Ausbildungsverzeichnis Ihk

Schulungsverzeichnis Ihk

Die Liste wird von Kammern (z.B. IHK, HWK) oder Regierungspräsidien geführt.

Informationen zum Ausbildungsvertrag

Bis spätestens 15. September 2017 muss der Lehrvertrag Angaben darüber beinhalten, ob das Meldewesen der Lehrlinge auf elektronischem Wege oder in Analogie dazu gehalten wird. Die Berufsausbildungsverträge werden zwischen dem Praktikanten und dem Praktikanten abgeschlossen. Der Auszubildende ist diejenige, die eine andere Persönlichkeit für die berufliche Bildung anheuert. Es ist zu differenzieren zwischen dieser und der Ausbilderin. Dies kann der Trainer selbst oder ein von ihm beauftragte Trainer sein.

Bei Jugendlichen unter 18 Jahren kann ein Ausbildungsvertrag nur in einem anerkannter Lehrberuf geschlossen werden 1). Ausgebildete Berufe werden gemäß 5 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) durch eine gesetzliche Verordnung geregelt. Wurde ein Ausbildungsvertrag im Einvernehmen zwischen den Vertragsparteien geschlossen, so ist das Vertragsprotokoll umgehend, in jedem Falle aber vor Ausbildungsbeginn, zu erstellen.

Das von der Industrie- und Handelskammer festgelegte Modell des Ausbildungsvertrages kann als Nachweis diente. Falls Schulungsmaßnahmen außerhalb des Betriebs vorgesehen sind, sollten diese auch registriert werden. Bei der Erstellung des Vertragsprotokolls ist zu berücksichtigen: 1: Der vorgegebene Ausbildungszeitraum ist der Ausbildungsverordnung zu entnehmen. 2. Im Ausbildungsvertrag ist die Dauer der Ausbildung mit Beginn und Ende unter Beachtung etwaiger Kürzungen aufgrund geltender Anrechnungsvorschriften (Verordnung vom 18. Juni 1978 über die Anrechnung auf das Grundbildungsjahr, S. 1571) oder des Realschulabschlusses (Abitur, Realschulabschluss) aufzuführen.

Ein längerer Zeitraum als in der Ausbildungsverordnung vorgesehen, kann nicht zugesagt werden. In Ausnahmefällen ist es jedoch möglich, dass der Praktikant während der Ausbildungsdauer einen Antrag auf Erweiterung einreicht, dem die Industrie- und Handelskammer zustimmen kann, wenn die Erweiterung zur Erreichung des Ausbildungsziels vonnöten ist. Die Berufsausbildung läuft längstens mit dem Ende der Ausbildungsdauer ab.

In dem Ausbildungsvertrag ist die Einigung über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nach Ende des Ausbildungsverhältnisses inakzeptabel. Eine solche Einigung kann außerhalb des Ausbildungsvertrages erst in den vergangenen 3 Monaten des laufenden Ausbildungsverhältnisses erzielt werden. Falls die Vertragspartner dies im Sinne der vertraglichen Klarheit vorhaben, sollte der Auszubildende innerhalb der vergangenen drei Monaten des Ausbildungsverhältnisses seinen Willen zum Ausdruck bringen.

Letztere jedoch nur, wenn der Auszubildende außerhalb des Ausbildungsverhältnisses Weiterbildungskosten des Praktikanten trägt und diese in angemessenem Umfang im Rahmen der Verpflichtungsdauer anfallen. Es ist anzugeben: a) wenn die ganze Schulung nur in einem Ausbildungszentrum durchgeführt wird: der Ausbildungsort; b) wenn die Schulung in mehreren Ausbildungszentren desselben Betriebes durchgeführt wird: die Benennung der Ausbildungszentren und des Ausbildungsortes.

Der Ausbildungsvertrag wird von einem Anhang begleitet, der zwei Kopien der materiellen und zeitlichen Struktur der Ausbildung enthält. Auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans nach 5 BViG ist das Ausbildungsverfahren nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten so zu gliedern, dass sowohl der Zeitablauf als auch die faktische Struktur der Ausbildung erkennbar sind. Der Anmeldung ist eine Abschrift des Auftragsprotokolls und der anderen Formulare beizulegen.

Spätere inhaltliche Abweichungen vom ursprünglichen Vertragstext und den der Industrie- und Handelskammer vorgelegten Anhängen sind der Industrie- und Handelskammer ebenfalls umgehend mitzuteilen. Hier müssen die Trainingsmaßnahmen eingetragen werden, die außerhalb des Trainingszentrums stattfinden. Bei diesen Massnahmen hat der Auszubildende die nach § 5 Abs. 3 der Berufsbildungsvereinbarung anfallenden Aufwendungen zu tragen.

Zu den für das Schulungszentrum geltenden Bestimmungen gehören z.B.: Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften, das Anziehen von Schutzbekleidung, Regelungen für das Eintreten in die Werkstatt und bestimmte Räume, Regelungen für die Nutzung von sozialen Einrichtungen, die allgemeinen Hausordnungen etc. Der/die PraktikantIn soll den/die PraktikantIn auf die bestehenden Regelungen aufmerksam machen. Der/die PraktikantIn sollte sich auch über die Regelungen unterrichten, wenn diese im Ausbildungszentrum generell ersichtlich sind.

Die für jedes Jahr an den Praktikanten zu zahlende Entschädigung muss in den im Vertragsprotokoll angegebenen Linien eingetragen werden. Das Entgelt muss sich je nach Alter des Praktikanten und mit zunehmender beruflicher Ausbildung zumindest einmal im Jahr erhöhen. Auch hier sind Abweichungen zugunsten des Praktikanten möglich. Mit der Vorschrift, dass spezielle Arbeitskleidung zur Verfuegung steht, sollen die Lehrlinge vor ueberhoehten Kosten geschuetzt werden.

Es soll auch verhindert werden, dass Ausbildungsverhältnisse eingehen, weil die Anschaffung und Pflege vorgeschriebener spezieller Arbeitskleidung die finanziellen Möglichkeiten des Praktikanten und seiner Erziehungsberechtigten übersteigt. Sie ist daher in erster Linie für den Fall vorgesehen, dass außerhalb der Wahlfreiheit des Praktikanten vom Praktikanten eine Arbeitskleidung anderer Beschaffenheit, Güte oder anderer Achtung als die in dem jeweiligen Bereich übliche Arbeitskleidung verschrieben wird.

Der reguläre Schulungszeitraum muss im Vertragsprotokoll explizit vereinbart werden. Durch die Ausgestaltung der regulären Tagesausbildungszeit ist eine über diesen Zeitraum hinaus gehende Anstellung des Praktikanten gesondert zu honorieren. Bei Lehrbetrieben, in denen flexible Arbeitszeiten eingerichtet wurden und Auszubildende in diese Verordnung aufgenommen werden, darf die Tagesarbeitszeit nicht über die nach dem Jugendschutzgesetz zulässigen Höchstgrenzen hinaus verlängert werden.

Der Stand der Ausbildung muss innerhalb der durch das Jugendschutzgesetz festgelegten Grenzwerte liegen. Der Anspruch des Praktikanten auf Beurlaubung für jedes Jahr ( "nicht das Ausbildungsjahr") muss in den im Vertrag angegebenen Linien eingetragen werden. Der Ferienaufenthalt ist abhängig vom Lebensalter des Praktikanten zu Jahresbeginn. Absprachen, die dem Ausbildungszweck zuwiderlaufen oder von den Bestimmungen des Berufsausbildungsgesetzes zum Nachteil des Praktikanten abweicht, dürfen nicht gemacht werden.

Nicht zulässig sind vor allem Absprachen, die den Praktikanten bei der Berufsausübung für die Zeit nach Ende des Ausbildungsverhältnisses einschränken. Auch Absprachen über den Ausschluß oder die Begrenzung von Schadenersatzansprüchen und über die Festlegung der Schadenshöhe in Pauschalbeträgen sind nicht zulässig. 1 ) Die offizielle Liste der zugelassenen Lehrberufe kann bei der Berufsberatungsstelle der Arbeitsagentur oder bei der Industrie- und Handelskammer nachgelesen werden.

Weitere Einzelheiten sind in der Prüfungsverordnung der Industrie- und Handelskammer geregelt.

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