Ausbildungsplätze Handwerk 2016

Lehrstellen im Handwerk 2016

Vor allem im Handwerk fehlt der Nachwuchs. Niemand will mehr eine Ausbildung im dualen System machen? Zahl der Auszubildenden in Deutschland von 1950 bis 2016 +. Noch stehen rund 70 verschiedene Ausbildungsberufe zur Auswahl. Ein Monat nach Beginn des Ausbildungsjahres gibt es bundesweit 20.

000 unbesetzte Ausbildungsplätze.

Presseveröffentlichungen

Damit ist die Zahl der Neuverträge im zweiten Jahr in Folge leicht angestiegen - gegen den allgemeinen Trend. Die Aus- und Fortbildung im Handwerk ist für Jugendliche eine ausgezeichnete Karrieremöglichkeit. Als Wirtschaftszweig mit Tradition einer starken Ausbildung leistet das Handwerk einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften und Wohlstand in Deutschland. Die Eingliederung junger Flüchtlinge in den Bildungsmarkt ist nach wie vor eine der zentralen Herausforderungen.

Die Handwerksberufe sind in Sachen Eingliederung gut aufgestellt: Bis 2016 waren fast 4.600 Jugendliche aus den acht wichtigsten Asylländern ( "Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien") bereits in Vorbereitung. Mehrere zehntausend weitere Jugendliche mit Berufsperspektive absolvieren Praktika, Berufsorientierung oder Ausbildungsvorbereitungskurse. Die anhaltend hohen unbesetzten Ausbildungsplätze sind ein Anreiz zur Verstärkung der Berufsausbildung.

Rund 13.000 Ausbildungsplätze konnten im vergangenen Jahr allein im Handwerk nicht vergeben werden. Die geförderte Berufsausbildung ist auch ein Mittel, um förderungsbedürftige junge Menschen und ihre Ausbildungsfirmen einzeln und bedarfsorientiert zu unterstützen. "Im vorliegenden Berufsbildungsbericht wird die Ausbildungsmarktentwicklung für das Jahr 2016 gut beurteil.

Mit der dualen Berufsausbildung wird den Jugendlichen ein hoher Grad an Arbeitsfähigkeit geboten und gleichzeitig hoch qualifizierter Nachwuchs für die Volkswirtschaft gesichert. Stabiler Gesamtzahl der Neuabschlüsse: Das Handwerk verzeichnete im zweiten Jahr in Folge einen leichten Anstieg: Im Jahr 2016 wurden 520.300 neue Verträge abgeschlossen (-1.800 oder -0,4%). Die Abnahme betrifft nahezu ausschliesslich externe Ausbildungsplätze.

Dagegen ist die Anzahl der Verträge mit 502.800 (-500 bzw. -0,1%) gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast unverändert geblieben. Mit 141.769 neuen Ausbildungsverträgen wurden im Handwerk 257 (+0,2%) mehr als im Jahr 2015 verzeichnet, womit die Anzahl der Neuverträge im Handwerk das zweite Jahr in Folge zunimmt ((ebenfalls +0,2% im Jahr 2015).

Im Jahr 2016 hat sich aus der Perspektive der jungen Menschen die Lage auf dem Lehrstellenmarkt wieder verbessert: 2016 wurden der BA 517.789 Ausbildungsplätze mitgeteilt, 18.386 (+3,7%) mehr als im Jahr zuvor. Die BA erhielt 2016 122.731 Ausbildungsplatzanmeldungen aus dem Handwerk, 3.465 (+2,9%) mehr als im Jahr zuvor.

In den Arbeitsämtern und Arbeitsämtern haben sich im Berichtszeitraum 2015/2016 728 Antragsteller um einen Ausbildungsplatz beworben. Im Jahr 2016 betrug die Angebots-Nachfrage-Relation 104,2 (2015: 103,8). Die verlängerte Angebots-Nachfrage-Relation, die neben den Altbewerbern ohne Alternativen auch Altbewerber zum Stichtag 31. Dezember 2009 und einen weiteren Wunsch nach einer Vermittlung in die Berufsausbildung einbezieht, hat sich ebenfalls von 93,5 (2015) auf 93,8 (2016) erhöht.

Für die Unternehmen besteht nach wie vor die Aufgabe, die Ausbildungsplätze zu besetzen: Bis zum 30. September 2016 waren 43.500 Ausbildungsplätze vakant. Zum neunten Mal in Folge gab es damit zum Ende des Consulting-Jahres einen Überschuss an Arbeitsplätzen. Nach BA-Angaben waren zum 30. September 2016 rund 15.000 Ausbildungsplätze im Handwerk vakant.

Mit 9,4 Prozentpunkten ist der Leerstand an der Gesamtzahl der Ausbildungsplätze im Handwerk damit signifikant höher als in der Volkswirtschaft (8,0 Prozent). Von den 10 Ausbildungsberufen mit großen Schwierigkeiten bei der Besetzung von Positionen kommen 7 aus dem Handwerk. Ausbildungsplätze im Lebensmittelhandel (Fleischer 33% unbesetzt, Fachhändler im Lebensmittelhandel 33%, Backwaren 24%), aber auch Installateure (26%), Beton- und Stahlbetonbauunternehmen (23%), Gerüstbauunternehmen (23%) und Gebäudereiniger (21,8%) sind schwierig zu vergeben.

Ein weiteres Problem ist der leichte Rückgang der Ausbildungsquote, der vor allem auf die Schwierigkeiten bei der Besetzung von Klein- und Kleinstunternehmen zurückzuführen ist. Daraus kann man nicht ableiten, dass die Bereitschaft der Unternehmen zur Ausbildung geringer ist. Wenn ein kleiner Betrieb, der nur einen Lehrplatz anbietet, diesen nicht ausfüllen kann, wirkt sich dies negativ auf die Ausbildungsplatzquote aus.

Andererseits bleibt ein großer Betrieb, der z.B. nicht nur einen von mehreren Lehrstellen ausfüllen kann, in der Bilanz stehen. Zu beachten ist auch, dass der Anteil der Ausbildungsbetriebe auch Unternehmen ohne Ausbildungsanspruch mit einbezieht. Im Berufsbildungsreport wird die Tätigkeit der Allianz für Berufsbildung als gut bewertet: Nicht zuletzt dank des großen Einsatzes der Berufsgenossenschaft konnte die Zahl der bei der BA angemeldeten Ausbildungsplätze deutlich ausgeweitet werden.

Es wurde das neue Instrument der geförderten Ausbildungsförderung zur Förderung von Jugendlichen mit geringen Einstiegschancen und Unternehmen in der Berufsausbildung eingerichtet und der Zugang zur Ausbildungsförderung erleichtert. Dadurch haben sich die Möglichkeiten für junge Menschen, die Hilfe benötigen, um ihre Berufsausbildung abzuschließen, erhöht. Eingliederung der Flüchtlinge: In dem Bericht über die Berufsbildung wird das Bekenntnis der Industrie zur Eingliederung der Flüchtlinge in die Berufsbildung begrüßt.

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