Berufliche Fortbildung Arbeitszeit

Ausbildung Arbeitszeit

auch als Arbeitszeit im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Zur Aufrechterhaltung der beruflichen Qualifikationen kann eine Weiterbildung erforderlich sein, um die notwendige Freistellung für die berufliche Weiterbildung zu erhalten. Gehe zu Wer bezahlt Weiterbildungsmöglichkeiten? Vier Fünftel der betrieblichen Weiterbildung finden während der Arbeitszeit statt.

Arbeitszeittraining: Das müssen Sie wissen!

Die Anforderungen an die Qualifizierung und das Wissen der Mitarbeiter ändern sich heute rasant und das, was sie während ihrer Berufsausbildung oder ihres Studiums gelernt haben, ist rasch alt. Weiterbildung ist die optimale Voraussetzung, um die Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Werden aber auch Fortbildungsmaßnahmen wie z. B. Lehrgänge als Arbeitszeit betrachtet?

Wie sich diese Massnahmen auf den Bereich Urlaub und Arbeitszeit auswirken, können Sie hier nachlesen. Überblick: Ist Fortbildung Arbeitszeit? Wird Fortbildung als Arbeitszeit betrachtet? Fortbildung in der Berufswelt ist heute unvermeidlich. Vor allem im IT-Bereich verändern sich die Ansprüche und das dafür notwendige Know-how rasant.

Was der Mitarbeiter während des Studiums oder der Schulung erlernt hat, ist schnell überholt, wenn sich das Umfeld verändert und neue Anforderungen aufkommen. Weitere Schulungsmaßnahmen sorgen dann dafür, dass die Mitarbeiter weiter hinreichend ausgebildet sind. Der Mitarbeiter selbst kann auch seinen so genannten Verkehrswert deutlich anheben. Weiterbildung ist letztlich für den Auftraggeber ebenso wünschenswert wie für den Mitarbeiter.

Es ist jedoch nicht immer eindeutig, ob eine solche Massnahme als Arbeitszeit angesehen wird und ob sie entsprechend entlohnt wird, da es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. In Einzelfällen kommen beispielsweise firmeninterne oder einzelne Vorschriften zur Anwendung, die idealerweise bereits im Vorfeld im Vertrag festgelegt wurden. Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie bestimmte Regeln befolgen.

Grundsätzlich wird zwischen Weiterbildungsmaßnahmen während und außerhalb der Arbeitszeit differenziert. Erfolgt sie intern oder anderweitig während der Arbeitszeit, ist sie eindeutig Teil der Arbeitszeit und muss entsprechend vergütet werden. Bei vertraglicher Weiterbildungsvereinbarung kann der Unternehmer eine solche Massnahme auch dann fordern, wenn der Arbeitnehmer dazu nicht bereit ist.

Erfolgt eine Weiterbildungsmassnahme ausserhalb der Arbeitszeit, wie z.B. Abendtraining oder Fernunterricht am Wochende, ohne dass es eine vertraglich oder betrieblich festgelegte Regelung gibt, wird von Fall zu Fall eine Entscheidung getroffen. Hierbei kommt es darauf an, ob die Fortbildung beim Arbeitnehmer oder beim Auftraggeber beginnt und wer letztlich davon profitiert.

Anhand des Prinzips wird bewertet, ob die Massnahme Teil der Arbeitszeit ist oder nicht. Im Falle einer vom Arbeitnehmer selbst initiierten Fortbildungsmaßnahme, an der sowohl ein offizielles als auch ein privates Anliegen vorliegt und bei der der Arbeitnehmer auch das Dienstleistungsinteresse erkennt, gewährt der Arbeitnehmer in der Regel eine Abgabenbefreiung zu diesem Zweck. In diesem Falle wird die verlorene Arbeitszeit gutgeschrieben, aber die entstandenen Aufwendungen werden nicht zurückerstattet.

Bestellt oder will der Auftraggeber die Weiterbildungsmassnahme eindeutig durchführen und sie der allgemeinen Qualifikation oder Qualitätskontrolle dienen, wird sie in der Regel mitfinanziert. Es ist auch möglich, dass die anfallenden Aufwendungen, einschließlich Kursgebühren, Arbeitsmaterial und Fahrtkosten, nachträglich vom Auftraggeber erstattet werden. Sind Weiterbildungsmaßnahmen im Anstellungsvertrag oder im Unternehmen festgelegt oder haben sich das Betriebsklima und der Schwerpunkt der Aktivität so weit geändert, dass der Mitarbeiter seine Arbeit ohne Weiterbildungsmaßnahmen nicht fortsetzen kann, ist eine solche Massnahme für den Mitarbeiter vorzusehen.

Dabei hat der Auftraggeber alle notwendigen Aufwendungen zu übernehmen und die tatsächliche Arbeitszeit als Arbeitszeit zu betrachten. Der Staat kann die Ausgaben auf Anfrage subventionieren, sofern der Job des Arbeitnehmers von der Fortbildung abhängig ist. Diese Unterstützung kann auf Anfrage bei der Arbeitsagentur bewilligt werden.

Sonderfälle liegen vor, wenn der Arbeitnehmer zu Arbeitsbeginn nicht hinreichend ausgebildet ist. Benötigt er noch eine Massnahme für seinen Tätigkeitsbereich, kann der Auftraggeber diese auf Kosten des Arbeitnehmers bei der Anstellung erteilen. Diese werden während der Arbeitszeit durchgeführt und sind daher auch ein Teil davon.

Um Schwierigkeiten wie Streitigkeiten darüber, wer die Ausbildung durchführt und wer davon profitiert, zu vermeiden, ist es immer sinnvoll, im Vorfeld eine entsprechende Vertragsklausel aufzunehmen. Verpflichtungsklauseln beispielsweise befreien den Unternehmer, nachdem er die Weiterbildungskosten übernommen hat. Er verpflichtet den Mitarbeiter, das Werk für einen bestimmten Zeitraum nach einer Massnahme nicht zu verliessen.

In diesem Fall hat der Mitarbeiter einen Teil der anfallenden Gebühren zu erstatten. Das ist jedoch nur insoweit erlaubt, als der Arbeitnehmer auch von der Massnahme profitiert, d.h. das Gelernte auf dem Markt einbringen kann. Falls eine Laufzeit von mehr als zwei Jahren nach Abschluss der Ausbildung angezeigt wird, ist die Bestimmung möglicherweise ungültig.

Das Gleiche trifft auf betriebsbedingte Entlassungen zu.

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