Ausbildungsplätze 2016 mit Abitur

Auszubildende 2016 mit Abitur

Die duale Berufsausbildung ist nach wie vor attraktiv für Hochschulabsolventen. Es gibt 278 Stellenangebote im Bereich Ausbildung: Schulabgänger und Hauptschüler erhalten bevorzugt keine Lehrstellen. Zwei von drei Gymnasiasten erhalten keine Ausbildungsplätze.

Training 2018: Alle Kennzahlen, Angaben und Tatsachen

Das neue Trainingsjahr, das neue Glücksgefühl? Wir haben die wesentlichen Daten für das Schulungsjahr 2018 zusammengestellt und geben Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Bildungsmarkt in Deutschland. In 2017 wurden 523.300 neue Lehrverträge abgeschlossen - rund 3.000 mehr als im vorigen Jahr. Auch wenn 2017 weniger Schulabsolventen als im vergangenen Jahr waren, ist die Anzahl der Ausbildungsplätze gestiegen.

Denn auch die Schulabgängerinnen und Schulabgänger interessieren sich verstärkt für die Berufsausbildung. Im Vergleich zu anderen Bewerbungen haben Schulabgänger in der Regel den großen Vorzug, zwischen mehreren Ausbildungsplätzen auswählen zu können. Viele Flüchtlinge haben sich auch um einen Ausbildungsplatz bewirbt, was die Anzahl erhöht hat. Die Lage der jungen Menschen hat sich trotz des großen Interesses an der Berufsausbildung gebessert.

Im Jahr 2017 stieg das Ausbildungsplatzangebot noch schneller als die Zahl der nachgefragten Plätze - um +8.500 auf 527.200. Trotz über 300 verschiedener Lehrberufe gehören die "üblichen Verdächtigen" jedes Jahr zu den Top 5. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik waren diese Berufsbilder 2016 besonders gefragt: Welche sind es?

Zu diesem Zweck befragte der DGB über zwölftausend Auszubildende aus den 25 gängigsten Lehrberufen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer lag bei 71,9 Prozentpunkten, die mit ihrer Schulung sehr oder sehr gut waren. Die Sieger und Versager der Studie: Der begehrte Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau endet bei den Auszubildenden nur im mittleren Bereich, ebenso wie die Ausbildungsberufe Bürokaufmann/-frau und Kfz-Mechatroniker/in.

Übrigens, die meisten unzufriedenen Auszubildenden sind: Geld, Geld, Geld, Geld! In den vergangenen Jahren sind die Ausbildungsbeihilfen stetig angestiegen - auch wenn sie 2017 erheblich niedriger sein werden als in den Vorjahren. Zudem besteht nach wie vor ein großes Lohngefälle zwischen den Ländern des Westens und des Ostens: Laut BIBB erhält ein Auszubildender im Schnitt 881 EUR pro Woche und im Ostteil nur 827 EUR.

Zur Veranschaulichung: Das Höchstgehalt für die Ausbildung beträgt 1,110/915 EUR pro Kalendermonat. Vor allem Auszubildende im Handwerk können auf dieses Einkommen zählen, darunter Maurer, Straßenbauer und Zimmerleute. Für Binnenschiffer ist das Entgelt mit 1.072 EUR pro Tag in Osten und Westen vergleichbar hoch. Die geringste Steinkohle gibt´s für Schornsteinfeger (518/518), auch Floristen (622/587) und Bäcker (637/637) erhalten ein Vergleichsgehalts.

Ob Sie in einem großen Konzern (mehr als 500 Mitarbeiter) oder in einem kleinen Konzern (bis zu 20 Mitarbeiter) ausbilden, kann einen großen Einfluss haben, denn laut DGB-Ausbildungsbericht kann allgemein gesagt werden: Je grösser der Konzern, umso zufriedener die Auszubildenden. Oftmals müssen Sie in kleinen Firmen Arbeiten ausführen, die nicht Teil Ihrer Einarbeitung sind.

Das heißt konkret: 17,8 Prozentpunkte der Auszubildenden in kleinen Firmen müssen nicht ausbilden, in großen Firmen sind es nur 7,8 Prozentpunkte. Bei den Auszubildenden in kleinen und großen Firmen wird die Ausbildungsqualität von 28,3 und bei den Auszubildenden von 44,4 Prozent mit" sehr gut" bewerte. Bei den großen Firmen ist die Situation auch bei den Mehrarbeitszeiten etwas rosiger: 95,5 Prozentpunkte der Auszubildenden sagen, dass sie höchstens fünf Stunden pro Woche arbeiten müssen, in kleinen Firmen sind es nur 77,5 Prozentpunkte.

Bildung: Traumjob oder "besser als nichts"? Unter den mehr als zwölftausend vom DGB befragten Auszubildenden gaben 33% an, in ihrem gewünschten Ausbildungsberuf zu sein, 39,5% halten ihren Ausbildungsberuf für mindestens intressant. Gut ein Fünftel hingegen hat nicht einmal vor, in ihrem jeweiligen Berufsstand zu bleiben, 7,2 Prozentpunkte betrachten ihre Berufsausbildung als Notfall.

Es gibt viele Aussteiger, vor allem unter den Kochpraktikanten, die aufgrund von Fernsehsendungen Missverständnisse über das Aufgabengebiet des Koches haben und von der Strenge der Schulung erstaunt sind. Doch auch spezialisierte Verkäufer und Friseurinnen führen die Schulung oft erst am Ende durch. Selten dagegen brechen Bankkaufleute, Industriekaufleute und Mechatroniker ihre Berufsausbildung ab.

Dafür gibt es viele Gründe: Während die Ausbildungsverantwortlichen den Mangel an Grundkenntnissen und sozialer Kompetenz der Trainees als Grund für den vorzeitigen Abschluss der Lehre anführen, geben die Trainees selbst oft ein ungünstiges Arbeitsklima an.

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