Berufsausbildung mit Abitur

Ausbildung mit Abitur

Sachsen ist hier in einigen Bundesländern Vorreiter, man kann bereits während der Hochschulzugangsberechtigung eine Lehre absolvieren - das sogenannte "duale Abitur". Der BerufsAbitur verbindet die handwerkliche Ausbildung mit dem Abitur. Durch die duale Berufsausbildung mit Abitur eröffnen sich vielfältige berufliche und akademische Möglichkeiten.

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Die Berufsausbildung mit Abitur (Abkürzung: BmA) war in der DDR seit 1959 ein Ausbildungsweg zur Erlangung des vollständigen, unbeschränkten Abiturs und eines Befähigungsnachweises innerhalb von drei Jahren nach der zehnten Klassenstufe des Fachgymnasiums (POS), der bisher sehr gut besucht worden war. Potenzielle Studierende sollten bereits in dem jeweiligen Fachgebiet ausgebildet sein, um ihr späteres Fachstudium schnell und mit besserem Erfolg abschließen zu können und so besser auf das Arbeitsleben vorzubereiten.

Die Einflussnahme des Landes bei der Wahl der Studierenden für die BmA war wesentlich kleiner als beim Eintritt in das erweiterte Gymnasium (EOS), da sich nur die entsprechende berufsbildende Schule oder das Trägerunternehmen für den Eintritt entschieden hat. Infolgedessen gab es wesentlich weniger ideologische Verwerfungen bei der Wahl der künftigen Maturanten.

Die Ausbildung war für ihre hohe Ausbildungsqualität bekannt und gefragt, da das Abitur und die Ausbildung zum Facharbeiter innerhalb von drei Jahren absolviert wurden. Das Angebot an Studienplätzen war beschränkt und betrug etwa fünf Prozentpunkte der Studierenden eines Jahres. Deshalb wurden regelmäßig Unterkünfte im firmeneigenen Lehrlingswohnheim (LWH) geboten.

Das duale Training wurde in speziellen Klassen an berufsbildenden Schulen großer Unternehmen durchgeführt. Im Vergleich zu einer Berufsausbildung bei EOS oder den herkömmlichen berufsbildenden Schulen waren die Ansprüche an die Lehrlinge in der Regel höher, da die für einen Schulabschluss und die Qualifizierung von Fachkräften erforderlichen Fähigkeiten innerhalb kürzester Zeit erlangt werden mussten.

Das zentrale schriftliche Abschlussexamen der BmA war mit der Abiturprüfung der 2-jährigen EOS und der Meisterprüfung der meist 2-jährigen BmA gleich. Das Praktikum wurde gekürzt. Im Anschluss an das Grundstudium verkürzten sich die Ausbildungszeiten oft, da studienrelevante Praktikumsplätze aufgrund der bestehenden Berufsausbildung reduziert werden mussten.

Im Vergleich zum Abitur bei EOS wurde der Fahrplan der BmA auf drei Jahre verlängert und leicht verkürzt. Je nach gewünschtem Ausbildungsberuf gab es Kurse mit Geographie- oder Biologiestunden. Es gab auch keinen Astronomieunterricht. In der Allgemeinbildung wurde das Material nach den gleichen Curricula wie bei EOS unterrichtet, was aufgrund der reduzierten Stundenzahl mehr Selbstinitiative verlangte.

Die Allgemeinbildung bestand in der Regel aus 1917 Unterrichtsstunden, die in den darauffolgenden Unterrichtsstunden in das sgn: Fächersystem eingeteilt wurden: Germanistik 198, russische 234, zweite Stufe Fremdsprachen 198 und 288, wenn Studierende ohne die erforderlichen Kenntnisse gesonderte Unterstützung benötigen, Mathe 324, Physics 198, Chemistry 162, Biology or Geography 63, Civics 99, History 108 sowie Sports 198. 648 bzw. 576 Std., je nachdem, ob Geografie oder Biology unterrichtet wurde.

Das Praktikum wurde an rund 260 Tagen im Jahr durchgeführt. Darüber hinaus wurden von der Society for Sports and Technology prämilitärische und medizinische Ausbildungen angeboten. Anders als die Grundschule der DDR war der Samstag kein Schultag in der BmA. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr wurden in der Regel vier Tage in der Woche Allgemeinbildung und Berufstheorie unterrichtet, während die praktische Berufsausbildung einen Tag pro Woche-Lehre in Anspruch nahm.

Das dritte Jahr umfasste drei Tage theoretischer und zwei Tage praktischer Teil. Im zweiten Ausbildungsjahr folgte die umfassende Facharbeiterprüfung. Im dritten Ausbildungsjahr wurde die Matura bestanden. Die Berufsausbildung wurde in den 1960er Jahren an den weiterführenden Schulen der DDR (EOS) parallel zur Abiturvorbereitung absolviert.

Dies war zunächst für zwei Tage pro Woche/Monate im Schulungsbetrieb geplant. Weil dies aus organisatorischer Sicht zu zeitaufwendig war, wurde ab 1963 der Turnus auf 3 Schulwochen und eine Betriebswoche geändert. Weil der Einstieg bei EOS nun nicht nur für die neunte Schulstufe, sondern auch für besonders gute Studenten am POS ab der elften Schulstufe möglich war, gab es keinen Platz für eine Berufsausbildung.

In einigen Ländern wird seit dem Jahr 2000 im Zuge von Pilotprojekten der Versuch unternommen, die Kombination von Berufsausbildung und Abitur zu rekonstruieren. Die Oberstufenschulen in unterschiedlichen Berufsfeldern ermöglichen auch den berufsbegleitenden Abschluss der Spezialabitur.

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