Ausbildungsstellenmarkt 2016

Lehrstellenmarkt 2016

2015/16. 2016/17. 0. 200.000.

400.000. 600.000. 800.000. 1.000.000. Aus dem Ausbildungsmarkt entwickelt sich zunehmend ein Bewerbermarkt. 2.6.7 Betriebe können keine Ausbildungsplätze besetzen.

Stabile Ausbildungsmärkte

Zum Bilanzstichtag wurden 563.800 Lehrstellen ausgeschrieben. Die Zahl der Lehrstellen ist damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert geblieben (+60 bzw. ±0,0 Prozent). Mit 546.300 Betrieben wurden in Deutschland etwas mehr Lehrstellen bereitgestellt als im Jahr zuvor (+1.400 oder +0,3 Prozent), während die Zahl der außerbetrieblichen Lehrstellen erneut reduziert wurde. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Ausbildungsplatznachfrage leicht um 2.300 auf 600.900 (-0,4 Prozent).

Aufgrund des deutschlandweit stabilen Ausbildungsplatzangebots bei leicht rückläufiger Tendenz hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt aus der Perspektive der jungen Menschen verbessert. Allerdings gab es wie in den vergangenen Jahren zunehmende Probleme, das Ausbildungsplatzangebot in den Betrieben und die Anforderungen der jungen Menschen zusammentragen. Im Jahr 2016 waren 43.500 Plätze in den Betrieben vakant. Das entspricht einer Steigerung von 1.900 Ausbildungsplätzen oder 4,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreswert.

Aufgrund der weiter zunehmenden Personalprobleme konnten trotz des leicht erhöhten Angebotes an Ausbildungsplätzen keine weiteren Abschlüsse getätigt werden. Im Jahr 2016 wurden 520.300 neue Lehrverträge abgeschlossen, das sind 1.800 oder 0,4 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Die Anzahl der operativen Aufträge ist mit 502.800 (-500 oder -0,1 Prozent) annähernd gleich geblieben.

Wie schon im Jahr zuvor ging die Anzahl der abgeschlossenen Lehrverträge mit Mädchen im Jahr 2016 um 3.500 oder 1,7 Prozentpunkte auf aktuell 204.100 zurück dagegen um 1.700 oder 0,5 Prozentpunkte auf 316.200 ein seit längerem zu beobachtender Zuwachs.

Der Anteil junger Mädchen, die sich für eine Ausbildung in einer dualen Ausbildung begeistern, ist rückläufig. Waren es 2009 noch 381.800, waren es 2016 mit 322.800 Stück sogar 15,5 Prozentpunkte weniger. Hingegen hat sich das lnteresse junger Männer kaum verändert: Die 484.700 im Jahr 2009 gemeldeten Bewerber wurden mit 480.800 im Jahr 2016 verglichen (-3.900 bzw. -0,8 Prozent).

Das wird gelingen, wenn es uns gelingen wird, das Engagement von Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung für die Ausbildung in der beruflichen Bildung weiter zu erhöhen und gleichzeitig noch mehr junge Menschen für gewerblich-technische Ausbildungsberufe zu gewinnen. "Mittlerweile finden bereits wesentlich mehr Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung den Weg in die Ausbildung, aber ihr Ausbildungsanteil kann noch gesteigert werden.

Gleiches gilt für die Bestrebungen, mehr Mädchen für männliche Berufe zu gewinnen. Eine doppelte Berufsbildung, die seit jeher nicht nur im Dienstleistungsbereich, sondern auch in Gewerbe und Wirtschaft etabliert ist, muss der Antrieb für eine zeitgemäße berufliche Orientierung sein, in der die traditionellen Geschlechterstereotypen keine Rolle mehr spielen. Über den steigenden Frauenanteil in bisher typisch männlichen Berufen siehe:

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