Ausbildungsvergütung Koch 2015

Fortbildungsbeihilfe Koch 2015

01.07.2015. 2. Sie wollen sich zum Koch ausbilden lassen?

Spezialist in der Hotellerie (alle Fachrichtungen), Koch,.

Lohnfortzahlung 2015: Gute Entwicklungen

Im Westen Deutschlands lag die durchschnittliche monatliche Vergütung nun bei 832 EUR. Die Vergütung stieg damit im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr zuvor um 3,7 Prozentpunkte, wenngleich der prozentuelle Zuwachs geringer ausfiel als im Jahr 2014 (4,6 Prozent). Im Jahr 2015 betrugen die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen in Ostdeutschland im Durchschnitt 769 EUR pro Monat, ein Zuwachs von 4,3 vH.

Hier war das Wachstum etwas kräftiger als 2014 (4,1 Prozent). Die Diskrepanz zum bundesdeutschen Zollniveau hat sich im Jahr 2015 nicht verändert: In Ostdeutschland wurden wie im Jahr zuvor 92% der Vergütungen aus dem Westen erzielt. Die tarifliche Ausbildungsvergütung betrug im Jahr 2015 für die Bundesrepublik Deutschland im Durchschnitt 826 EUR. Im Durchschnitt lag er um 3,9 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres von 795 EUR.

Basis dafür sind zurzeit rund 450 Tarifverträge über Ausbildungsbeihilfen in den wichtigsten Tarifgebieten Deutschlands, bezogen auf die Zahl der Beschäftigten. 2015 wurden 180 Ausbildungsberufe für den Westteil und 149 Ausbildungsberufe für den Ostteil in die Bewertung miteinbezogen. Von allen Ausbildungsberufen waren 89 v. H. (West: 90 v. H., Ost: 82 v. H.) mit dabei.

Im Rahmen der Ausbildung ist jeder Ausbildungsbetrieb rechtlich dazu angehalten, seinen Lehrlingen eine entsprechende Entlohnung zu bezahlen (§ 17 Berufsbildungsgesetz). Daher werden in den meisten Sektoren zwischen den Sozialpartnern (Arbeitgeber und Gewerkschaften) Abkommen über Ausbildungsbeihilfen geschlossen. Allerdings ist die tarifliche Entlohnung von Industrie zu Industrie sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund gibt es auch Unterschiede in der Entlohnung zwischen den einzelnen Gebieten, vor allem zwischen West- und Ostdeutschland.

Tarifpflichtige Unternehmen müssen ihren Praktikanten zumindest die in ihrer Industrie und ihrem Gebiet gültigen Tarife auszahlen. Demgegenüber können Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, nach geltender Rechtssprechung bis zu 20 % unter dem für ihre Industrie und ihr Gebiet vereinbarten Ausbildungszuschuss liegen. Nichtsdestotrotz bezahlen Unternehmen ohne feste Tarife oft auch die Tarife auf freiwilliger Basis (vgl. BEICHT/WALDEN 2012).

Aus diesem Grund wird die tatsächliche Ausbildungsvergütung weiterhin vergleichsweise kräftig von den Tarifregelungen beeinflusst, obwohl die Tarifverträge der Unternehmen in Westdeutschland seit Jahresmitte der 90er Jahre signifikant zurückgegangen sind und die ostdeutschen Unternehmen stets wesentlich weniger tariflich gebunden sind als die westdeutschen Unternehmen (siehe KOHAUT/ELLGUTH 2015). Allerdings ist der Prozentsatz der Unternehmen, bei denen die Vergütung in Ostdeutschland sogar dem Zollniveau entsprach, wesentlich niedriger als in Westdeutschland (siehe BEICHT/WALDEN 2012).

Die Tarifvertragspartner beschließen in der Regel eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung im Zuge der allgemeinen Kollektivverhandlungen über die Löhne und Gehälter der Beschäftigten. Die Ausbildungsvergütung ist seit 2012 sowohl in West- als auch in Ostdeutschland relativ stark gestiegen, wie Grafik 1 zeigt. Der weitere signifikante Lohnanstieg im Jahr 2015 wird zum einen auf die nach wie vor recht gute Konjunktur in Deutschland zurückgeführt, die eine spürbare Erhöhung der Tariflöhne und -gehälter ermöglichte (vgl. BISPINCK et al. 2015).

Andererseits dürfte auch die Situation auf dem Bildungsmarkt wieder eine große Bedeutung gehabt haben. Die Langzeitbeobachtung seit 1976 zeigt, dass die Angebots-Nachfragesituation auf dem Bildungsmarkt immer auch die tarifliche Ausbildungsvergütung beeinflusst hat (vgl. BEICHT 2011). Die Vergütungserhöhungen waren in Zeiten, in denen das betriebliche Ausbildungsplatzangebot aufgrund der sehr hohen Zahl von Schulabgängern bei weitem nicht ausreicht, immer sehr niedrig.

Die Unternehmen wurden dann aufgefordert, mehr Lehrstellen zur Verfügung zu stellen. 2. In einer solchen Lage wollten die Tarifparteien eine weitere Belastung der Unternehmen durch überhöhte Ausbildungsbeihilfen verhindern. Dagegen reagierten sie in Zeiten, in denen die Unternehmen aufgrund der geringeren Ausbildungsnachfrage stärker in Bedrängnis gerieten, mit deutlich höheren Vergütungen.

Ein solcher finanzieller Impuls sollte mehr junge Menschen für eine Doppelausbildung gewinnen. Im Jahr 2006 beispielsweise, als der Lehrstellenmangel im vergangenen Jahrzehnt am ausgeprägtesten war, waren die Zuwachsraten bei den tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen mit 1,0 Prozentpunkten im Osten und 1,3 Prozentpunkten im Westen extrem gering. Durch den schrittweisen Abbau von Engpässen auf dem Bildungsmarkt sind die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen in den folgenden Jahren in der Regel wieder etwas kräftiger gestiegen.

Infolge der zunehmenden Probleme bei der Besetzung von Vakanzen in westdeutschen Unternehmen waren die Wachstumsraten ab 2012 so hoch wie lange nicht mehr. In Ostdeutschland hat sich der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend zur Abnahme der Schulabgängerzahl ab 2008 deutlich verstärkt.

Im Jahr 2009 gab es bereits eine Steigerung der tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütung um 4,9 Prozentpunkte. Die jährlichen Gehaltssteigerungen lagen ab 2011 zwischen 4,1 und 5,0 Prozentpunkten (2012 und 2013). Die Höhe der Vergütung zwischen den einzelnen Berufsgruppen ist sehr unterschiedlich, wie Abbildung 2 zeigt. Die Tabelle zeigt beispielhaft die durchschnittlich tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen in 20 gewählten Berufsgruppen.

Der Studie zufolge waren die Vergütungssätze für das westdeutsche Bauhauptgewerbe (z.B. Maurer) im Jahr 2015 mit im Schnitt 1.057 EUR pro Monat besonders hoch. Im Osten Deutschlands war die Vergütung im Bauhauptgewerbe dagegen mit 861 EUR geringer. Die Anhebung der tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütung variierte ebenfalls zwischen den einzelnen Ausbildungsberufen.

Bei Berufen, die bereits jetzt stark von Nachfragerückgängen betroffen sind - zum Beispiel im Lebensmittelhandel, in der Hotellerie und im Reinigungssektor (vgl. MATTHES et al. 2015) - wurden die Ausbildungsbeihilfen im Jahr 2015 teils überproportional anheben. In West- und Ostdeutschland galt dies zum Beispiel für den Berufsstand "Bäcker": Die Vergütung stieg hier im Jahr 2015 um 5,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert (von 570 auf 600 Euro).

Die Durchschnittsvergütung stieg auch in den Ausbildungsberufen "Restaurantfachmann" und "Koch" mit 4,3 Prozentpunkten in Westdeutschland (von 705 auf 735 Euro) und 5,3 Prozentpunkten in Ostdeutschland (von 581 auf 612 Euro) merklich an. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete der Ausbildungsberuf "Spezialist für Systemgastronomie" mit 7,7 Prozent in der Region West (von 689 auf 742 Euro) und 9,3 Prozent in den Regionen Ost (von 648 auf 708 Euro).

In Ostdeutschland stieg die Ausbildungsvergütung im Bereich "Gebäudereiniger" mit 4,7 Prozent ( (von 657 auf 688 Euro) leicht überproportional, während in Westdeutschland das Wachstum mit 2,4 Prozent (von 747 auf 765 Euro) recht gering ausfiel. Im Falle der festgestellten berufsbezogenen Durchschnittswerte ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen auch im selben Ausbildungsberuf je nach Sektor und Standort - also auch innerhalb West- und Ostdeutschlands - stark variieren können.

Dabei ist zu beachten, dass die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen nur für die betriebliche Bildung gültig sind. Bei der aus staatlichen Geldern geförderten externen Weiterbildung bekommen die Praktikanten in der Regel eine deutlich geringere Vergütung, die durch Gesetz oder Vorschrift bestimmt wird und daher nicht in die Bewertung der tariflich vereinbarten Ausbildungsvergütung einfließt. Bei den tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen handelt es sich um Bruttowerte für Auszubildende.

Wenn im Jahr 2015 die Monatsvergütung die Geringfügigkeitsgrenze von 325 EUR überschritten hat, wurde der Sozialversicherungsbeitrag von der Ausbildungsvergütung einbehalten. Im Falle einer höheren Entlohnung kann auch die Einkommensteuer in Abzug gebracht werden. Erst wenn die Bezüge höchstens 325 EUR betrugen, wurden keine Abstriche gemacht; die Praktikanten wurden dann als sozialversicherungsrechtlich Geringverdienende betrachtet, die nicht selbst sozialversicherungspflichtig waren.

Hier mussten alle Abgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge) vom ausbildenden Unternehmen bezahlt werden. Die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen für die abgedeckten Berufe wurden im Jahr 2015 folgendermaßen verteilt: Im Westen Deutschlands erreichten 28% aller Lehrlinge mit 950 EUR und mehr einen hohen monatlichen Wert. Bei 63% lag die Vergütung zwischen 650 und unter 950 EUR.

Für 9 Prozentpunkte der Trainees waren die Werte mit weniger als 650 EUR vergleichsweise niedrig. Im Osten Deutschlands bekamen 16% der Lehrlinge ein hohes Gehalt von 950? und mehr. Bei 53% lag die Vergütung zwischen 650 und unter 950 EUR. Mit weniger als 650 EUR haben 31% der Praktikanten eine recht geringe Vergütung erhalten.

Die Höhe der Entlohnung ist in den einzelnen Bildungsbereichen sehr unterschiedlich, wie Abbildung 3 aufzeigt. Danach wurden in Westdeutschland im Jahr 2015 im Schnitt die höchste tarifliche Ausbildungsvergütung in Wirtschaft und Gewerbe erzielt. In Ostdeutschland, wo die durchschnittlichen Vergütungen im öffentlichen Sektor am größten waren, gab es im Jahr 2015 noch stärkere Differenzen, danach folgten Wirtschaft und Gewerbe.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass insbesondere in den beiden großen Ausbildungsbereichen Wirtschaft und Gewerbe sowie des Handwerks die Vergütung zwischen den verschiedenen Ausbildungsberufen sehr unterschiedlich ist. Demgegenüber waren die Lohnunterschiede innerhalb der kleinen Ausbildungszweige, die deutlich weniger Ausbildungsberufe abdecken, deutlich kleiner. Auch bei der Höhe der Vergütung sind Abweichungen zwischen Männern und Frauen zu beobachten.

Im Westen Deutschlands lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung für Jugendliche im Jahr 2015 bei 844 EUR pro Person und für Jugendliche bei 811 EUR. Im Osten Deutschlands beliefen sich die Auszubildenden auf 786 EUR und die Auszubildenden auf 736 EUR. Das unterschiedliche durchschnittliche Vergütungsniveau resultiert ausschliesslich aus der verschiedenen Aufteilung der männlichen und weiblichen Jugendlichen auf die Ausbilder.

Bei Ausbildungsberufen, in denen nahezu ausschliesslich Jugendliche geschult wurden, wurden zum Teil sehr hohe Ausbildungsbeihilfen tarifvertraglich festgelegt. Dagegen war die Vergütung in einigen Berufsgruppen, in denen vor allem die jungen Damen anwesend waren, sehr gering. Alle bisher angeführten Beträge waren die durchschnittlich vereinbarten pauschalen Zulagen für die gesamte Ausbildungszeit der in der Ausbildungsverordnung aufgeführten Ausbildungsberufe.

Allerdings steigen die tariflich vereinbarten Entgelte von Jahr zu Jahr, da es vom Gesetzgeber vorgesehen ist, dass die Entgelte während der Ausbildungszeit steigen (§ 17 Berufsbildungsgesetz). In Abbildung 4 sind die für die verschiedenen Lehrjahre im Jahr 2015 berechneten Mittelwerte dargestellt. Es ist zu berücksichtigen, dass die Mittelwerte für jedes Lehrjahr nicht immer alle Berufe umfassen.

Obwohl die beiden Jahresberufe in die Berechnung für das erste und zweite Lehrjahr einbezogen wurden, sind sie in den Durchschnittswerten für das dritte und vierte Lehrjahr nicht inbegriffen. Die durchschnittliche Vergütung für das vierte Lehrjahr richtet sich ausschliesslich nach den wenigen Ausbildungsberufen mit dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit.

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