Beruf als Friseurin

Tätigkeit als Friseurin

Bildnisfoto der Friseurin Angelika Mylius in ihrem Salon in Sindelfingen bei Stuttgart. Friseurberuf: 3 Damen Bericht Drei Friseure unterschiedlichen Altersspektrums schauen sich in unserer Reihe ihren Beruf an. Angelika, 52, Besitzerin eines Frisörsalons...

. Die Jugendherberge ist von 8:30 bis 13 Uhr und von 14:30 bis 18 Uhr im Friseursalon erreichbar. An Samstagen arbeiten sie fünfeinhalb Stunden. Was? Am Abend braucht sie noch eine halbstündige Pause für Buchführung, Disposition und dergleichen, am Abend zwei Wochenenden.

"Zu Beginn meiner Berufsausbildung ging es beim Friseurgewerbe um Verstopfung statt Verschütten: Vokuhila, Dauerwelle, ich berührte, föhnte, sprühte und gelierte, was ich konnte, natürlich in Leggings und auf Pfennigabsätzen. Das wagten die meisten unserer Gäste damals zu tun! Auch ich war mutig: Ende der achtziger Jahre habe ich meinen Trainer-Salon übernommen und kurz darauf einen zweiten eröffnet.

Lisa, meine Tocher, hätte ich gern mehr als drei Monaten zu Haus verbracht, aber das war nicht möglich. lch bin ein Kämpfer und ich mag meinen Job. Da war ich ihm was schuldig, habe mich von einem Laden getrennt. Auch ein guter Frisör muss gut zurechtkommen. Wenn ich an meine frühen Jahre zurückdenke, muss ich feststellen, dass die Gäste heute weniger funky sind.

Sie wollen nicht das, was ich eine graue Mausfrisur nenne, sondern auch als Best Ager zeitgemäß sein. Friseurinnen sind Seelenliebhaber, sag ich immer, in gutem wie in schlechtem Zustand. Es würde etwas passieren, wenn alle Frisöre aus dem Nähkasten quatschen würden! Physisch ist mein Job mühsam. "In der achten Kalenderwoche, am Sonnabend fünfeinhalb Uhr, plus die Zeit für die Buchführung und die Wartung der Facebook-Seite.

Samstags ist für sie eine Herausforderung: Da der Friseursalon um 7:30 Uhr geöffnet ist, muss sie eine knappe Viertelstunde früher stehen. "Ich stylen etwa zehn Gäste pro Tag. Sonst kann ich meinen Job nicht ewig machen. "hat eine 11-stündige Arbeitswoche, die sich auf drei Tage aufteilt.

Ihre Lieblingstage sind Freitag und Samstag, denn der Saal summt und sie hat viel Zeit. "Meine drei Mädchen und meine Enkelin'kreieren' als Friseure, wie wir hier in Schwäbisch, meine'Mädchen' machen die Herzen. Ich bin seit zwölf Jahren ein erfahrener Mann im "Haargeschäft": Geli, meine kleine Schwester, hat mich zur "Shampoo-Schnecke" ausgebildet.

Ich ging später zum Saubermachen, noch später züchtete ich Lisa, meine Oma mit groß, es gab noch keine Pflege und Geli leitete damals zwei Säle. Hätte mein Mann seinen Willen gehabt, hätte Geli bei Daimler trainiert. Wenn du nichts tun kannst, war der Frisör schon damals der richtige Zeitvertreib. Lisa hörte auch mal, dass sie "nur Friseurin" ist.

Frisör war und ist ein fordernder Beruf! Wenn du nur schnipselst, hältst du keine Gäste. Nicht jeder Frisör verdient schlechtes Geld. Er zahlt den Preis. In meinem Friseursalon habe ich 450 Euro, ich wäsche, repariere Dauerwelle, reinige. In meiner Jugend gingen sie ohne Verabredung zum Frisör. Ich bin im Friseursalon die Großmutter für alle.

Die Kundschaft schätzt mein aufgeschlossenes Gehör. Jeder Friseur ist ein Psychiater. Gelegentlich behaupte ich aber: "Jetzt sprechen wir nicht mehr über Ängste! Meine Kundinnen sollten den Laden mit einem Schmunzeln hinter sich lassen, und ich bin in einem Zeitalter, in dem oft Krankheit an der Tagesordnung ist.

Mehr zum Thema