Berufliche Ausbildung für Erwachsene

Ausbildung für Erwachsene

Bei einer Ausbildung ist es immer ratsam, sich beruflich weiterzuentwickeln. Bedenken: Ist es für Erwachsene nicht zu spät? Das gilt auch für die Nachqualifizierung junger Erwachsener.

Berufsausbildung für Erwachsene BAE

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Nachqualifikation von zwei Mio. Jugendlichen ohne Berufsabschluss

Mehr als 2 Mio. Jugendliche haben in Deutschland noch keinen Berufsausbildung. Dies ist angesichts der Auswirkungen des Bevölkerungswandels auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt und des zu erwartenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit nicht hinnehmbar und sollte Anlass genug sein, die Chancen für die soziale und berufliche Eingliederung dieser jungen Menschen genauer zu prüfen.

Weil aber in Deutschland die Zuständigkeit für die Abwicklung und Förderung des innerbetrieblichen Teiles der Ausbildung bei den Unternehmen in Betrieb und Administration liegen, entscheidet allein dieser, ob und welche Menschen die Ausbildung aufnimmt. Gleiches trifft auf die Nachqualifikation junger Erwachsener zu. Der folgende Abschnitt geht genauer darauf ein, welche Unternehmen die grössten Möglichkeiten haben, die Postqualifizierung ungelernter Erwachsener als Ersatz für die Abdeckung ihres Fachkräfte- und Qualifikationsbedarfs in Zukunft in Erwägung zu ziehen. 2.

Darüber hinaus konnten die Unternehmen auch die Fortbildung ihrer Älteren als weitere alternative oder ergänzende Maßnahme bei Einstellungsproblemen kommentieren. Bei der Mehrzahl der untersuchten Unternehmen hatten 54,1 Prozent keine vorhersehbaren Schwierigkeiten, ihren zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken (Abbildung 1). Die Unternehmen überlegen daher nicht weiter, welche Gruppen von Menschen als Substitut für den Mangel an externen Arbeitskräften ausgebildet oder fortgebildet werden können.

Dagegen sind 45,9 Prozent der Unternehmen verhältnismäßig zuversichtlich, dass ihr Vorgehen in Zukunft zu Schwierigkeiten bei der Einstellung von Facharbeitern führen wird. Welche Qualifizierungsbereitschaft besteht im Nachhinein? Mit 8,5 Prozent würde sich fast jeder zehnte Unternehmen dazu entscheiden, junge Erwachsene nachqualifizieren zu lassen und die älteren Mitarbeiter im eigenen Unternehmen durch Fortbildungsmaßnahmen an den veränderten Qualifikationsbedarf anzupassen.

Fast 11% aller Unternehmen können sich eine spätere berufliche Qualifikation oder eine andere Art der Berufsqualifizierung ausmalen. Das Gesamtpotenzial dieser neuen Technologie liegt damit bei fast 20 Prozent. Damit wären auf alle Unternehmen projiziert mehr als 300.000 Unternehmen prinzipiell in der Lage, Nachwuchskräfte im Alter von 20 bis 30 Jahren mit entsprechendem Rekrutierungsproblem und ohne Ausbildung aufnimmt.

Die Zahlen für Unternehmen, die nur auf die Fortbildung von älteren Arbeitnehmern angewiesen sind (10,1%), sind vergleichbar. Für 16,4% aller Unternehmen ist es vorstellbar, eine ganz andere Variante zu verwenden, um eventuellen Einstellungsproblemen zu entgegentreten. Die wichtigsten potenziellen Bewerber für die Zulassung von jungen Erwachsenen ohne Berufsausbildung sind Unternehmen mit 200 oder mehr Arbeitnehmern (Abbildung 2).

Nahezu jedes dritte dieser Unternehmen könnte sich in Verbindung mit der Fortbildung seiner Älteren die Postqualifizierung von Hilfskräften ausdenken. Bei der Ausbildung von Jugendlichen nach der Schule scheinen sich die Größenklassen kaum zu unterscheiden. 2. Lediglich bei den Weiterbildungsangeboten für Ältere gibt es wieder Differenzen. Besonders relevant ist die Postqualifizierung junger ungelernter Erwachsener als einzige Maßnahme zur Bekämpfung von Einstellungsproblemen für das Fertigungsgewerbe (19,3 %) (Abbildung 3), beide Wirtschaftszweige, die zu den bildungsintensiven Sektoren des dualen Systems zählen.

Nur wenn man Prioritäten bei der Fortbildung älterer Mitarbeitergruppen im eigenen Unternehmen festlegt, werden Differenzen sichtbar. Dieses Mal bildet die herstellende und weiterverarbeitende Industrie zusammen mit den dem Unternehmen nahestehenden Dienstleistern und Unternehmen sowie der öffentlichen Hand eine Unternehmensgruppe, die sich ausschliesslich auf die innerbetriebliche Fortbildung konzentriert. Unternehmen, die derzeit keine passenden Bewerber für ihre Ausbildungs- und Jobangebote finden, gehen davon aus, dass sie auch in den nächsten Jahren mit einem Anteil von fast 76% bzw. 81% mit Problemen konfrontiert sein werden.

Für mehr als 40 Prozent dieser Unternehmen wäre die Postqualifizierung von älteren Jugendlichen sicherlich eine Option, auch in Verbindung mit der Fortbildung ihrer Mitarbeiter. Einer von vier würde keine der beiden Strategien wählen. Besonders vielversprechend wäre es, wenn Jugendliche, die keine Berufsausbildung absolviert haben, in Berufen ausbilden würden, für die keine oder nur unpassende Bewerbungen auf den Ausbildungsplätzen vorzufinden sind?

Ein anderer wesentlicher Punkt für die Bewertung der Möglichkeiten für die älteren Jugendlichen ohne Berufsabschluss soll vorgestellt werden, in denen die Ausbildungsbetriebe einen Handlungsbedarf haben, den sie für das Jahr 2012/2013 nicht haben. Der Schwerpunkt liegt, wie man sieht, auf Bildungsberufen, für die auch die amtliche Statistik der BA ein Überangebot aufweist (Abbildung 4).

Besonders interessant ist die Postqualifizierung von ungelernten Jugendlichen zwischen 20 und 30 Jahren. In der Gesamtbetrachtung könnte sich jeder dritte Betrieb eine berufliche Qualifikation für junge Erwachsene entweder nur ( "16,8 %") oder in Verbindung mit der Fortbildung ihrer Älteren (15 %) vorsehen (Tabelle 2). Damit sind die Rahmenbedingungen gut und aufgrund der in diesen Unternehmen bestehenden personal- und fachlichen Ausstattung und der prinzipiellen Ausbildungsbereitschaft könnte es sogar entsprechende Ausbildungsplätze für Hilfskräfte geben4. Mit fast 16 Prozent ist das Ausbildungsinteresse bei Unternehmen, die keine Ausbildung anbieten, signifikant niedriger.

Unternehmen, die nicht ausbilden, überschätzen daher zukünftige Personalbeschaffungsprobleme. Hervorzuheben ist auch der geringe Prozentsatz der Unternehmen, die keine nennenswerten Rekrutierungsprobleme bei den Ausbildungsbetrieben haben. Nur 39,1 Prozent sehen der Entwicklung zuversichtlich entgegen, während 58 Prozent nicht davon ausgegangen sind, dass Unternehmen, die keine betriebliche Ausbildung anbieten, mit solchen Herausforderungen konfrontiert werden.

Ganz anders sieht es aus, wenn geprüft wird, ob die Teilnahme des Unternehmens an der Fortbildung seiner Mitarbeiter Einfluss auf die Wahl geeigneter Rekrutierungsstrategien hat. Hierbei zeigen nicht zuletzt die eigenen Weiterbildungserfahrungen, dass bewiesene Qualifizierungsmaßnahmen der eigenen Mitarbeiter häufiger zum Einsatz kommen.

Eine weitere Möglichkeit, die Voraussetzung für die Nachwuchsförderung bzw. die Fortbildung Älterer zu beurteilen, ist die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter in den Unternehmen. Besonders interessant ist dabei der Prozentsatz der Mitarbeiter, die keine Ausbildung absolviert haben. Auffällig ist, dass vor allem Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Ungelerntenanteil sowohl für die Ausbildung junger Erwachsener als auch für die Fortbildung ihrer Älteren sorgen würden (Abbildung 5).

Dabei ist fragwürdig, ob diese Unternehmen überhaupt als Zielgruppen für die Nachqualifizierung von Nachwuchskräften auszubilden sind. Unternehmen, die nur Jugendliche ausbilden würden, haben ein anderes Modell. Vor allem der Prozentsatz der erwerbstätigen Fachkräfte liegt mit fast 64% über dem Durchschnitt, was darauf hindeutet, dass es durchaus realistisch ist, ungelernte Nachwuchskräfte beim späteren Erwerb beruflicher Qualifikationen zu unterstützen.

Für Unternehmen, die über ein vergleichsweise gutes Qualifizierungsniveau ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügten, erscheint die exklusive Weiterbildung von älteren Mitarbeitern besonders zu sein. Mehr als 30 Prozent der Mitarbeiter in diesen Unternehmen haben einen Hochschulabschluss und fast 60 Prozent einen Berufsabschluss. Eine große Anzahl junger Erwachsener ohne Berufsabschluss in verhältnismäßig kurzen Zeiträumen durch berufliche Nachqualifizierung arbeitsmarktfähig zu machen, ist sicher eine der zentralen sozial- und bildungspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre.

Für Unternehmen und junge Menschen ist es sicher eine große Herausforderung, mit den sehr verschiedenen Bedingungen, Ideen und Erlebnissen derart zurechtzukommen, dass eine für beide Parteien gewinnbringende Verknüpfung besteht. Dabei ist zu beachten, dass verhältnismäßig viele Unternehmen prinzipiell darauf vorbereitet sind, jungen Menschen bei Einstellungsproblemen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt eine Perspektive zu bieten.

Doch wie die Bewertungen der vorliegenden Unternehmensbefragung belegen, wird diese Zahl erheblich verringert, wenn diese grundlegende Einsatzbereitschaft nach gewissen Eigenschaften und allgemeinen Bedingungen der Unternehmen näher untersuchte wird. Es wäre von Bedeutung, die im Ausbildungspakt in weiten Bereichen bereits eingeführten Mittel auch für Jugendliche ohne Berufsausbildung zu verwenden. Beispiele hierfür sind "Berufseinstiegsförderung" und "Einstiegsqualifizierung" (BMBF 2013).

Dabei wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie die Karrierewünsche junger Menschen und die Bedürfnisse und Ausbildungsangebote der Unternehmen koordiniert werden können. Jungen Erwachsenen sollte die Möglichkeit gegeben werden, eine Ausbildung zu erhalten. Gemeinsames Pressekommuniqué des Bundesarbeitsministeriums und der Agentur für Arbeit v. a. vom 17. Januar 2013 BMBF (2010): Neue Chancen für Unerfahrene.

Presseinformation 164 des BMBF vom 23. September 2010 BMBF (2013): Zwei Jahre neue Ausbildungspakte - Möglichkeiten ausgenutzt. Pressemeldung 11 des BMBF vom 06.02.2013. DLR (2010): Perspektiven der beruflichen Qualifizierung. Eine Initiative of the Federal Ministry of Education and Research, project management organisation: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Bonn.

Braun, Uta; Shandock, Manuel (2012): Jugendliche ohne Ausbildung. Im: BIBB: Hrsg.: Datareport zum Berufsbildungsbericht 2012 Information und Analyse zur Ausbildung.

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