Berufsbildungsgesetz österreich Lehrlinge

BBiG Österreich Lehrlinge

Lehrlingsausbildung hat in Österreich eine lange Tradition und wird international hoch geschätzt. Die Lehrlingsentschädigung muss weiterhin für die Lehrzeit gezahlt werden. Berufsausbildungsbedingungen für Auszubildende In Österreich sind die Rahmenbedingungen für Lehrlinge vom Gesetzgeber sehr präzise definiert. So soll gewährleistet werden, dass Auszubildende während ihrer Ausbildung in keiner Weise ausgebeutet werden oder ihre gerechtfertigten Forderungen einbüßen. Eine erste Übersicht über die für Auszubildende vorgeschriebenen Arbeits- und Erholungszeiten, wie viele Ferientage ihnen zur Verfügung stehen und wie eine Ausbildung ausfallen kann.

Bei Auszubildenden unter 18 Jahren darf die Wochenarbeitszeit 40 Stunden nicht überschreiten. In die Arbeitszeiten ist die Zeit der Berufsschule einzubeziehen. Auch an Sonn- und Feiertagen sowie nachts ("von 20.00 bis 6.00 Uhr") darf nicht gearbeitet werden. In der Hotellerie müssen Auszubildende unter Umständen auch an Sonn- und Feiertagen tätig sein.

Hier muss jedoch sichergestellt werden, dass sie durchschnittlich jeden zweiten Tag kostenlos sind. Bis zum vollendeten 16. Lebensjahr dürfen keine Mehrarbeitsstunden ( "Überstunden") geleistet werden, nur in Ausnahmen. Einige Tarifverträge enthalten einen höheren Zuschlag für Mehrarbeit an Sonn- und Feiertagen oder nachts.

Alle Mitarbeiter (auch Auszubildende) über 18 Jahre unterliegen dem AZG. An Wochenenden haben Auszubildende das Recht auf zwei aufeinander folgende Ruhetage (in jedem Fall auch am Sonntag). In einigen Berufen (z.B. Handwerk, Gastronomie, Konditorei, Bäckerei und Metzgerei) gibt es Sonderregelungen für Ruhepausen, die natürlich auch Auszubildende betreffen.

Auszubildende haben wie alle anderen Arbeitnehmer das Recht auf 25 Arbeitstage pro Jahr (oder 30 Arbeitstage, wenn sie von montags bis samstags arbeiten - z.B. im Einzelhandel). Im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 1. Juli haben Auszubildende (wenn sie unter 18 Jahre sind) ein Anrecht auf wenigstens zwei Urlaubswochen.

Haben Auszubildende nach Beendigung ihrer Ausbildung ungenutzten Urlaub, haben sie Anspruch auf Auszahlung. In der Regel wird die Ausbildung am Ende der Ausbildungszeit gemäß Ausbildungsvertrag oder nach bestandener Abschlussprüfung beendet. Ein vorzeitiger Abbruch der Ausbildung muss immer in schriftlicher Form und unter Angabe der Begründung geschehen.

Binnen drei Wochen muss die Lehrstellenlösung auch der Berufsausbildungsstelle der Handelskammer gemeldet werden. Kleinere Auszubildende bedürfen zudem der Unterschrift ihrer gesetzlichen Vertreter. In den ersten drei Monaten der Ausbildung gilt die Ausbildung als Bewährungszeit. Während dieser Zeit können sowohl der Auszubildende als auch der Auszubildende die Ausbildung ohne Angaben von Gründen aufschreiben.

Auch eine einvernehmliche Beendigung der Lehre ist möglich. Der befugte Lehrer hat das Recht, die Lehre zu beenden, wenn ein schwerwiegendes Fehlverhalten vorliegt (z.B. Arbeitsausfall, Entwendung, wiederholter Pflichtverstoß trotz Abmahnung). Eine ( "vorzeitige") Lösung muss in schriftlicher Form unter Begründung vorgenommen werden. Auszubildende, die in ihrem Ausbildungsverhältnis Schwierigkeiten haben und deren Weiterführung nicht mehr zu erwarten ist (z.B. Nichtzahlung der Ausbildungsvergütung, Überschreitung der zulässigen Arbeitszeit, schlechte Ausbildungsqualität ), können den Lehrvertrag mit Begründung auflösen.

Kleinere Auszubildende bedürfen der Zustimmung ihrer Mutter oder eines gesetzlichen Vertreters. Darüber hinaus besteht die Chance einer außerplanmäßigen Beendigung der Ausbildung zum Ende des ersten oder zweiten Ausbildungsjahres. Dies kann entweder vom Auszubildenden oder vom Auszubildenden initiiert werden. Das Auflösen durch den autorisierten Lehrer muss nicht gerechtfertigt sein, sondern es wird ein Vermittlungsverfahren vorangestellt.

Mit dem Vermittlungsverfahren sollen die Ursachen für die angestrebte Kündigung der Ausbildung herausgearbeitet und, wenn möglich, eine Regelung gefunden werden, damit der Auszubildende seinen Lehrplatz beibehalten kann. Die Auszubildenden haben das Recht, an der Wahl des Vermittlers mitzuwirken. Die Ausbildung kann erst nach dem Fehlschlagen des Vermittlungsverfahrens beendet werden.

Die Arbeitsverwaltung muss sicherstellen, dass der Auszubildende die Ausbildung an einem anderen Ausbildungsort oder in einer betrieblichen Lehrlingsausbildung wiederaufnehmen kann. Darüber hinaus muss der Ausbildungsbetrieb eine Dreimonatsfrist für die außerordentliche Kündigung beachten.

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