Bbig Berufsschule

Berufsschule Bbig

Im Berufsbildungsgesetz BBiG ist die Berufsausbildung geregelt. Wird die Zeit in der Berufsschule als Arbeitszeiten betrachtet? Nahezu jeder Auszubildende geht während seiner Ausbildungszeit auch in die Berufsschule. Aber wird die Zeit in der Schulzeit als Arbeitszeiten betrachtet? Muss ein Auszubildender nach dem Studium noch im Unternehmen mitarbeiten?

Nahezu jeder Auszubildende in Deutschland erhält eine duale Ausbildung: Einerseits im Unternehmen, andererseits in der Berufsschule. Aber was ist mit der Zeit in der Berufsschule: Kann der Auszubildende diese Zeit als Arbeitsstunden angerechnet werden?

Muss der Auszubildende nach der Schulzeit ins Unternehmen zurückkehren? Es wird geklärt, was für die Zeit in der Berufsschule zutrifft. Gemäß 15 des BBiG muss der Trainer seinem Auszubildenden - sofern die Berufsschule während der Arbeitszeiten erfolgt - die Möglichkeit zur Aufnahme von Unterricht und Prüfung geben.

Der/die TrainerIn muss dem/der Auszubildenden daher die für den Berufsschulbesuch notwendige Zeit einräumen und darf ihn/sie während dieser Zeit nicht im Unternehmen unterbringen. Der Berufsschulbesuch hat Priorität vor der Tätigkeit im Unternehmen. Darüber hinaus muss der Trainer gemäß §19 BBiG seinen Auszubildenden während der Schulzeit weiterhin bezahlen.

Mit Bescheid vom 27. Februar 2001 (Az. 5 AZR 413/99) hat das BAG festgestellt, dass junge und erwachsene Auszubildende nicht nur die Unterrichtszeit, sondern auch die Berufsschulpausen und den Weg zur Schule zu ihren Arbeitszeiten zählen können. Für Auszubildende, die volljährig sind, ist die Gutschrift jedoch auf die Arbeitszeiten begrenzt.

Übersteigt die Dauer des Unterrichts die geplante Dauer von acht Arbeitsstunden, kann die zusätzliche Zeit für den Besuch der Schulen nicht mehr berücksichtigt werden. Hat der Auszubildende einschließlich des Schulweges neun Schulstunden absolviert, kann er trotzdem nur acht Schulstunden pro Tag anrechnen. Erwachsene Auszubildende unterliegen nicht dem Jugendschutzgesetz und können daher jeden Tag nach Abschluss der Berufsschule im Unternehmen mitarbeiten.

Die Zeit in der Berufsschule (einschließlich Unterbrechungen und Schulweg) und die darauffolgenden Arbeitszeiten dürfen die normale Arbeitsstunden von acht Arbeitsstunden nicht übersteigen. Beispiel: Die Berufsschule läuft von morgens bis abends von acht bis zwölf Uhr 15. Die Praktikantin oder der Praktikant verbrachte 4 Std. und 15 Min. im Vorlesungsraum. Er benötigt auch 30 min. zur Schule und zurück.

Nach dem Arbeitszeitgesetz darf ein erwachsener Auszubildender höchstens 48 Wochenstunden leisten.

In einem Zeitraum von sechs oder 24 Tagen dürfen durchschnittlich acht Arbeitsstunden pro Arbeitstag nicht unterschritten werden. Für Auszubildende, die noch nicht volljährig sind, gibt es einen kleinen Bonus: Sie können einen Tag Berufsschule pro Wochentermin, der wenigstens fünf Lektionen à 45 Min. beinhaltet, einmal pro Wochentermin mit acht Arbeitsstunden zählen - obwohl der Auszubildende tatsächlich nur drei und 45 Min. in der Ausbildung war.

In den anderen Tagen der Berufsschule muss der Auszubildende jedoch wieder im Unternehmen tätig sein um seine acht Arbeitsstunden aufzustocken. An mehreren Tagen pro Schulwoche entscheidet das Unternehmen, an welchem Tag der Auszubildende nach der Schulzeit entlassen wird. Weil es nicht immer Sinn macht, die Arbeitszeit für ein paar weitere Arbeitsstunden ins Unternehmen zu verlagern, können auch Zeitkonten oder Schichten für "Fehlstunden" einrichten werden.

Auf 40 Unterrichtsstunden kann eine berufsbildende Schulwoche mit einem geplanten Unterricht von mind. 25 Unterrichtsstunden an fünf Tagen angerechnet werden. In der Berufsschulzeit muss der Trainer seinen Auszubildenden entlassen und sein Entgelt weiterzahlen. Die Zeit, die der Auszubildende an anderen Tagen im Unternehmen in der Berufsschule verbracht hat, darf nicht nachgeholt werden.

Junge Auszubildende können ihre Zeit in der Berufsschule, einschließlich der Arbeitspausen und des Schulweges, vollständig auf ihre Arbeitszeiten angerechnet werden. Für junge Auszubildende gibt es einmal pro Woche eine Prämie: Wenn ein berufsbildender Schultag wenigstens fünf Unterrichtseinheiten à 45 min umfasst, kann der Auszubildende diesen Tag als acht Unterrichtseinheiten zählen. In den übrigen Tagen muss der junge Auszubildende im Unternehmen tätig sein, bis die acht Arbeitsstunden ausgelastet sind.

Die Berufsfachschulwoche mit einem geplanten Unterricht von mind. 25 Std. an fünf Tagen kann für den jungen Auszubildenden auf 40 Std. angerechnet werden. Selbst Auszubildende im Vollalter können die Zeit für den Unterricht, die Arbeitspausen und den Weg zur Schule vollständig auf ihre Arbeitszeiten angerechnet werden, jedoch höchstens acht Arbeitsstunden pro Tag. Wenn die Berufsschule weniger als acht Arbeitsstunden umfasst, muss die Fehlzeit im Unternehmen geleistet werden.

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