Ausbildungsplätze 2017 April

Auszubildende 2017 April

Aktualisiert 05.04. 2017 16:12 Uhr. Die DIHK befragte erneut Unternehmen nach ihren Ausbildungserfahrungen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland - Monatsbericht, der neue Tarifvertrag tritt ebenfalls rückwirkend zum 01.

04.2017 in Kraft. Dem Bericht zufolge waren zu Beginn des Ausbildungsjahres 2016/2017 noch 43.500 Lehrstellen unbesetzt.

Unternehmen beschäftigen weniger Gymnasiasten

Der Berufsbildungsreport 2017 belegt, dass sie lieber Hochschulabsolventen einstellen: Die Anzahl der freien Ausbildungsplätze in Deutschland ist angestiegen. Aussichten auf eine Ausbildung bestehen praktisch nicht, meint die Regierung im vom Bundeskabinett verabschiedeten Berufsbildungsreport 2017. Von 100 Schulabgängern, die einen Lehrplatz suchen, wurden im vergangenen Jahr 104,2 Ausbildungsplätze angeboten.

Im Jahr 2016 wurden 300 Lehrverträge abgeschlossen, etwa so viele wie im Jahr zuvor. Der Bestand an freien Ausbildungsplätzen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 4,5 Prozentpunkte auf rund 43.500, gleichzeitig konnten 20.600 junge Menschen keinen geeigneten Lehrplatz vorfinden. In der Vergleichsperiode waren es 1,1 Prozentpunkte mehr.

Es handelt sich dabei um 1-jährige Ausbildungsgänge, die die Ausbildungsbereitschaft erhöhen und den Einstieg in die Berufsausbildung ermöglichen sollen. Im Jahr 2016 starteten nahezu 300.000 Jugendliche ein solches Angebot, 12,2 Prozentpunkte mehr als im vorigen Jahr. Elke Hannack, Stellvertreterin des DGB, sagte, nur etwa jeder zweite Gymnasiast habe den Schritt unmittelbar von der Grundschule in die Bildung gemacht.

"Im landesweiten Lehrstellenaustausch der Industrie- und Handelskammern blieben von Anfang an zwei von drei Lehrstellen für Gymnasiasten geschlossen. "Im Gegenzug wird die doppelte Berufsausbildung für Schulabgänger innen und Schulabgängerinnen interessanter. Der Anteil der Lehrlinge mit Hochschulreife ist seit 2009 von gut 20 auf gut 28% gestiegen, so der DGB im Bericht zur Berufsbildung. Zum ersten Mal gab es im Doppelstudium mehr Berechtigte als Jugendliche mit Hauptschulabschluss (26,7 Prozent).

KMK-Praesidentin Susanne Eisenmann zeigte sich ueberrascht, dass es fuer die Volkswirtschaft so schwierig sei, Sekundarschueler in die Bildung zu bringen. Oft beobachtet sie eine Neigung unter den Unternehmern, den Sekundarschüler, der zwei Mal in der Schule geblieben ist, und nicht den Sekundarschüler, der seine Schullaufbahn gut und effektiv bewältigt hat.

An den Übergangsregelungen waren überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I beteiligt. Die KMK will bis Ende des Jahres eine Konzeption zur Stärkung und Weiterentwicklung der dualen Berufsausbildung in Unternehmen und berufsbildenden Schulen entwickeln. Dem DGB zufolge haben 1,22 Mio. Menschen zwischen 20 und 29 Jahren ihre Berufsausbildung in Deutschland nicht abgeschlossen und gehen nicht zur Uni oder Universität.

Dies sind knapp 13% dieser Altersklasse. "000 junge Menschen ohne Ausbildung", sagt Elke Hannack. Der Bericht zur Berufsbildung zeigt für das Jahr 2015 den so genannten Anteil der betrieblichen Ausbildungsplätze und Vertragskündigungen. Dementsprechend wird nur jeder fünfte deutsche Konzern (20 Prozent) einen oder mehrere Auszubildende im Rahmen des Dualen Systems ausbilden (20,3 Prozent im Jahr 2014).

Mehr als die Haelfte dieser Vertragsloesungen ging jedoch mit einem Ausbildungsbetriebs- oder Berufswechsel einher.

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