckt.

Die Klage wurde von einem ehemaligen selbstständigen Gas- und Wasserinstallateur eingereicht, der weitere Auszahlungen von seiner Invalidenversicherung einforderte. Der Versicherer hat seine Berufsunfähigkeit anerkannt und ihm regelmässig Geld ausgezahlt. Im Jahr 2003 wurde der Mann zum medizinisch-technischen Laboranten (MTLA) umgeschult. Nachdem er sie schließlich beendet und 2008 eine korrespondierende feste Stelle angenommen hatte, setzte die Versicherungsgesellschaft ihre Auszahlung aus.

Der Mann verklagt und das OLG Karlsruhe entschied, dass die versicherte Person Recht hatte. Nach Ansicht der Jury sollte die Versicherungsgesellschaft die Leistung nicht wegen der neuen Aktivität aufgeben. Nach § 2 Abs. 2 der Versicherungskonditionen ist dies nur möglich, wenn die neue Erwerbstätigkeit der früheren Lebenssituation der Versicherungsnehmerin oder des Versicherungsnehmers entspre-chen.

Dies bedeutet, dass die erforderlichen Qualifikationen und Kompetenzen nicht wesentlich niedriger sind als die des vorherigen Arbeitsplatzes und dass das Lohnniveau und die soziale Anerkennung nicht merklich niedriger sind als die des vorherigen Berufs.

Berufsunfähigkeitsversicherungen bei Umschulungen

Zahlreiche der Versicherten fragen sich, ob eine Umschulung möglich ist, wenn sie eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Kürzlich hat der BGH entschieden, dass der Versicherungsgeber nach erfolgreicher Umschulung keine Pension mehr zahlen muss. Der Beruf ist dabei nicht entscheidend, denn der Garantienehmer kann sich wieder seinen eigenen Wohlstand sichern.

Sie wird nur dann weiterbezahlt, wenn ein Berufsstand nicht mehr ausübbar ist. Das ist z.B. der Fall, wenn Blindheit besteht oder der Versicherungsnehmer nicht mehr kann. Auch für die Umschulung in sehr jungem Alter wird eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung empfohlen. Die Umschulung ist heutzutage häufiger, da die Arbeiter nicht mehr ihr ganzes Berufsleben lang im selben Bereich arbeiten.

Bei einer Umschulung sollten die Basisdaten der Erwerbsunfähigkeitsversicherung bei Beginn oder Beendigung eines Arbeitsverhältnisses jeweils einzeln an das Anforderungsprofil und die eigenen finanziellen Verhältnisse angepasst werden.

Mehr zum Thema