Ausbildungsplätze für 2016

Lehrstellen für 2016

In 2016 wurden bundesweit 563.800 duale Ausbildungsplätze angeboten. Mietjahr 2018: Unsere Bewerbungsfristen für Ausbildungs- und Studiengänge zum Ausbildungsbeginn 2018 sind bereits abgelaufen. Die Wirtschaft hat immer noch ein ProblemNicht tausende von Ausbildungsplätzen verfügbar. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland genießt internationale Anerkennung als Vorzeigemodell des deutschen Bildungssystems.

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Jahr 2016

Durch ein stabiles Lehrstellenangebot und eine leicht rückläufige Nachfrage nach Lehrstellen haben sich die Marktbedingungen im Jahr 2016 gegenüber dem Jahr zuvor weiter erholt. Ungeachtet der höheren Angebots-Nachfrage-Relation gibt es jedoch nach wie vor Probleme, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen. Deshalb ist auch die Anzahl der im Jahr 2016 geschlossenen neuen Lehrverträge weiter zurückgegangen und der Prozentsatz der offenen Lehrstellen wieder angestiegen.

In 2016 wurden landesweit 563.800 Ausbildungsplätze im dualen System vergeben. Trotz eines weiteren Rückganges von -1.300 bzw. -7,0 Prozent bei den externen Ausbildungsplatzangeboten ist die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert geblieben (+60 bzw. +0,0 Prozent). Vor allem in Ostdeutschland (+1,100 bzw. +1,4%) war ein Zuwachs des innerbetrieblichen Ausbildungsplatzangebots zu beobachten.

Im Westen Deutschlands liegt das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen um +400 bzw. +0,1% über dem der Vorjahre. Die Tendenz eines Rückgangs der Zahl der Schulabgänger spiegelte sich auch im Jahr 2016 in der Lehrstellennachfrage wider. Die bundesweite Nachfragesituation ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -0,4% (-2.300) auf 600.900 zurück Diese Umsatzentwicklung ist ausschließlich auf einen Rückgang der Nachfragesituation in den alten Ländern (-2.300 bzw. -0,4%) zurückzuführen.

Auch in den neuen Ländern hat sich die Inlandsnachfrage gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabilisiert. Nachdem das Angebot an Ausbildungsplätzen deutschlandweit weitestgehend konstant geblieben ist, die Nachfragesituation aber leicht rückläufig war, hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt aus der Perspektive der jungen Menschen wieder verbessert. Der Quotient aus Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen pro 100 Bewerber ist um 0,4 %-Punkte auf 93,8 gestiegen. Dies ist der größte Zuwachs seit 2007, als eine solche Erhebung zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Sowohl die jungen Menschen in Westdeutschland (+0,4 zu ANR = 93,3) als auch in Ostdeutschland (+0,3 zu ANR = 97,4) profitierten von einer verbesserten Ausbildungsmarktsituation. Das betriebliche Ausbildungsplatzangebot ist wie in den Jahren zuvor auch im Jahr 2016 wieder gestiegen und konnte zum Stichtag 30. September nicht ausgeschöpft werden.

Mit 43.500 Ausbildungsplätzen blieb die höchste Anzahl seit 1995 flächendeckend offen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stiegen sie um jeweils 1,900 bzw. +4,5%. Per Bilanzstichtag waren landesweit noch 8,0 Prozent der amtlich ermittelten Ausbildungsplätze frei. Vor allem im Handwerksbereich waren wieder besonders gravierende Berufsprobleme zu beobachten.

Durch die gescheiterte Ausbildungsplatznachfrage gab es im Jahr 2016 kaum Änderungen gegenüber dem Vorquartal. So waren bis zum Ende des Jahres 2008 deutschlandweit 80.600 Antragsteller bei der BA als "noch suchend", -400 oder -0,5% gegenüber 2015 registriert. 13,4% der abgelehnten Antragsteller blieben im Jahr 2016 auf einem verhältnismäßig hohem Stand.

Mit der erneuten Verschärfung der Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen und dem fast unveränderten Umfang der Angebotsprobleme der Ausbildungsplatzbewerber haben sich die Anpassungsprobleme auf dem Lehrstellenmarkt weiter verschärft. Weil ein Großteil des betrieblichen Ausbildungsplatzangebots aufgrund der zunehmenden Anpassungsprobleme nicht voll ausgenutzt werden konnte, konnten im Jahr 2016 landesweit nicht mehr Lehrverträge abgeschlossen werden als im vorigen Jahr.

Im Jahr 2016 wurden 520.300 neue Lehrverträge angemeldet. Damit verringerte sich die Anzahl der Neuverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -1.800 bzw. -0,4%. Die Anzahl der Neuabschlüsse im Ostteil des Landes ist gegenüber 2015 weitestgehend konstant geblieben (-100 bzw. -0,1%). Im Jahr 2016 ging die Anzahl der allein mit Mädchen geschlossenen Verträge jedoch wie im Jahr zuvor zurück (-3.500 bzw. -1,7%).

Dagegen ist die Anzahl der Verträge mit Jugendlichen leicht gestiegen (+1, 700 bzw. +0,5%). Für die Bilanzierung des Ausbildungsmarktes ist neben der Anzahl der amtlich gemeldeten Ausbildungsstellennachfrage die Anzahl der an einer Ausbildung interessierten Bewerber von entscheidender Relevanz, da sie auch diejenigen Bewerber umfasst, die ihren Vermittlungsantrag vor dem Stichtag 30. September aufgegeben haben und nicht in der amtlichen Nachfragesituation ("erweiterte Definition") enthalten sind.

2016 wurden 803.600 Bildungsinteressierte registriert. Das waren -1.800 bzw. -0,2% weniger als im Jahr zuvor, da die rückläufige Anzahl der Ausbildungsinteressenten ausschließlich auf die Entwicklungen in Westdeutschland zurückgeht (-1.800 bzw. -0,3%). Im Osten Deutschlands hat sich die Anzahl der Ausbildungsinteressenten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf 117.500 erhöht. 64,7 Prozent aller Ausbildungsinteressenten sind deutschlandweit in die Ausbildung zur dualen Hochschule eingestiegen.

Gegenüber 2015 ist die Teilnahmequote der an einer dualen Berufsbildung (EQI) interessierten Jugendlichen damit leicht gesunken (-0,1 Prozentpunkte). Im Osten Deutschlands fiel der Rückgang noch deutlicher aus (-0,6 Prozentpunkte) und betrug 2016 nur noch 63,0 Prozent.

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