Ausbildungsplätze 2015

Auszubildende 2015

Im Jahr 2014 konnten 32 Prozent der Betriebe nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Beliebteste Ausbildung in der Ausbildungszeit 2014/2015 war erstmals die Ausbildung zum Bürokaufmann/-frau. Dozentenprofil: Deutsche Post DHL Gruppe. Freie Ausbildungsplätze und betriebliche Ausbildungsteilnahme. 13.

10. 2015 Klaus Troltsch.

Ausbildung: Industriegewerkschaft verlangt 60.000 mehr Arbeitsplaetze

Wegen der kurzfristigen Profitinteressen vernachlässigen große Bereiche der Wirtschaft die Berufsausbildung von Jugendlichen, meint die Industriegewerkschaft Metal. Der Gewerkschaftsbund verlangt 60.000 zusaetzliche Ausbildungsplaetze. Die deutsche Vorzeigeindustrie, die Metallindustrie und die Elektrotechnik, steht vor großen Problemen für junge Menschen. Der Maschinenbausektor wird explizit gewürdigt - mit einer Ausbildungsrate von 6,6 Prozentpunkten ist der Mittelstand führend im organisatorischen Bereich der Union.

Die Automobilbranche liegt mit einer Ausbildungsrate von nur 4,1 Prozentpunkten am unteren Ende der Liga. "Nimmt man die Bildungsquote von 6,6 Prozentpunkten im Bereich des Maschinenbaus als Maßstab, würden allein im organisatorischen Bereich der Gewerkschaft über sechzigtausend weitere Ausbildungsplätze geschaffen", rechnet Stadt vor. Dass es möglich ist, beweist der Maschinen- und Anlagenbau.

"Der Vorstand der IG Metall wirft den anderen Bereichen vor, die Berufsausbildung zu unterlassen. "Die Bildungsinvestitionen machen sich erst auf mittlere Sicht bezahlt und sind nun auf dem Vormarsch", sagte Urban. Zu der " Dominanz der Konjunktur " in kotierten Gesellschaften trägt neben der hohen Anziehungskraft der Großunternehmen als Unternehmer auch die mangelnde Ausbilderei bei.

"Während der Maschinenbausektor mit rund einer Millionen Mitarbeitern 70.000 Jugendliche bildet, gibt es in der ebenfalls großen Automobilbranche mit rund 860.000 Mitarbeitern nur rund 35.000 Azubis. Dagegen lobt er die unterschiedliche Firmenkultur im mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau, die die individuellen Qualifikationen mehr anerkennt. Im Jahr 2015 wurde der rückläufige Trend der vergangenen Jahre nach Einschätzung der Gewerkschaften mit 522.165 neuen Lehrverträgen gebremst.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden fast 5.000 neue Ausbildungsplätze geschaffen. Nichtsdestotrotz konnten mehr als 80000 Bewerbungen keinen Platz finden. "In der Regel sind dies Ausbildungsplätze, die aufgrund der Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse, der Entlohnung und der Berufsaussichten für junge Menschen wenig interessant sind", heisst es im Gutachten. IG Metall-Vorstand Urban beschuldigte die Arbeitgeber, ihre Versprechen im Bündnis für Aus- und Fortbildung nicht einzuhalten: "Für 2015 wurden uns zwar rund zwanzigtausend neue Ausbildungsplätze versprochen, wir hatten ein kleines Mehr, aber die zwanzigtausend wurden bei weitem verpasst.

"Das Bündnis, dem die Unionen nach langer Zeit des Zögerns erst 2014 beitreten, steht vor einer Bewährungsprobe, so Urban. "Es ist entweder erwiesen, dass das Ausbildungsplatzangebot gestiegen ist, oder dieses Bündnis muss überdacht werden", sagte der Gewerkschaftler.

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