Ausbrecher

Flüchtling

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Justiz wurde der letzte der vier Flüchtlinge am Freitagabend verhaftet. Alcatraz Escape: Überlebten die drei Flüchtlinge von 1962 doch noch? Drei Häftlinge konnten im Juli 1962 von der ausbruchsicheren Gefangeneninsel Alcatraz fliehen. Von Frank Morris und den Gebrüdern John und Clarence Anglin gibt es bis heute keine Spuren. Damals hatten die Behoerden geltend gemacht, dass die Fluechtlinge, alle verurteilten Bankraeuber, in der Kaltbucht von San Francisco ertranken, durchquert von heftigen Stroemungen.

Knapp 56 Jahre nach der aufsehenerregenden, 1979 in "Escape from Alcatraz" mit Clint Eastwood gedrehten Flucht Hollywoods mag es nun neue Beweise dafür gibt, dass die drei Flüchtlinge doch noch überleben. Der Sender beansprucht darin, einer der drei Flüchtigen zu sein. "Ich heiße John Anglin.

Mit meinem Brüder Clarence und Frank Morris floh ich im Jahr 1962 aus Alcatraz. "John Anglin wäre heute 87 Jahre und laut dem Schreiben der einzige überlebende Mann des Ausbruches. Bereits 2008 war der ehemalige Leiter, Frank Morris, verstorben und unter falschem Vornamen begraben worden. Drei Jahre später soll sein jüngster Sohn Clarence verstorben sein.

"In dem nur 23 Linien umfassenden Schreiben steht: "Ich selbst bin in einem wirklich schlimmen Zustand", meint der vermeintliche John Anglin. "Um das Geheimnis des Ausbruches zu lösen, hat Anglin dem FBI einen Vertrag angeboten. "Anglin sagt, er habe lange Zeit in Seattle gelebt, dann sechs Jahre in North Dakota, heute aber wegen des kühlen Wetters in Südkalifornien.

Der FBI hat nun den Buchstaben auf DNA-Spuren und Abdrücke überprüft und die Schrift mit der von Anglin in Alcatraz geschriebenen Schrift abgeglichen. Alcatraz, wo Gangster-Legenden wie Al Capone und Whitey Bulger sassen, gilt als völlig entkommen. Bereits 33 Häftlinge hatten vergeblich nach einem Fluchtversuch gesucht. Auch Alcatraz wurde unter den Häftlingen wegen seiner Gewalttätigkeit und Misshandlung befürchtet.

Alcatraz ist heute ein Nationalpark und eine touristische Attraktion. Die Anglin-Brüder und Morris hatten ihre Ausreise monatelang vorbestimmt. Sie haben am nächsten Morgen Dummies in den von den Flüchtlingen hergestellten Beeten aus Pappe, Farben und Echthaar gefunden. Auch wenn die drei Straftäter es schaffen, gibt es "keinen Anlass zu glauben, dass sie ihr Schicksal verändert haben, nachdem sie geflohen und zu gesetzestreuen Bürgern geworden sind", heisst es in einer Anweisung.

"Sie haben es nicht geschafft", sagt Jolen Babyak, die 15-jährige Tochtergesellschaft des Gefängnisleiters zum Ausbruchzeitpunkt. Bei Babyak sind mehrere Werke über Alcatraz erschienen. Ein weiterer unsicherer Mann ist David Widner, ein Enkel von Anglin. "Aber wenn John wirklich am Leben wäre, wäre er nicht zu uns und nicht zum FBI gegangen?"

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